Kapitel 2

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Obwohl ich es nicht wollte, klang meine Stimme völlig piepsig. So wünschte ich mir einen kurzen Moment, dass er mich  doch  nicht bemerkt hatte. Dennoch war ich froh, dass er es tat. Dann wurde mir ein weiterer Fehler bewusst. Ich wusste nicht, über was ich mit ihm reden sollte. Er meinte wohl, ich hätte ihn bloss gegrüsst und er lief weiter. Jetzt musste mir was einfallen.

"Was machst du hier in der Stadt?" Rief ich ihm beinah hinter her. Oh Mann, was war denn dass für ne bescheuerte Frage? Und das nur, weil mir nichts Besseres in den Sinn kam und Spontanität, und gleichzeitig Kreativität zu erreichen, nicht gerade meine Stärke war. Zum Glück blieb er stehen und, soweit ich beurteilen konnte, schien er die Frage ernst zu nehmen.
" Bin auf dem Nachhause weg, und du?"
Ohne ihm auf seine Frage zu antworten fragte ich ihn einfach so:
"Wo warst du denn?"
Mist! Das wurde immer peinlicher.
" Bei einem Kollegen."
Nun war mir irgendwie der Gesprächsstoff ausgegangen und ich wusste  nicht, was ich tun sollte.

Eric schien irgendetwas oder jemanden der hinter mir stand zu fixieren. Ich hatte sogar fast das Gefühl, dass er nervös oder ein wenig ängstlich aussah.  Unauffällig versuchte ich herauszufinden, wer oder was das war. Es gelang mir aber nicht, und deshalb wollte ich ihn gerade fragen, was los sei, als er plötzlich sagte: "Entschuldige mich bitte, ich muss dringend los."

Ehe ich etwas sagen konnte lief er schnell davon.  Zuerst ärgerte ich mich tierisch über ihn. Was fiel ihm bloss ein, mich einfach so stehen zu lassen. Als wäre ich völlig uninteressant. Naja eigentlich stimmte es ja auch zum Teil. Dennoch fand ich es fies. Kurz überlegte ich, ihm zu folgen, doch ich liess es bleiben. Meine Freundinnen kamen sicher bald.

Als sie aber nach einigen Minuten immer noch nicht auftauchten, begann ich etwas nervös zu werden.
Vielleicht konnten sie ja doch nicht kommen. Dachte ich mir und holte mein Handy hervor zum Schauen, ob sie mir vielleicht geschrieben hätten oder so. Nichts. Ich war froh, dass sie nicht abgesagt hatten, aber dennoch beunruhigt, dass sie noch nicht da waren.

Ich wollte das Handy wieder in meine Tasche versorgen, als mich jemand am Arm packte.

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