Zoé Pilar Perez

„Ich muss mit dir reden!“, war das erste, das Noemi am nächsten Tag zu mir sagte, als sie mir die Haustür zu ihrem Zuhause öffnete, und ich nickte.

„Ich auch mit dir.“

Sie griff nach meinem Handgelenk und zog mich bis in ihr Zimmer, ehe wir uns zusammen auf ihrem Bett niederließen.

„Fang du an.“, forderte ich sie auf, doch sie schüttelte mit dem Kopf.

„Nee, du.“

„Okay, aber ich hab zwei Sachen.“

Sie nickte und ich beschloss, meine erste Angelegenheit einfach direkt freiheraus zu fragen:

„Was läuft da zwischen dir und Alessandro?“

Ein kleines Lächeln legte sich auf ihre Lippen und sie biss sich auf die Unterlippe, ehe sie meinte:

„Er ist süß.“

„Ich weiß. Details?“

„Wir haben gestern ein bisschen was zusammen gemacht.”

„Magst du ihn?“, fragte ich sie und sie überlegte eine Zeit lang, bevor sie den Kopf schüttelte.

„Wir sind nur Freunde.“

„Das hat sich aber gestern ganz anders angehört. Harry meinte, ihr hättet…miteinander geschlafen.“, meinte ich und entlockte meiner besten Freundin somit ein Kichern.

„Just for fun, Zoé.“

„Echt jetzt? Ich dachte, du würdest von solchen Beziehungen nichts halten.“

„Es ist keine Beziehung.“, antwortete sie und erklärte:
„Wir sind befreundet und haben halt ab und zu ein bisschen Spaß miteinander, nichts Ernstes.“

„Also Freunde mit gewissen Vorzügen?“, fragte ich ungläubig und sie zuckte mit den Schultern.

„Nenn es wie du willst.“

Oh Gott

Ich versuchte all die Vorurteile, die ich zu diesem Thema aus Filmen, Internet und Büchern hatte, zu verscheuchen und erwiderte ein wenig gezwungen ihr Grinsen, ehe sie fragte:

„Und was wolltest du noch sagen?“

„Äh, ich habe mich wieder mit Harry vertragen. Glaube ich.“

„Du hast dich mit Harry gestritten? Wieso?“

„Habe ich dir das nicht am Telefon erzählt?“

„Wir haben telefoniert?“, fragte sie verwirrt zurück und ich musste seufzten.

„Du warst betrunken, richtig?“

Sie zuckte erneut einfach nur mit den Schultern und ich begann ihr von Harrys und meinem kleinen Streit zu erzählen, wobei ich froh war, dass sie mich kein einziges Mal unterbrach.

„Gott, ihr benehmt euch ja wie ein altes Ehepaar.“, stieß sie aus, als ich fertig war, und ich gab ihr einen genervten Blick, weshalb sie abwehrend die Hände hob.

„Ist ja gut, das muss ja nicht sofort negativ von dir verstanden werden. Ich finde einfach nur, dass ihr beide ein wenig überreagiert hat.“

„Er hat mit mir rumgemacht und wollte es mir nicht mehr erzählen, obwohl er wusste, dass ich auf der Party betrunken war und mich an nichts mehr erinnern wollte! Ich finde nicht so ganz, dass ich überreagiert habe!“

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