Kapitel 8- Wünsche

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Saranas Sicht:

Ich hätte heulen können als ich einen schwachen Puls entdeckte.

"Suigetsu, Kimimaro! Sucht einen Unterschlupf! Jugo, hilf mir!" befahl ich.

Jugo hob Sasuke hoch und ich zog meinen Mantel aus und legte ihn über ihn. Ich legte mein Hand an seine Wange. Er war eiskalt.

Ich wurde rastlos. Endlich, nach 10 Minuten, kam Kimimaro zurück und bedeutete uns, ihm zu folgen.

Wir gelangten an einem alten, verlassenen Haus an, Suigetsu wartete schon vor der Tür und führte uns hinein zu einer Couch. Vorsichtig legte Jugo Sasuke ab und ich kniete mich vor ihn. Ich legte ihm eine Hand auf die Stirn und knirschte mit den Zähnen. Er war eiskalt.

"Macht Feuer!" sagte ich monoton und deutete auf den Kamin. Diesmal protestierte nicht einmal Suigetsu als sie loszogen um Feuerholz für den Kamin zu besorgen.

Vorsichtig zog ich Sasukes Shirt hoch und entblöste eine immernoch blutende, tiefe Wunde an seinem Bauch. Ich schnitt den Rest des eh schon zerrissenen Stoffes ab und legte meine Hände vorsichtig über die Wunde.

Meine Hände begannen grün zu leuchten und das Licht floss in die Wunde. Das Blut hörte auf zu fließen und erleichtert atmete ich auf.

Doch die Wunde war tief und mein Chakra fast aufgebraucht.

'Kind, du brauchst mehr Chakra!' drang Minorus tiefe Stimme in mein Gedächtnis.

'Ich kann deine Hilfe nicht annehmen, du weißt das es gefährlich ist es so oft hintereinander zu tun!' zischte ich.

Meine Augenlider wurden schwer, doch ich zwang mich, sie offen zu halten. Plötzlich begann der Smaragd auf meiner Stirn zu Glühen und ich schnappte nach Luft.

Doch da kam mir eine Idee. Ich drückte sacht mit ein bisschen Chakra gegen die Barriere um den Edelstein und riss ein kleines Loch hinein.

Augenblicklich sickerte ein Teil meines angesparten Chakras daraus hervor und gab mir wieder Kraft.

Keuchend schlug ich die Augen auf und sah, das sich auf meiner Haut ein seltsames, purpurnes Muster ausbreitete das hell zu pulsieren schien. Es kam mir eigenartig bekannt vor...

Ich schüttelte den Gedanken ab und konzentrierte mich darauf, die Wunde zu verschließen und die beschädigten Organe zu heilen. Nach einer Weile, hatte ich den Uchiha wieder so weit hergestellt, das ich mir auf jeden Fall sicher sein konnte das er mir nicht unter den Händen wegstarb und ließ mich völlig fertig zurück auf die Fersen sinken. 

Ich versiegelte das kleine Leck in der Barriere wieder und das Muster auf meiner Haut verschwand. Schwer atmend erhbob ich mich und beugte mich über Sasuke um sehen, ob er noch weitere Wunden hatte, doch ich konnte keine finden. 

Meine Augen blieben an seinem Gesicht hängen und ich lächelte traurig. "Irgendwie läuft in dieser Welt absolut Nichts nach Plan..." wisperte ich.

Plötzlich bewegte Sasuke sich stöhnend und ich erstarrte als er kurz blinzelte. Als er die Augen öffnete, waren sie jedoch glasig. Er schaute mich kurz an, und schloss dann wieder die Augen, ein kleines Lächeln umspielte seine Lippen.

"Ich habe mir gewünscht das du zurück kommst, auch wenn ich weiß, dass dies nicht die Realität sein kann, habe ich mir gewünscht, dich noch einmale zu sehen..." flüsterte er.

Ich riss meine Augen auf und eine einzelne Träne lief über meine Wange. Mir wurde bewusst, wie sehr ich sie alle vermisste. Ja, ich war bei meiner waren Familie, und auch wenn es früher das abwegigste war was ich mir vorstellen konnte, liebte ich sie alle.

Meinen Vater, meinen Bruder, selbst mein neues Team hatte ich zu schätzend gelernt, aber es war dochh Konoha wo mein Herz war. 

"Ich wünsche mir das auch, Sasuke, von ganzem Herzen..." wisperte ich.

