Kapitel 17- Der zweite Abschied

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Sarana:

Mit jeder Faser meines Körpers sträubte ich mich dagegen weiterzusingen, doch hilflos musste ich zusehen, wie sich die Seelen auf die Ninjas stürzten und die Susano'o und Ryu schließlich den letzten Schutz vor den Rachegeistern darstellten.

Ich konnte die Schreie der Shinobi hören, dessen Seelen ihnen entrissen wurde und mein innerstes beumte qualvoll auf. Das war pure Folter, für mich wie auch für sie.

Doch als ich sah, wie die Susano'o rissig wurden, und Madara begann zu lachen, klickte etwas in mir und ich biss meine Zähne so fest zusammen, das mein Kiefer knackte. Sobald meine Stimme versiegte, wurden die Seelen mit einem heulen zurück in die Verdammnis geschickt.

Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Madara mich wütend anschaute, doch ich hatte meinen Blick besorgt auf Sasuke gerichtet, der auf ein Knie gesunken war und meinen Blick erwiderte. In seinem Blick schimmerte die Hoffnung das ich doch noch wusste was ich tat.

"Dummes Gör! Sing weiter!" herrschte Madara mich an und ich konnte den Druck spüren als er versuchte, mich wieder unter Kontrolle zu bringen. Mit leeren Augen drehte ich mich zu ihm um. "Du bist schwach" sagte ich nüchtern und dann mit einem einzigen Handzeichen erschien ich auf dem Kopf von Ryu. Dieser zischte überrascht und ein erschrockenes Keuchen ging durch die Menge.

"Sssssarana?" fragte die weiße Schlange vorsichtig und ich lächelte leicht. "Ryu..." begrüßte ich. Mein vertrauter Geist begann erfreut zu zischeln.

Plötzlich spürte ich eine Schwingung hinter mir in der Luft und als ich mich blitzschnell umdrehte, stand dort Sasuke mit gezogenem Katana, die Augen schimmernd mit Tränen. "Ich will dich nicht vernichten" brachte er zitternd hervor doch ich lächelte ihn nur gütig an.

"Sa-su-ke..." sprach ich, zwischen jeder einzelnen Silbe eine Pause, dann breitete ich meine Arme aus "krieg ich denn nicht mal ne Umarmung?"

Sasuke riss seine glühenden Sharinganaugen weit auf sah mich ungläubig an "Sarana? Du..."

"Er kann mich nicht kontrollieren, nicht mehr" unterbrach ich ihn und schmollte dannn jedoch "Umarmung?"

Schneller als ich es für möglich gehalten hätte hatte er seine Arme um mich geschlungen und mich zu sich herangezogen. "Sarana, es tut mir so leid, ich... ich wusste nicht..."

"Shhh, es ist ok..."

Nach ein paar Sekunden löste ich mich wieder von ihm und sah ihn ernst an, ich muss Madara besiegen bevor er noch mehr Schaden anrichtet!"

Sasuke schüttelte heftig seinen Kopf "Nein! Ich lasse dich nicht..."

"Hey, Vollpfosten..." unterbrach ich ihn sanft "ich bin schon längst tot..."

Der Uchiha schluchzte und ich berührte beruhigend seine Wange. "Bleib bei Ryu..." wisperte ich und war dann verschwunden. Neben meinem Vater und meiner Mutter tauchte ich wieder auf, die gingen sofort in Angriffsstellung, doch auch bei ihnen sah ich den Schmerz darüber gegen mich kämpfen zu müssen.

Ich hob beschwichtigend meine Hände "Es ist ok, er kontrolliert mich nicht mehr!"

Zögerlich ließ Orochimaru seine Waffen sinken, doch Tsunade war nicht so vorsichtig, rannte auf mich zu und zog mich weinend in ihre Arme. "Sarana! Mein Baby!" 

Etwas hilflos und nicht wissend wie ich damit umgehen sollte erwiederte ich die Umarmung. "Mom, wir müssen weiterkämpfen, Madara wird keine Scheu haben, Jubi nun wahrhaftig auf uns loszulassen"

Schniefend nickte sie und ließ mich dann los, ich arbeitete mir meinen Weg zur Front durch, wobei jede einzelne Shinobi mir respektvoll den Weg frei machte. Als ich Itachis Susano'o passierte, sah er mich mit einem lächeln und nickte mir zu. Ich erwirderte beides und setzte meinen Weg fort.

(Meine) neue Welt- Gefrorene HerzenLies diese Geschichte KOSTENLOS!