Kapitel 12

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Ich drehe mich um und sehe einen noch schlafenden Harry neben mir liegen. Ich setze mich auf und reibr mir den Kopf. Langsam stehe ich auf und schwanke. Ich bin nur noch in Unterwäsche, was heißt, dass Harry mich ausgezogen hat. Damit habe ich aber kein Problem, da wir ein Verhältnis wie Geschwister haben. Ich stütze mich mit meinem Arm an seinem Schrank um mir die Hose anzuziehen. Ich springe etwas hoch und ziehe sie dabei nach oben. Mühevoll zerre ich meinen Reißverschluss nach oben um anschließend meinen Knopf zu zu machen. "Was machst du da?", Harry's raue Morgenstimme lässt mich aufschrecken. "Ich ziehe mich an, was denkst du" "Naja, sieht nicht ganz so danach aus haha" Ich sehe ihn mit einem eingeschnappten Blick an. "Komm her, wir schlafen noch etwas" Er hat Recht, Schlaf würde jetzt gut tun. Während Harry sich in seinem Bett wälzt, ziehe ich mir wieder meine Hose aus und lege mich zu ihm.

Ich werde wach als ich etwas fallen höre. Langsam blinzele ich und als ich meine Augen öffne, steht Gemma in Harrys Zimmer. Super, sie denkt sich jetzt bestimmt irgendetwas, da Harry und ich in Unterwäsche zusammen im Bett liegen. Leicht unangenehm ist mir das schon. Ich meine, es ist nicht gerade toll wenn die Schwester deines besten Freundes ins Zimmer kommt und euch im Bett sieht. Aber da wir ja wirklich nicht mehr als Freunde sind, scheint das ganze noch komischer. Harry scheint ebenfalls wach geworden zu sein. "Gemma! Was machst du hier drin? Ich habe dir schon einmal gesagt da-" "Kinder, was ist denn hier los? Wieso schreit ihr denn hier so ru-?" Ok. Es wird immer peinlicher. Zuerst Gemma und jetzt auch noch die Mutter. Harry richte sich entsetzt auf. "Mum? Was willst jetzt auch du noch hier drin? Ist das euer fucking Ernst? Raus hier! Alle beide!"

Ich bin zu geschockt von der Szene gerade. Nachdem Harry seine halbe Familie aus seinem Zimmer geworfen hatte, kommt er langsam wieder zum Bett, an dem ich mich bereits aufgesetzt habe. Was denken sich sie beiden jetzt wohl nur. Das Schlimme ist, dass wir wirklich nur Freunde sind aber da die Beiden uns jetzt so gesehen haben werden sie sich ihren Teil denken. Ich glaube, die Röte ist mir ins Gesicht geschrieben. Sowas erlebt man nicht alle Tage, dass die Schwester und Mutter deines Freundes reinkommen, einen in Unterwäsche im Bett sehen, sich jetzt wahrscheinlich irgendetwas denken und das obwohl wir nur Freunde sind. "Was.war.das?" Harry kratzt sich verlegen am Hinterkopf. "Ich weiß auch nicht. Ich habs ihnen schon tausendmal gesagt", genervt rollt er die Augen. "Was die sich jetzt wohl denken" "Was meinst du?" "Naja, wir Beide, in Unterwäsche, in deinem Bett?" "Achwas, die sind das gewohnt von mir", sagt er als er nebenbei ein T-Shirt überzog. Was? Seine Familie ist gewohnt, dass sie ihn mit einem Mädchen im Bett sehen? Also hat er mehrere? Ich dachte dass-? Ohmann.

Harry PoV

Lessie scheint aufeinmal sehr blass und total in Gedanken verloren. Sie sammelt ihre Klamotten zusammen und macht sich auf den Weg aus meinem Zimmer hinaus. "Tut mir Leid, aber ich muss gehen" Langsam öffnet sie die Zimmertür und lässt all ihre Klamotten davor fallen um sich anzuziehen. "Lessie? Was ist los?" "Harry, lass es einfach. Es ist schon ok" "Aber was is-" "Ich gehe jetzt, tschüss" Sie läuft hektisch die Treppe hinter, ich sehr ihr hinterher und als sie über ihre Schulter zurück sieht, kreuzen sich unsere Blicke. Sie schaut auf den Boden und rauscht davon. Dann höre ich nur noch ein Knallen der Haustüre. Mit einer Hand streife ich die Haare von meiner Stirn nach hinten. Gemma kommt von unten auf mich zu und gerade als ich in mein Zimmer gehen will hält sie mich am Arm. Sofort zerre ich meinen Arm aus ihrer Hand, woraufhin sie mich entgeistert ansieht. "Harry..." Ihre Stimme ist nicht mehr als ein Geflüster. "Ich dachte du machst das nicht mehr..." Ich weiß genau was sie meint weshalb ich es nicht schaffe ihr in die Augen zu sehen. "Noch vor ein paar Wochen war sie ein normales Mädchen. Sieh nur, was du in kurzer Zeit mit ihr getan hast." Noch einmal sieht sie mich voller Enttäuschung an um anschließend davon zu gehen.

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