Kapitel 1

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~Mia Lovenburg~

Mein Kopf war in das Kissen eingekuschelt, meine Augen nur einen kleinen Spalt offen. Ich konnte meine Tür aufgehen hören und dann das Tippeln von kleinen Füßchen. Ich hörte einen Sprung und einen starken Aufprall auf meinem Bett. Ich konnte warmen Atem über mein Gesicht streichen spüren. Ich öffnete ein Auge, um Charlie anzusehen, wie er auf meinem Bett mit einem strahlendem Grinsen saß und mich anstarrte. Ich erhob mich, streckte mich etwas und sah auf den blonden Dreijährigen mit haselnussbraunen Augen herab, der sich hinlegte. Seine Brust ging auf und ab.

"Guten Morgen, Mommy." Verkündete er in sanftem, süßem Ton, während er wie ich einfach saß. Ich lächelte ihm zu und gab ihm einen Kuss auf die Stirn.

"Guten Morgen, Baby.", antwortete ich während ich meine Füße über die Bettkante schwang. Er trug ein blassblaues Shirt und seine Windel, als er zu mir herüberkrabbelte und seine Beine neben meine schwang.

"Mommy, was werden wir heute machen? Können wir zum Park gehen?" Seine Bitte ging mir durch den Kopf. Sein Vokabular war nicht sehr gut. Er war drei Jahre alt, verzeihe ihm. Er war aber trotzdem bezaubernd wie noch was. Ich streifte mir meine Socken über und zog dazu meine Bailey Button Ugg Boots an. Ich stand von meinem Himmelbett auf. Dann hob ich Charlie hoch und trug ihn auf meiner Hüfte, während sein Kopf auf meiner Schulter ruhte.

"Charlie, ich muss heute arbeiten. Okay, Baby. Ich weiß, dass Katherine heute nicht auf dich aufpassen kann, weil sie heute auch arbeiten muss. Ich denke, dass du mit mir kommen kannst, Babe", antwortete ich und gab ihm einen feuchten Kuss auf die Backe. Er nickte in meine Schulter und gab mir einen schlabberigen Kuss auf die Wange. Ich lächelte ihm zu, als wir die Diele herab in die Küche liefen. Ich Charlie ließ herunter und er sah mir zu, wie ich Schälchen und Löffel für uns beide holte. Ich stellte sie auf die Theke und goss erst in beide Schälchen Cornflakes, dann Milch. Ich steckte die Löffel rein und stellte sie auf den Küchentisch. Charlie folgte jeder meiner Bewegungen, während ich ihm extra Kissen auf den Sitz legte, damit er den Tisch erreichte. Er ließ sich auf den Stuhl plumpsen und matschte in seinem Müsli herum. Er mampfte langsam und ich rollte meine Augen nicht ganz so ernst gemeint. Seine Babyzähne waren nicht wirklich ausgewachsen, doch gut genug, um etwas zu kauen.

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Ich schnappte mir meine Handtasche von der Theke und nahm nebenbei noch meine Schlüssel. Mein Blumenhemd verbarg meinen Bauch und ich kombinierte es mit einem High-Wasted Rock. Charlies Hand lag in meiner und die andere in der Tasche seiner Chino-Shorts, zu der er ein kariertes Hemd trug, gut genug um es bei dem Wetter hier in London zu tragen. Ich hielt ihn mit einem Arm hoch, in der Hoffnung, das der kleine zierliche Junge nicht runterfällt.

Ich schloss das Auto auf und und setzte ihn in seinen Kindersitz. Die Gurte waren schwierig anzulegen, aber ich konnte damit inzwischen umgehen, da ich es schon oft gemacht hatte. Er gab mir einen Kuss, seine Batman-Action-Figur in der Hand haltend , die er hin und her schwang und dazu Geräusche mit seinem Mund machte. Ich setzte mich auf den Fahrersitz und steckte den Schlüssel in die Zündung. Ich fuhr rückwärts aus der Einfahrt hinaus und lies dabei leise das Radio laufen.

Ich bog zu den Parkplätzen ein, parkte das Auto und schloss die Türen meines Autos auf, um auszusteigen. Ich ging über den harten Beton zu Charlies Türe hinüber. Dann öffnete ich die Autotür seine haselbraunen Augen trafen meine dunklen. Ich öffnete die Gurte an seinem Körper. Er hielt meine Hand fest und sprang hinaus, während er in seiner anderen immer noch seine Action-Figur hielt.

"Was ist denn Batmans Aufgabe?" fragte ich meinen Sohn lächelnd.

"Jeden retten, Mama." quietschte er und drückte meine Hand. Ein weiteres Lächeln huschte über meine Lippen. Ich bückte mich hinunter und gab ihm noch einen Kuss auf die Wange.

Als wir die Tür erreichten hielt ich sie auf und Charlie huschte hinein. Ich schenkte Anne, der Empfangsdame, ein Lächeln und sie gab mir eins zurück. Sanft hob ich Charlie hoch, er wand sich in meinen Armen hin und her und wirbelte dabei mit seiner Action-Figur rum. Ich betrat den Aufzug der uns nach oben bringen sollte, während meine Handtasche sicher an meiner Schulter hing. Angekommen erklang auch schon die Stimme von David, meinem Chef.

"Mia, Liebling, bist du hier?"

rumpelte er mit einem fragenden Unterton. Ich lachte ein wenig, während seine Schritte näher und näher kamen.

"Sieht aus als hättest du auch meinen Lieblings Jungen mitgebracht." Lachte er, während er auf Charlie hinunter sah, der wie in einer Art Trance zu sein schien. Ich kicherte ein wenig und wuschlte Charlies Haare etwas durcheinander.

"Nun David, wie laufen die Dinge?" fragte ich, während ich mich auf eines der Sofas setzte. David war nicht nur mein Chef, sondern auch mein Freund. Er war nicht ganz..... normal, aber das fand ich völlig in Ordnung. Es war mir egal, was er war, er war mein bester Freund, er hatte eine wunderbare Persönlichkeit, deshalb wuchs meine Zuneigung zu ihm und machte ihn zu meinem Freund. Meinem besten Freund.

"Nun, wir haben große Klienten bekommen, was bedeutet, das es eine sehr heiße Sache wird." Antwortete er und rollte dabei mit den Augen. Ich verdrehte meine Augen auch, in einer etwas spielerischen Art und Weise, während Charlie wieder mit seiner Action-Figur im Spiel hin und her schwingend neben mir saß.

"Wer ist es diesmal?" Fragte ich mit einem schlechten Gefühl bei diesen 'großen' Klienten.

"One Direction."

Das war der Moment in dem sich mein Magen zusammenzog, mein Gesicht blass wurde und ich aussah als wäre ich krank und hätte Bauchschmerzen. Mein Blick glitt hinunter zu Charlie. So unschuldig.

Little Batman - Liam Payne (Deutsche Übersetzung)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!