Kapitel 2 "Dann erzähl' sie mir..."

„Was ist eigentlich deine Gabe?“, fragte ich nach einiger Zeit. Inzwischen waren wir mitten im Wald. Genau an dem Hügel, wo Alison mir ihr wahres Wesen gezeigt hatte.

Bei dem Gedanken von Alisons Gestallt lief mir ein Schauer über den Rücken.

… erst jetzt fiel mir auf dass Alison verschwunden war.

„Alison?“, rief ich. „Alison!“

Langsam bekam ich Panik.

„Alison?“, rief ich erneut. Ohne, dass ich es verhindern konnte klang ich verzweifelt.

Plötzlich hörte ich ein Gekicher hinter mir.

Doch als ich mich umdrehte, blickte ich ins Nichts.

„Okey, das ist jetzt echt ein schlechter Scherz.“

„Du bist so eine Spielverderberin.“

Auf einmal wirbelten tausend kleine Funken durch die Luft. Erstaunt blickte ich hinein und sah die Umrisse einer Figur. Und Urplötzlich erschien Alison vor mir.

„Tadaaaaaa!“, rief sie und machte eine Pose.

„Hä?“

„Boa du Dummerchen. Meine Gabe ist es, mich unsichtbar zu machen.“

„Achso…“

„Doch was ist deine Gabe?“

„Keine Ahnung! Und ausserdem wollten wir doch jagen, oder?“

„Ja dann komm doch endlich mal in die Pötte!“

„Du bist echt unmöglich…“, sagte ich Kopf schüttelnd und ging weiter.

Auch wenn es komisch klingt, aber, dass Alison so gut jagen kann, kann ich noch immer nicht glauben.

Alison war flink wie eine Maus und doch so leise wie eine Eule. Ich hatte mir ein paar Füchse gegönnt und Alison sich ein paar Dachse. Wie Alison jagte wusste ich immer noch nicht so genau. Ich glaube, sie raubt den Wesen die Seelen, oder so was in der Art… jedenfalls war sie satt. Das sah man ihr an.

Als Alison und ich wieder zum Balkon meines Hauses gingen, trafen wir auf Jason.

„Hey“, sagte er. „Kann ich Christina mal für ein paar Minuten entführen?“

„Klar“, meinte Alison, wahrscheinlich hocherfreut. „Aber nur für 5 Minuten.“

„Die Zeit läuft“, sagte ich lächelnd.

Doch Jason sagte nichts, sondern nahm mein Handgelenk und zog mich hinaus in den Wald.

„Was wollen wir hier im Wald?“, fragte ich.

„Wir gehen zu einen meiner Lieblingsorte“, antwortete Jason knapp.

Wenig später kamen wir an einem Häuschen an. Es war rostbraun lackiert, mit einem schwarzen Dach.

„Was wollen wir hier?“, wiederholte ich. Doch Jason antwortete nicht, sondern öffnete die Tür zog mich hinein und holte eine Kerze aus der Hosentasche, die sich sofort entzündete.

„Ich bin mit dir hier hin gegangen“, fing Jason an, stellte die Kerze auf den Boden und ging ganz langsam auf mich zu, „um mit dir zu reden.“

„Worüber?“

„Über dich.“

„Ich bin nicht so besonders. Lass uns lieber über doch reden.“, sagte ich, konnte aber nicht verhindern dass ich rot wurde.

Scherben Blume - Life is just beginning TEIL 2 {Vorzeitig abgebrochen}Lies diese Geschichte KOSTENLOS!