Chapter 2

4.5K 173 19

Katherine's POV.

Wie das so alles anfing mit dem Krebs...hm... das war so..

Es begann alles mit einer harmlosen Erkältung. Hört sich wie in einem typischen Filman, aber so war es. Zumindest hatte ich dann diese Erkältung. Alles was dazu gehört. Schnupfen,Husten,Kopfschmerzen, die dann zum Fieber führten usw.

Das erste Symptom war also das Fieber. Und zwar nicht dieses Fieber wo man nur bisschen schreit und es meistens am nächsten Tag wieder weg ist. Nein. Ein sehr starkes Fieber (39°C-40°C) und dass mehr als drei Tage lang. Meistens kam es auch ganz plötzlich in der Nacht, was dann zu schlaflosen Nächten führte. Sowohl für mich als auch für meine Mum.

Zum Glück hatte meine Mum in dieser Zeit Urlaub, und auch wenn ich Ihr den Urlaub geraubt habe mit meinem scheiß Fieber, liebe ich sie um so mehr.

Naja, danach kam das zweite Symptom.

Müdigkeit und Blässe.

Ich war immer und überall müde.Sei es in der Schule oder unterwegs. Das war richtig unlogisch, da ich immer ausgeschlafen war, was mir meine Mum nie glaubte, da sie immer denkt dass ich bis 4 Uhr morgens an meinem MacBook hänge oder an meinem IPhone. Was nicht stimmt, wenn dann bis 2 Uhr morgens, aber das tut jetzt nichts zur Sache.

Dann kam dann noch diese beschissene Blässe hinzu, wo ich einfach wie ein Zombie aussah.

Diese Blässe. Ich war immer Blass. Obwohl ich mich gut fühlte war ich immer Blass und da konnte ich mir Puder draufkltaschen oder Make-up.

Meine Mum hat sich nach der Blässe einfach sorgen gemacht, was ich nicht verstand.Immerhin könnte das alles nur von der Erkältung stammen. Doch meine Mum hat darauf bestanden, und somit sollte ich zum Arzt. Aber ich ging nicht zu meinem Hausarzt, sondern direkt ins Krankenhaus in die Abteilung für Krebskranke. Als ich meine Mutter darauf an sprechen wollte, meinte sie nur ich sollte nicht so viel fragen. Das es einen anderen Hintergrund hat als nur die Vorsicht, konnte ich da ja noch nicht wissen.

Zumindest kam ich dann in diese Abteilung und wurde untersucht. Erstmal die 0-8-15 Untersuchung. Mund auf. In die Ohren leuchten. Tief Ein- und Ausatmen. Das übliche.

Danach wurde ich geröntgt. Dann musste ich noch für paar Tage dort bleiben. Nur zur Sicherheit.

Und das alles in meinen kostbaren Ferien. Na super.

Nach vielen Untersuchungen kam dann der Tag der Auflösung.

Ich war in dieser Zeit 16 Jahre alt. Also, an dem Tag kamen dann mein Dad und meine Mum. Beide haben sich frei genommen und wir saßen nun in dem Krankenzimmer von mir. Der Arzt kam nach einer gefühlte Ewigkeit rein und diesen Blick werde ich nie vergessen. Es war dieser schlechte-Neuigkeiten-aber-einfach-lächeln-Blick.

Ich hatte mir nichts schlimmes gedacht. Doch sobald der Arzt da war, hielten meine Mum und mein Dad Händchen und meine Mum nahm dann meine Hand und drückte sie sehr sehr fest. Sie war nervöser als Ich.

Also der Arzt kommt rein mit diesem Blick und setzt sich. Und ich denke er wollte einfach nicht viel um den heißen Brei reden.

Also fängt er an mit seiner Doktorsprache und seiner gehobenen Sprache, die ich nicht nachmachen kann, aber es hörte sich ungefähr so an.

"Mr. und Mrs. Montgomery. Kathy. Also nach vielen Untersuchungen und nach dem Röntgebild, der vielen Blutabnahmen......"blablabla "sind wir uns sicher, und das tut uns aufrichtig leid..." *Druck auf meinen Händen wird stärker* Mum ich bin nicht aus Gummi.Du brichst mir gleich den kleinen Finger. "Ihre Tochter hat Brustkrebs"

BÄM!

Wie ein Schlag ins Gesicht. Als ob du Verprügelt wirst und du nichts tun kannst. Als ob alle gerade in dein Herz geschossen haben.Und du verblutest gerade.

Meine Mum hat natürlich sofort angefangen zu weinen und mich umarmt. Mein Dad hatte bisschen Pipi in den Augen. Und der Arzt war neutral. Als ob er sowas jeden Tag macht. Ok tut er eigentlich auch. Zwar nicht jeden Tag, aber es ist bestimt nicht sein erstes Mal.

Keiner wusste was er sagen sollte. Nach der gefühlten Stunden langen Umarmung meiner Mum fasste ich meinen ganzen Mut zusammen und hab versucht neutral zu klingen, was mir nicht gerade gut gelang aber ich musste ja was sagen.

"Und sie sind sich sicher?"fragte ich.

"Leider,ja."antwortete Dr.Lavinch

"Und was bedeutet das jetzt für mich?"

"Naja, also da der Krebs noch nicht agressiv ist und...." blablabla. Ich kann seine Worte nicht richtig wieder geben. Also naja. Zumindest war es für mich noch nicht ganz so schlimm und die Symptome sind aber zum Glück früh aufgetreten, sodass ich eine größere Überlebenschance habe, da sie jetzt schon was dagegen tun könnten.

Meine Mutter hat sich nach dem Gespräch etwas beruhigt und meine Eltern sind dann mit dem Arzt nach draußen verschwunden. In der zwischen Zeit sollte ich packen, denn ich würde entlassen werden. Gesagt getan. Als wir draußen auf dem Parkplatz waren sah ich die Tüte in der Hand meiner Mum. Medikamente. Ich hasste Medikament überalles, aber anscheinend muss ich mich daran gewöhnen.

Die Autofahrt war komisch. Sehr komisch. Keiner sagte was.

Nach einer 15 minütigen Fahrt also kamen wir zu Hause an. Ich stand in der Küche und beobachtete meine Mum beim Kochen. Sie hatte immernoch nichts gesagt. Merkwürdig. Also fragte ich sie jetzt was, was ich vielleicht gelassen hätte.

"Mum?

"Ja , Schatz?"

"Woher wusstest du dass ich Krebs habe?"

"Es war einfach so ein Gefühl." Sie schaute auf den Boden. Sie lügt.

"Ok. Aber wieso wusstest du wirklich, dass ich Krebs habe?"

Stille.

Stille.

"Mum?"

"Es tut mir leid...."


KrebsLies diese Geschichte KOSTENLOS!