Kapitel 10- Totengott

4K 287 147

Saranas Sicht:

Lachend lagen wir auf dem Schnee, unser Atem bildete weiße Wolken in der Luft vor uns. Doch die klirrende Kälte machte uns nichts aus. 

Sasuke zog mich an sich und ich kuschelte mich in seinen Arm. 

"Bitte lass mich nie wieder alleine..." flüsterte der Uchiha und schlang beschützerisch einen Arm um meine Mitte.

Ich klammerte meine Hände in den Stoff seines Umhangs und vergrub mein Gesicht darin. "Sasuke?"

"hn?"

"I-Ich..." meine Stimme brach ab.

Sasuke schob mich ein Stück zurück so das er mir in die Augen schauen konnte. "Was ist los?"

"Ich glaube, ich lie..."

"OI! Jugo hat so'n Viech gefangen Sarana, schau dir das mal an!" unterbrach Suigetsu mich als er aufgeregt die Tür zu dem Haus aufschlug und die Verande hinunterpolterte.

Knurrend setzte ich mich auf. "Suigetsu, würdest du nicht von Bedeutung für mein Team sein, hätte ich dich spätestens jetzt wieder in das Labor meines Vaters gebracht!" fauchte ich und Suigetsu wurde blass.

"Äh... du kannst dir das auch... äh... später anschauen!" stammelte er und schlug die Tür wieder hinter sich zu.

Schnaubend ließ ich mich zurück in den Schnee fallen. Sasuke kicherte leicht. "Du scheinst dich ja sehr gut mit denen zu verstehen!"

Ich nickte kurz und knapp "Ja natürlich, Sasuke." Saraksmus tropfte von jeden einzelnen meiner Worte.

"Na komm, lass uns ein bisschen von hier verschwinden!" rief der Uchiha plötzlich und sprang auf, dann hielt er mir auffordernd seine Hand entgegen. Prüfend sah ich ihn an. "Wohin?"

Er grinste. "In den Wald!"

Zögernd ergriff ich seine Hand und er zog mich lächelnd auf die Beine. Doch plötzlich verlor ich den Boden unter meinen Füßen und quietschte erschrocken als ich mich in Sasukes Armen wiederfand. "Was soll das!?" rief ich empört und zappelte ins seinem Griff umher.

"Glaub mir, du wirst es nicht bereuen!" und mit diesen Worten raste er in den dunklen Wald davon.

Bald schon entspannte ich mich und ließ meinen Kopf gegen Sasukes Schulter sinken und schlang meine Arme um seinen Nacken.

3 Tage. 3 Tage waren nun schon vorbei. Heute um Mitternacht wäre unsere Zeit vorbei und das Ereignis würde unmittelbar bevorstehen...

Ich drückte mein Gesicht fester an Sasukes Schulter und versuchte verzweifelt mir jedes Detail einzuprägen.

Sein Körper vibrierte als er anfing zu lachen. "Keine Angst, ich lass dich schon nicht fallen!" murmelte er in mein Ohr und brachte mich unwilkürlich zum Lächeln, das sich jedoch kurz darauf in eine Grimasse verwandelte.

Sasuke wusste in jenem Moment nicht, wer ich wirklich war. Er hielt mich immernoch für das selbe Mädchen das er vor 3 Jahren kennengelernt hatte. Und heute um Mitternacht würde alles wieder beim alten sein.

Ich würde wieder Orochimarus Tochter sein, die Verräterin und Sasuke der alte, nach Rache dürstende Uchiha.

Sasuke verlangsamte seine Schritte bis er schließlich am Rand einer Lichtung hinter einem Baum stehen blieb und mich vorsichtig absetzte. Er deutete auf die Lichtung und als ich mich umdrehte entfuhr mir beinahe ein erstauntes Juchzen.

Auf der von Sonne beschienen Lichtung stand auf dem weißen, glitzernden Schnee ein großer, blaugrauer Wolf mit einem eisigen Gebilde auf dem Haupt. Eine Pfote war komplett mit eiskristallen umhüllt und statt einem Schweif wehten lilane Lichter hinter ihm. Seine Augen leuchteten rot als er seinen gewaltigen Kop hin und her schwenken ließ.

(Meine) neue Welt- Gefrorene HerzenLies diese Geschichte KOSTENLOS!