Was my life just a lie?

142 7 0

«Ich muss ihnen sagen, dass sie Recht hatten. Sie wurden adoptiert. Freitag, den 4. Januar 1997, um 24:00 Uhr hatte jemand sie abgegeben mit einer Kette. Eine silberne Halskette. Und um 24:02 Uhr hatten dann euere Stiefeltern sie abgeholt.»

Jetzt wusste ich es, ich bin adoptiert und meine Eltern konnten es nicht abstreiten. Hassten meine leiblichen Eltern mich, dass sie mich nach zwei Minuten sofort abgaben?

«Haben sie, silberne Kette gesagt?»

«Eh, ja genau.»

Sie sah nach unten und kuckte mich wieder an.

«Genau diese! Also haben sie sie erhalten?»

«Wie man sieht.»

Ich lächelte. Sie konnte nicht sehen, dass die Kette jetzt farbig war.

«Könnten sie mir sagen wer mich hier abgegeben hat? Wenn es ihnen nichts ausmacht.»

«Ja natürlich. Ich werde es jetzt sofort nachsuchen.»

«Danke.»

Nach fünf Minuten kam die Frau wieder.

«Ich habe herausgefunden, dass eine Frau namens Madilyn Shay Sie hier abgegeben hatte. Die Kette war dann also von ihr.»

«Gab es keinen Mann?»

«Nein, hier steht nur Madilyn Shay.»

«Ok. Ich danke ihnen das sie sich Zeit für mich genommen haben.»

«Ist doch selbstverständlich."

Ich lächelte sie dankbar an und ging. Wie sollte ich das alles verdauen? Wieso geschah das alles heute? Ich traute mich nicht einmal mein 'zu Hause' zu betreten. Wie konnte ich ihnen jahrelang vertrauen?                                                                           Es verletzte mich zu wissen, dass sie so etwas gemacht hatten. Es verletzte mich zu wissen, dass ich ihnen gar nicht wichtig war. Aber am meisten verletzte es mich zu wissen, dass ich gar nicht deren Tochter war.

Ich öffnete die Tür und hörte meine Eltern reden. Sie flüsterten.

«Wir müssen es ihr irgendwann einmal sagen. Sie ist 17.», sagte meine Mutter verzweifelt.

Dad seufzte nur. Ich ging schnell in die Küche und konnte es nicht abhalten länger zu warten:

«Das braucht ihr nicht mehr. Ich habe es schon selbst herausgefunden.»

Ich sah sie abwartend an bis sie etwas sagten. Ich war einfach nur wütend. Sehr wütend.

«Uhm, hey Schatz, wie war die Schule?», lenkte mein Vater vom Thema ab.

«Wie konntet ihr nur? Mein ganzes Leben lang habt ihr mich angelogen und ihr fühlt euch nicht schlecht?», sagte ich sauer.

«Wie hast du es herausgefunden?», fragten beide gleichzeitig und in ihren Stimmen hörte ich Trauer und Sorge.

«Was? Das ihr gar nicht meine Eltern seid und ich nicht eure Tochter?»

«Schatz wir...»

Ich ließ sie nicht ausreden und sagte:

«Oh. Es war ganz einfach, dass du...»

Ich zeigte auf Mom.

«...Blutgruppe B bist und du...»

Mein Finger deutete auf Dad.

«...Blutgruppe C bist. Und ich Blutgruppe A!»

«Wie konntet ihr es so lange vor mir verschweigen?»

The mysterious eyesLies diese Geschichte KOSTENLOS!