Kapitel 19- das Versprechen

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Sarana:

Ich erwachte auf einer Lichtung die mir seltsam vertraut vorkam. Das satte Grün der Bäume leuchtete hell und ein lauer Wind ließ das Gras rascheln.

Verwirrt setzte ich mich langsam auf und schaute mich perplex um. Wo war ich?

'Du bist zu Hause, gern geschen...' wisperte der Wind und eine eisige Böe blies mein schwarzes Haar zur Seite.

Keuchend und zitternd holte ich Luft und eine Gänsehaut bildete sich an meinen Armen. Ich trug ein ärmelloses, weißes Kleid das um meine Taille herum mit einem lila Band umschnürt worden war. Doch der Stoff fühlte sich seltsam an. Es war, als ob er aus Eis bestünde, obwohl es angesichts der warmen Sonne weder zu schmelzen schien, noch Kristallhart zu sein.

Nur die Kälte des eisigen Kleides führte mir vor Augen, aus welcher Konsistenz es bestand.

Fröstelnd stand ich auf und schaute mich um.

Ich konnte die Erschütterung der kleinsten Tiere im Boden spüren und fühlte daher auch die großen Menschenmassen, die einige Kilometer entfernt auf den Straßen einer Stadt liefen.

Fast schon wie in Trance begann ich in die Richtung der Stadt zu gehen und stolperte blindlings durch den Wald, bis ich von einer Mauer aufgehalten wurde auf der groß das Uchiha Symbol abgebildet war.

Verwirrt schaute ich umher. Wo zum Henker war ich?

In der Nachwelt gab es kein Uchihadorf, denn dort wohnten alle verstreut und man kam zum anderen nur wenn man es sich wünschte.

Aber, vielleicht war das hier ein andere Teil des Jenseits. Izuna hatte mir von den großen Ebenen erzählt die sich unendlich lang in die Ferne erstreckten von Waldgebieten durchzogen. Vielleicht war dies so ein Ort...?

Etwas zögerlich passierte ich den Eingang und runzelte perplex die Stirn als ich absolut niemanden auf den Gassen sah. Alles schien wie leer gefegt.

Nur noch schwach konnte ich das Chakra einer Person spüren die das Dorf vor nicht allzu langer Zeit verlassen hatte... Aber, nein, da war noch ein Chakra! Weiter im hinteren Teil des Dorfes.

Langsam schlenderte ich durch die einsamen Straßen und kam nicht aus dem Staunen heraus als ich erkannte, wie sehr dieses Dorf dem alten Uchiha Viertel von Konohagakure glich.

Traurig lächelte ich während meine Füße mich weiter durch die verschlungenen Gassen trugen und hin zu der Chakraquelle.

Wie so oft fragte ich mich, wie es Sasuke wohl erging. Hatte er mich schon vergessen? Ging es ihm gut? Hatte er schon eine neue... Freundin?

Mit unzähligen Fragen im Kopf machte ich schließlich vor dem Haus halt aus der schwach das Chakra pulsierte. Und obwohl die Chakrasignatur schwach war, fühlte ich wie kräftig sie beim Kämpfen sein konnte.

Lautlos und ohne anzuklopfen öffnete ich die Haustür. Falls ihr euch fragt warum ich so unfreundlich bin, hier die Erklärung:

In der Nachwelt weiß der Besitzer eines Hauses augenblicklich wenn jemand fremdes sein Haus betritt. Es funktioniert ein wenig wie eine Alarmanlage.

Leise schlich ich den längeren Gang entlang und seufzte wehmütig, als ich bemerkte wie sehr dieses Haus dem von Sasuke glich...

Das Chakra war nun ganz nah, neben mir im nächsten Raum. Ich betrat vorsichtig das Wohnzimmer und wollte mich für die Störung entschuldigen, als mir jegliche Farbe aus dem Gesicht wich.

Dort, in der anderen Ecke des Zimmers saß ein Vertrauter, schwarzhaariger Uchiha, den Kopf an die Wand gelehnt, die Augen geschlossen.

Doch was mich so erbleichen ließ, war das spitze Kunai mit dem er ausholte und auf sein Herz richtete.

(Meine) neue Welt- Gefrorene HerzenLies diese Geschichte KOSTENLOS!