Vorbei.

116 4 0

*Jasper*

Ich rannte durchs Gebäude,versuchte das alles zu vergessen was grade passiert war.

Als Nadine mich sah,mein Gesicht,meine Tränen,meine Anspannung,kam sie auf mich zu,Arme erhoben doch lehnte ab.

"Warum jetzt?Warum muss sie alles kaputt machen?Warum spielt sie mit mir?FUCK WARUM.?!"

Die Brünnette vor mir wollte etwas erwidern,doch ich lief davon.

In die Straßenbahn und weg.

Nach zwei Stunden,in denen ich ziellos in der Stadt umhergeirrt war,ging ich zum See.

Ich setzte mich ans Ufer und starrte auf's Wasser,bis mein Handy vibrierte.Mum.

"Hey Schatz dein Vater und ich müssen für einen Klienten nach L.A.

Wir wissen noch nicht wie lange es dauern wird,aber wir werden dir jede Woche Geld schicken für Essen und alles.

Tut mir sehr leid.

Mum."

Kam mir nur gelegen,dann musste ich wenigstens nicht auf gut Wetter machen.

Ich antwortete noch schnell,das es kein Problem sei,dann starrte ich wieder aufs Wasser.

Irgendwann rief mich jemand an.Laura.Ich drückte sie weg.

Einen Moment dachte ich wieder an nichts.

Doch dann drängte sich mir eine Frage auf.

Wie lang saß ich hier schon?

Ein Blick auf die Uhr verriet mir,das ich mehr als fünf Stunden nur hier gesessen hatte.

Egal.

Meine Eltern waren eh schon weg.

Trotzdem stand ich auf und machte mich auf den Heimweg.

Dort angekommen...stand Nadine vor der Haustür.

"Wo warst du?Deine Eltern haben mir grad eben gesagt,sie müssen weg."

"Weiß ich schon."

Ich schloss die Haustür auf und ging in die Küche.

Daraufhin setzte ich eine Pfanne auf den Herd,goss etwas Öl hinein und stellte die Platte an.

Dann tat ich die Schnitzel rein und ging ins Wohnzimmer.

Nadine hatte mir schweigend zugesehen,doch nun redete sie wieder

"Ey du hast die ziemlich scheiße behandelt,das weißt du schon.Nicht nur heute."

"Warum das?Die hat mich scheiße behandelt,nicht ich sie."

"Du hast sie dauernd abgewimmelt,du hast ihr ne Szene gemacht,weil sie dich nicht im Krankenhaus besuchen wollte,du hast sie weggeschickt und dann ignoriert,du hast-"

"Ja fuck ich habs kapiert!...Ich werd mich bei ihr entschuldigen,okay?!"

"Das wäre wohl angebracht"

"Ja...ich ruf sie an"

Damit ging ich zum Telefon und wählte ihre Nummer.

Sie ging ran."Weißt du was ich denke?Ich denke,das du mir ab jetzt nicht mehr in die Quere kommen solltest.Du bist total scheiße zu mir,vor ca. drei Monaten liebst du mich und jetzt,wo ich weiß das ich das erwidere,machst du dicht und tust mir weh.Also lass mich in Ruhe,du hast in meinem Leben nichts mehr zu suchen.",und damit legte sie wieder auf.

Ich nahm das Telefon vom Ohr und starrte es an.

Lange.

"Was ist passiert?"Nadine stand auf einmal neben mir.

"Sie...verzeiht mir nicht..."

Ich war wie betäubt.Natürlich hatte ich die zwei Monate auch keinen Kontakt zu ihr gehabt,aber das war meine Entscheidung gewesen,wenn sie auch falsch war.

Doch ich hätte das immer beenden können.

Aber jetzt...ich fühlte nichts.Hörte alles wie unter Wasser.

"Jasper?"fragte Nadine unsicher."Alles okay?"

Ich blickte mich um"...ja..."sagte ich leise.

Dann ging ich langsam und schleppend an ihr vorbei.Ich bemerkte es fast gar nicht,wie ich in mein Zimmer ging.

Nadine folgte mir auf den Fuß.

Als ich sie hörte,wandte ich mich ihr zu und sah sie an.

Auf einmal kam mir der Fußboden entgegen.Als nächstes wurde alles schwarz.

HopelessLies diese Geschichte KOSTENLOS!