1. Was einmal war

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 Das alte, verlassene Haus auf dem Hügel schien bei Mondlicht noch bedrohlicher als es ohne hin schon war, aber etwas zog die Leute magisch an, als ob ein Fluch darauf lastete, älter als das Haus, älter als die Menschehit selbst. Das Anwesen war gut dreihundert Jahre alt und gehörte einst einer sehr angesehen Familie.  Heute ist es verwahrlost und baufällig. Der letzte Erbe der Famile Doncaster hatte es beim Glückspiel an einen zwielichtigen Makler verloren. Seitdem gingen im schottischen Dorf Dunlop merkwürdige Gerüchte über verschwundene Männer, Kinder und Tiere herum, ab und zu hörte man verzweifelte Schreie aus dem alten Gemäuer. Die Kinder jedoch waren nicht irgendwelchen Familien entrissen sondern waren Waisen und so kümmerte sich keiner um das Verschwinden dieser Kinder. Auch über das Fehlen einiger Männer machte man kein Aufsehen da es meist Landstreicher waren die bei ihm Zuflucht suchten. Nur das vermehrte Kaufen von Vieh sorgte in dem kleinen Dorf für Verwunderung. Der mysteriöse Makler Tranjenschk, ein Mann osteuropäischer Herkunft kaufte in regelmäßigen Abständen Tiere von den hiesigen Bauern.
Er ließ die Menschen im Dorf jedoch glauben, dass die Kinder für ihn arbeiteten die Kühe für Viehzucht sei und die Vagabunden weitergezogen seihen.

Dann jedoch sollte sich alles schlagartig ändern.

Eines Nachts bemerkten die Bewohner einen grellen Schein am Himmel in Form eines Pentagrammes, Scheiterhaufen am Fuße des Hügels und schreiende Menschen, gefesselt an den Scheiterhaufen. Sofort trommelten die verängstigten Bewohner eine Bürgerwehr zusammen und stürmten das Haus mit Piken, Mistgabeln und anderen Waffen. Was sie sahen lies ihnen das Blut in den Vehnen gefrieren. 

Tranjenschk stand vor einem steinernen Altar. Darauf gefesselt war eine junge Frau und während sie schnitt er ihr mit einem Messer die Kehle durch, so dass man nur noch ein Röcheln vernahm und kurz daraf verstummte sie für immer. Ihr Blut rann durch den Stein und in ein goldenes Gefäß und nachdem der makler einige diabolische Zauberformeln sprach, trank er das Blut in einem Zug leer. Sofort begann er äpileptisch zu zittern, sich zu krümmen und zu winden. Als der Mond im Zenit stand wurde er wie durch einen Zauber in die Luft gehoben und wieder fallen gelassen. Seine Augen funkelten rot und aus dem Boden erhoben sich Kreaturen halb Mensch, halb Ungetier und sie stürmten auf die Bewohner zu. Ein heftiger Kampf entbrannte und Tranjenschk befehligte seine Anhänger wie ein Feldherr dochte musste er mit ansehen wie seine Kreaturen an den mit Weihwasser getränkten Waffen der Bürger zugrunde gingen. Schließlich wurde Tranjenschk gefangen genommen trotz dass er nun über imense magische Kräfte verfügte. Ein Standgericht verurteilte ihn wenige Stunden nach der Schlacht zum Tode. Da die Bewohner gute Christen waren entschieden sie sich ihn zu enthaupten und danach zu verbrennen. Vor seinem Tod jedoch verfluchte er den Ort und das gesamte Dorf auf das er wiederkäme und sich für jeden Gefallenen an jedem Krieger räche. Dann fiel das Beil und er wurde auf einem seiner eigenen Scheiterhaufen verbrannt. Noch während der Verbrennung zuckte sein Körper als würde immernoch Leben in ihm stecken. Ab diesem Zeitpunkt mied jeder der Anwesenden das Haus und seine Umgebung und die Überlebenden gaben die Geschichte an ihre Nachfahren weiter sodass niemand mehr diesen gottlosen Ort wieder betrete.

Doch das war Vergangenheit, was sie jedoch nicht ahnten, dass der Hexer sein Versprechen schon bald einlösen wird...

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