Auf einmal begann Sasuke sich wild umher zu welzen. Erschrocken hielt ich ihn fest und ich sog scharf die  Luft ein als ich seine Haut berührte.

Sasuke glühte.

"Ryu!" rief ich verzweifelt und sofort kam die weiße Schlange aus einer Niesche hervor. "Halt ihn fest! Ich muss etwas zum kühlen holen!" 

"Hai, Ssssarana-sama!" Ryu wickelte sich um Sasukes Körper und hielt ihn an Ort un Stelle, während ich hektisch nach draußen lief und meine Hände in den tiefen Schnee tauchte.

In dem Moment kamen Suigetsu, Jugo und Kimimaro zwischen den Bäumen hervor und musterten schockiert mein verheultes Gesicht.

"Verdammt! Steht da nicht so rum! Geht rein und macht Feuer!" schnauzte ich und sofort setzten sie sich wieder in Bewegung.

Mit einer Ladung Schnee in beiden Händen, folgte ich ihnen.

Sasukes Sicht:

Der Stalaktik an der Decke der Eishöhle bohrte sich tief in meinen Bauch. Ich hörte Naruto meinen Namen schreien, doch da wurde ich auch schon ins eiskalte Wasser geschleudert und keine Sekunde später brach die Höhle mit einer gewaltigen Explosion zusammen.

Der reißende Strom schwemmte mich immer weiter landeinwärts und die Kälte nagte an meinen Knochen. Wasser drang in meine Nase und meinen Mund, doch mir fehlte ganz einfach die Kraft etwas gegen meine missliche Lage zu unternehmen. 

Langsam driftete ich ins nichts und war mir fast schon sicher, dass dies mein Ende war.

Eine Stimme riss mich aus der Schwärze, doch ich konnte mich nicht dazu überwinden, meine Augen zu öffnen, ich wusste dass es wieder nur ein Traum war.

"Oh mein Gott, bitte sei am Leben!" flüsterte sie. Sie. Sarana. Das Mädchen, das uns alle verraten hatte, für Macht. Und doch gehorchte mein Körper ihr. Mein Herz schlug weiter. Ich fühlte, wie jemand mich vorsichtig hochhob, und meine Wunde begann lauthals zu protestieren, indem sie Schockwellen des Schmerzens durch mich hindruch sendete, doch ehe ein Laut meine Kehle verlassen konnte, war ich wieder eingeschlafen.

....

Ich spürte die Augen von jemandem auf mir. Aber nicht von irgendjemanden. Von ihr. Und obwohl es sich anfühlte, als ob ich unter Flammen stand, schaffte ich es diesmal, die Augen zu öffnen und wusste sofort, das ich irgendwo tief in meinem eigenen Kopf sein musste, aber vielleicht träumte ich auch blos.

Lächelnd schloss ich meine Augen ein weiteres Mal.

"Ich habe mir gewünscht das du zurück kommst, auch wenn ich weiß, dass dies nicht die Realität sein kann, habe ich mir gewünscht, dich noch einmale zu sehen..." flüsterte ich schwach. 

Als ich die Augen geöffnet hatte, hatte ich für einen kurzen Moment wieder das Mädchen gesehen, das sie einmal war, und nicht diese kalte, emotionslose Hülle die sie jetzt war. In ihren Augen lagen wieder Gefühle, offen gelegt wie ein Buch für mich. 

Aber die Sarana von jetzt, würde sich nicht um mich kümmern, sie würde mir wahrscheinlich zur Sicherheit noch ein Kunai ins Herz stoßen, nur um sicher zu gehen das ich wirklich tot war und doch, die Erinnerung an ihr anderes Ich war noch da und ich konnte nicht anders als mir zu wünschen das sie noch da wäre.

Aber sie war genau wie Itachi. 

Langsam verlor ich das Bewusstsein, doch ich hätte schwören können, das sie murmelte.

 "Ich wünsche mir das auch, Sasuke, von ganzem Herzen..."

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Also, er ist NICHT tot wie ihr mitbekommen haben dürftet! ^^

Das Lied an der Seite müsst ihr euch unbedingt dazu anhören, ich finde es passt ganz gut zu dem kapitel! :3

Lasst mich doch außerdem bitte wissen, wie ihr den zweiten Teil bis jetzt findet, damit ich weiß, ob es sich lohnt weiter zu schreiben! :)

Danke an alle Leser! :D

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I DO NOT OWN NARUTO !

(Meine) neue Welt- Gefrorene HerzenLies diese Geschichte KOSTENLOS!