Kapitel 15- alles was bleibt

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Sasukes Sicht:

"Hier wird nun zur Ruhe gebettet, Sarana Senju. Sie..."

Ich ballte meine Hände zu Fäusten und starrte stur zu Boden. Das leise Schluchzen von Tsunade durchbrach die Stille. Ich hätte nie gedacht sie jemals weinen zu sehen.

Orochimaru hatte ihr tröstend eine Hand auf die Schulter gelegt.

Zorn kam in mir hoch. Wieso wurde er nach alldem noch immer in Konoha geduldet!?

Es war mir verdammt noch mal egal, ob das alles ein blödes Missverständnis gewesen ist, durch ihn und die Hokage ist Sarana tot!

Tränen sammelten sich in meinen Augen als ich an die drei Tage zurück dachte, die Sarana und ich in dem Wald verbracht hatten. Mein Bruder hatte das Gen-Jutsu aufgehoben und nun wusste ich, dass all dies kein Traum war. Ich wusste nun, warum Sarana all diese Sachen getan hatte...

Und ich konnte es nicht fassen. Mein Kopf konnte nicht begreifen, was aus mir geworden wäre wenn Sarana nicht da gewesen wäre, um alles grade zu biegen. Ich wäre ein Monster geworden. Doch dieses dumme, dumme Mädchen musste meinen Platz einnehmen und meine Fehler ausbaden.

Eine einsame Träne lief über meine Wange und tropfte auf den kalten Boden. Seit dem Anaschlag auf Konoha schien es, als ob auch der Himmel weinte. Die Sonne war kein einziges Mal zum Vorschein gekommen und vereinzelt waren sogar ein paar Schneeflocken gefallen.

Mit verschleiertem Blick sah ich zu, wie sie den Sarg langsam hinuntergleiten ließen. Mein Herz fühlte sich an, als ob es zerreißen würde und ich atmete schwer ein und aus. Die Trauer drohte mich zu übermannen.

Ein leises, trauriges Zischeln riss mich aus meinen Erinnerungen und ich schaute zur Seite. Meine Augen wurde groß als ich den vertrauten Geist von Sarana sah.

"R-Ryu?" stammelte ich. Die weiße Schlange, die nun so groß war wie jede andere auch, schlängelte sich langsam auf mich zu bis sie vor mir war. "Ssssarana-hime wollte, dassss ich euch dassss hier gebe, und dasss ich euch beschützzze falsss ihr etwasss passssieren ssssollte..." sagte Ryu traurig und zog wie aus dem Nichts ein kleines Notizbuch hervor, dann schlängelte er sich an meinem Bein hinauf und zu meinem linken Handgelenk. 

Mit der rechten nahm ich ihm das kleine Notizbuch ab und brach ein kleines, trauriges Lächeln zustande. "Danke Ryu..."

Die Schlange nickte nur und legte dann ihren Kopf auf meine Hand. 

Ich entfernte mich unbemerkt von der Beerdigung. Es kam mir furchtbar vor, dies zu tun. Doch ich glaube nicht dass ich euch nur eine Sekunde länger bei ihrem Grab hätte verharren können.

Ich ließ mich auf eine leere Bank nieder und schlug die erste Seite auf. Auf den ersten Seiten waren eine Reihe von Bildern.

Naruto, Gaara, Sakura, Itachi, Kakashi, Orochimaru, Akatsuki und ich. Alle hatte sie bis ins kleinste Detail gemalt.

Dann, auf der nächsten Seite ging es los.

Lieber Sasuke,

Also, ich finde das ja total Unsinnig, aber ich muss diesem idiotischen Reptil in meinem Kopf recht geben. Es ist besser wenn du irgendwann von mir die Wahrheit erfährst und ich hoffe, ein gewisser Uchiha *hust* Itachi *hust* ist mir nicht zuvorgekommen.

Wie dem auch sei, ich möchte dass du weißt, dass ich euch alle liebe, und dass ich gegangen bin, um dich und die anderen vor einem schlimmen Schicksal zu bewahren. 

Es tut mir aufrichtig leid was ich zu euch gesagt habe, aber ich bereue nichts davon. Denn jetzt weiß ich wenigstens, dass es euch besser geht. Glaub mir, die Alternative wäre um ein Vielfaches schlimmer ausgefallen...

(Meine) neue Welt- Gefrorene HerzenLies diese Geschichte KOSTENLOS!