2.33. Konfrontation! Eltern - Polizistinnen

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Die Eltern befinden sich jetzt in Ma'am Papillios und Ma'am Tolisans Büro. Die Kinder sind bei Officer Sarang geblieben und Heger ist mit seinem Besuch am Zellenhaus beschäftigt. Die beiden Polizistinnen beraten sich hinter verschlossener Tür in einer der beiden Kammern des Büros.

Ma'am Papillio steht neben Ma'am Tolisan und ist verärgert: "Schon wieder Ma'am Solano vom BSWD! Heute früh verstörte Kinder und nun verärgerte und aufgebrachte Eltern!"

Ma'am Tolisan schaut besorgt auf. Sie sitzt und sortiert Papiere am kleinen Computertisch: "Derzeit ist diese Frau tatsächlich keine Hilfe."

"Nein!", antwortet Ma'am Papillio frustriert. "Gestern Nacht hatte ich die Kinder fast soweit. Sie haben das nicht erlebt, Ma'am. Das war, nachdem Sie, Ma'am, die Kammer und das Büro verlassen haben. Ich habe noch mit den Jungen gesprochen. Die Kinder waren gerade aufgetaut und hatten ein wenig Vertrauen gefasst. Gerade wollten die Kinder beginnen zu erzählen und da platzt diese Frau ungefragt zu uns in die Kammer und zerstört die Situation."

Ma'am Tolisan ist mit dem Ordnen der Computerausdrucke fertig und reicht ihrer Chefin die Seiten: "Ich habe schon gemerkt, dass Sie gestern Nacht richtig sauer geworden sind, nachdem Solano in die Kammer gestürmt ist. Wollte Sie aber nicht fragen, was los ist. Ma'am, hier die Bögen zu den Personalien der Kinder, beginnen wir die Befragung damit?"

Ma'am Papillio prüft die Seiten: "Ja, damit sollten wir beginnen, Ma'am. Zuerst einmal müssen wir die Eltern runterbringen."
Sie späht vorsichtig durch die Glasscheibe der Kammertür zu den Eltern und flüstert: "Das scheinen alles recht arme, einfache Leute zu sein. Landleute, Fischer, Handwerker, denke ich."

"Die Männer Fischer, nur der Vater der beiden Brüder ist Zimmermann. Die Frauen sind Hausfrauen", fasst Ma'am Tolisan die Informationen, die die Kinder gegeben haben, zusammen.

"Die Eltern haben wohl einen sehr geringen Bildungsstand." Ma'am Papillio ist nachdenklich, beißt sich unbewusst auf die Unterlippe und reibt sich das Kinn. "Passt das Ma'am Tolisan? Reicher Ausländer verwöhnt Eltern und Kinder, unterstützt die Kinder in der Schule, tut Gutes im Dorf, erschleicht sich so das Vertrauen der Eltern. Bringt dann die Kinder ins Hotel, um sie dort zu missbrauchen oder üble Fotos zu machen?"

"Ich weiß nicht, Ma'am Papillio. Der Heger hat doch ein Apartment in Sendong. Warum also die Kinder hierher bringen? Busreise, Gaisano, Schwimmen im Pool. Das ist doch total aufwendig. Wenn der schlimme Sachen mit den Jungen plant, kann er das doch viel einfacher in Sendong City haben. Irgendwie passt das nicht, Ma'am."

Ma'am Papillio seufzt: "Sie haben Recht, irgendwie passt das nicht." Sie schaut erneut vorsichtig durch die Scheibe: "So, die Eltern scheinen sich abgeregt zu haben. Zeit, Klarheit zu schaffen."

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Die Eltern sitzen nun schon einige Minuten im Büro. Die Polizistinnen haben sich in eine der beiden Kammern zurückgezogen.

Rica, Vicente und Lang schluchzen von Zeit zur Zeit ein wenig. Wie ihre Ehemänner und Romolo schauen sie sich verstohlen im Büro um. Studieren die Poster zu 'Human Trafficking' und 'Violation Against Women and Children' und andere kleinere Poster, an den Wänden. Ihnen ist auch die kinderfreundliche Aufmachung des Büros nicht entgangen.

Auf einem der Schreibtische ein handgefertigtes mit Ornamenten verziertes und glänzend lackiertes Holzschild:
'Police Superintendent Carmen Papillio'
Unter dem Namen in kleinen Lettern:
'Women And Children Helpdesk - Tugalm City'

Ernesto ist immer noch aufgebracht. Er schaut auf seine verschlissene Seiko: "Die lassen uns jetzt schon über fünf Minuten schmoren. Alles Polizeitaktik."

REISE INS VERDERBEN - by NOKBEW™Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt