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Jungkook PoV.

Es waren ein paar Wochen vergangen und abgesehen von der Tatsache, dass wir gemeinsam zum Rektor geschickt worden sind, ist nicht viel passiert. Tae ist nach wie vor immer bei mir, küsste mich, wann immer ich einen Kuss wollte und kuschelte mit mir, wann immer ich es brauchte. Er war immer für mich da und das fand ich persönlich wundervoll. Jeden Wunsch las er mir von den Lippen ab und sorgte stets für ein Lächeln meinerseits. So gab ich ihm all das natürlich zurück und wir klebten quasi durchgängig aneinander. Sogar unseren Freunden ist dies schon aufgefallen und sie regten sich doch tatsächlich darüber auf.

Anstatt froh zu sein, dass wir unser super gut verstehen, aber denen kann man ja nichts Recht machen. Meistens zumindest. Aber mir sollte es egal sein, denn wichtig ist, dass Tae glücklich ist und dann bin ich es auch!

Heute hatten wir Mal wieder eine unserer merkwürdigen Sitzungen vor dem Unterricht, weil irgendein merkwürdiges Projekt anstand, mit einem Projektzirkus oder so. Was das schon wieder soll, weiß ich auch nicht, doch ich saß zusammen mit meinen Freunden und so verging die Zeit wenigstens ein wenig schneller. Als mir jedoch zu langweilig wurde, lehnte ich mich zu Tae und griff nach seiner Hand. Ich küsste ihn auf seinen Hals und grinste dann ein wenig. Tae sah mich verwundert an und zog dann seine Hand zurück. Er schüttelte den Kopf und sah auf unseren Direktor.

„Tae?", fragte ich ihn dann, als wir entlassen wurden und er einfach so verschwinden wollte. Gestern Abend war alles okay... wir haben zusammen einen Film gesehen und eventuell ein wenig rumgemacht, oder auch mehr, doch nun wirkte er so abweisend. Vorsichtig schlich ich ihm hinterher, doch keine paar Meter weiter war er auch schon verschwunden. Na toll.

Was zur Hölle habe ich denn nun schon wieder gemacht?

Der Tag verlief schleppend. Wir mussten viele Belehrungen anhören und uns in viele, wirklich viele Listen eintragen. Die Lehrer waren dennoch auf ihren Unterricht fixiert und ließen uns ihre negative Meinung über dieses merkwürdige Projekt spüren. Dass ich heute kein einziges Fach mit Taehyung zusammen hatte, wurmte mich jedoch ziemlich, da irgendetwas Unausgesprochenes in der Luft lag und ich nicht wusste, was passiert war.

Am Nachmittag schleppte ich mich in meine Wohnung und ließ mich schließlich auf meine Couch fallen. Keine paar Sekunden später klopfte es an meiner Tür und somit öffnete ich sie. Taehyung kam hereingestürmt und drückte mich schon gegen eine Wand. Stürmisch küsste er mich und ich erwiderte genauso, bis ich ihn von mir stieß. „Taehyung! Was soll das?! Ich küsse dich in der Schule und du ignorierst mich und jetzt kommst du hier her, stößt mich gegen 'ne scheiß Wand als wären wir in sonst was für einem dummen Film und küsst mich? Was ist in dich gefahren?" Schuldbewusst sah er mich an und ließ von mir ab. „Kookie... du... wir... wir küssen und so oft, machen weitaus andere Dinge und wir... wir haben sogar fast miteinander geschlafen und ich weiß nicht, woran ich bin! Das macht mich fertig!"

Verwundert sah ich ihn an. „Wovon sprichst du denn?" „Naja... ich habe mich zurückgehalten und dir meine Zuneigung wirklich nur gezeigt, wenn wir allein waren, aber... ich will das nicht mehr!" „Tae... was willst du damit sagen?" „Ich kann nicht immer so tun, als wären wir beste Freunde wenn ich doch immer noch in dich verliebt bin!" „Tae..." Vorsichtig legte ich meine Hände auf seinen Schultern ab, doch er strich sie weg und drehte sich auch weg von mir. „Nein, nichts Tae! Ich habe darauf keine Lust mehr und du solltest dich auch Mal langsam entscheiden, was du willst! Ich gebe dir deinen Freiraum und setze dich nicht unter Druck, nur damit du mitten in einer Schülerversammlung anfangen kannst, mich am Hals entlang zu küssen?! Nein danke Kookie, entweder eine Beziehung oder ich habe keine Lust mehr!" Verwundert sah ich ihn an, wie er in meinem Zimmer auf und abging und sich schließlich auf die Couch setzte. Vorsichtig trat ich zu ihm und setzte mich auf seinen Schoß. „Taehyung ich weiß nicht, was dein blödes Problem ist, so wie es jetzt ist, ist es doch perfekt."

„Aber ich leide darunter! Ich will diese Ungewissheit nicht mehr!", rief er mir entgegen und schob mich von sich. Im Schneidersitz saß ich neben ihm und sah ihn an.




„Ich dachte eigentlich, dass du mein fester Freund bist, inzwischen, aber wenn dir das nicht reicht, dann können wir es auch lassen.", murmelte ich und drehte mich weg.





Soooo das war das letzte Kapitel für heute. Ich hoffe ich konnte euch euren Abend ein wenig versüßen und wünsche ich euch eine gute Nacht, sowie ein schönes Wochenende.

Lg Ella :)

boyslove [taekook]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt