Kapitel 55

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Alle Hoffnung oder Gedanken, dass wir das Thema geklärt haben sind zunichte gemacht worden. Ich falle rückwärts gegen die Wand, als er sich an mir vorbeidrückt. "Das musste ich tun.", sagt er barsch. "Tut mir leid Peeta." Peeta! Peeta ist ein paar Schritte zurückgewichen. Auf einmal stürmt Gale voran. Er wirft meinen Plan hin, verwirrung tut sich in mir auf. "Peeta ich.", versuche ich zu erklären. Aber er achtet nicht auf mich und folgt Gale. Und schon wieder gibt es keine Möglichkeit ihm die Situation zu erklären. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch taumele ich hinter ihnen her.

Erst werde ich von dem Licht geblendet. Dennoch kämpfe ich mich vor, an Kisten und Prangern vorbei. Ich weiß nicht wohin. Gale und Peeta haben sich beide einen Trupp Friedenswächtern gewidmet, um diese zu eliminieren. Und ich? Halb benommen taumele ich hier umher. Da fällt mir mein Ziel ins Auge. Katzen. Ihre Augen strahlen in einer hinteren Ecke des Raumes auf. Sie versperren den Weg zu einer Türe. Fauchend und bissig strecken sie mir ihre mutationsmäuler entgegen. Der erste Pfeil trifft eine purpur schwarze Katze. Jaulend fällt sie zu Boden. Angestachelt von dem Tod springen die Katzen nun los und stürmen auf mich zu. Es müssen mindestens 100 oder mehr sein. "Peeta, Gale!", kann ich schreien. Der erste Biss trifft meinen Arm, aber auch diese Katze fällt tot zu Boden. "Halt aus Katniss. Ich brauch noch ne Minute!", schreit Gale. Von Peeta keine Reaktion. "Die Tür!", sagt er. Ich habe es nicht bemerkt, wie er sich mir zur Seite gestellt hat. Käuchend töten wir die Bestien, in der Hoffnung nicht selbst erwicht zu werden. Ihre Krallen sind messerscharf und so groß.... so groß wie die Krallen der Affen beim Jubeljubiläum. Nach einer ganzen Weile ist der Boden blutüberströmt und verzerrte, abgetrennte Glieder liegen leblos in dem Blut. Ich würge, denn dieser Geruch ist definitiv rosig. Wahrscheinlich noch von Snow eine andere Art Mutation, für die er keinen Platz gefunden hat. Mit der Hand vor dem Mund gepresst laufe ich ohne zu achten über die Körper und stoße die Türe auf. Ohne zu sehen, was mich auf der anderen Türseite erwartet, weiß ich es schon. Peeta ist abgehängt und ich traue mich nicht nachhinten zu sehen. Gale muss sich entfernt haben, ich denke da sind nicht nur Friedenswächter oder Katzen, die uns aufhalten sollen. Da erahne ich es. Flaira hällt Peeta und Gale hin. Sie sollen solange beschäftigt sein, bis ich sie gefunden habe. Ein Schauer läuft mir übher den Rücken. Erschöpft und würgend von dem Rosenduft, schleppe ich mich durch die Türe. Der Bogen ist gespannt, abschussbereit. Jedoch keine Angreifer. Hier wird es sein. Hier wird sich entscheiden, ob ich meine Kinder zurück bekomme. Ich schleiche umher, doch es nützt nichts. Ich stehe in einem einzigen Raum. Der Boden spiegelt das grelle Sonnenlicht wieder. Die Bäume bieten Schatten. Bäume? Die Tapete wirkt lebhaft und echt. Wie, als ob ich in mitten einem Feld stehe und die Bäume rinksumher meine Deckung bieten. Keine Frage, diese Bäume sind nicht echt. es ist eher diese Fensterscheibenoptik. Ich habe noch zwei Pfeile. Der eine ist eingelegt und der andere klappert etwas in dem leeren Köcher. Ich laufe zu einer Wand und stelle mich aufrecht hin. Was soll ich hier umherlaufen, wenn es sowieso nichts anderes gibt außer zu warten. "Mom!", höre ich es schreien. Ich atme hastig aus. Ich weiß, dass es nicht echt ist. Mein Gehirn soll manipuliert werden, genauso wie vorhin. Das war nicht Ryes verängstigte Stimme, nein. "Du machst ja gar nichts.", höre ich Flaira sgen. Es ist soweit. Ich rappele mich zusammen und widme mich dem Kampf. Und da treten sie hinein. Sie kommen geradewegs aus den Bäumen auf mich zu spatziert. Ich bin so perplex, dass ich gar nicht handeln kann. Flaira in einem weiten, weißen Seidenkleid, dass aussieht als würde es in Wind wehen. Und daneben. Ein Mädchen. Stark und mutig. Sie trägt einen engen Latexanzug und umhällt einen Bogen. Willow. Ich schrecke zusammen. Mein Gehirn kann dieses Bild nicht verarbeiten. Ich verstehe es nicht. Wieso tötet meine Tochter dieses abscheulische Monster neben ihr nicht? Der Pfeil, eingespannt in der Sehne, vibriert. "Du hast es nicht verdient zu leben.", flüstert Willow und feuert ihren Pfeil in meine Richtung ab. Ich kriege keine Luft und lasse den Pfeil in meinem Bogen los. Er trifft sein Ziel genau durchs Herz. Flaira fällt tot zuboden.Das schöne leichte Kleid färbt sich rot und Willow versperrt mir die Sicht. Sie hockt vor Flaira und weint bitterlich. Sie rüttelt an ihr und möchte sie wieder zum Leben erwecken, doch es ist sinnlos. Verwirrt und desorientiert, falle auch ich zu Boden. Ich habe es nicht gemerkt, wie auch Willows Pfeil sein Ziel getroffen hat. Das letzte was ich sehe, ist eine wütende Willow, die mich finster und hasserfüllt anblickt.

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