07: "Ich muss dir was gestehen."

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Mara schloss die Tür hinter sich und wunderte sich über das komische Gefühl in ihrem Bauch, welches sich bei dem Gedanken an Jeremys Lächeln breitmachte. Was war denn mit Jeremy los? Er war der Bad Boy der Schule, was wollte er von ihr? Er hatte sie vorher nie beachtet und seit der Party am Wochenende wollte er sie permanent sehen. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er sie wirklich auf einmal mochte. Und jetzt sollte sie doch wirklich heute Abend zu ihm gehen. Er würde kochen! Wer hätte gedacht, dass Jeremy Snowden, das Arschloch der Schule, kochen kann?! Mara sicher nicht.

Sie ging in ihr Zimmer und legte sich erschöpft auf ihr großes Bett. Es klopfte an der Tür und sie setzte sich auf.

"Herein?", sagte sie und der Kopf ihrer Stiefmutter schaute durch die leicht geöffnete Tür.

"Hi Süße, ich wollte dir nur sagen, dass wir wieder da sind."

Mara lächelte. "Okay, lief es gut?"

Elaine nickte und erwiderte ihr Lächeln. Elaine und Maras Vater Bruno haben vor zwei Jahren geheiratet und Mara hatte ein sehr gutes Verhältnis zu ihr. Ihre Mutter war vor sieben Jahren verstorben und Mara redete eigentlich mit niemandem darüber, außer Emma. Mara vermisste ihre Mutter sehr, aber Elaine versuchte, ihr so gut es ging, eine liebevolle Mutter zu sein.

"Ich habe dir eine Suppe gemacht, falls du Hunger hast."

"Danke, ich komme gleich runter", erwiderte Mara und Elaine verschwand aus ihrem Zimmer.

Sie war mit ihrem Vater eine Woche in München gewesen, weil dort ein paar Meetings stattgefunden hatten. Elaine war die Assistentin von Maras Vater gewesen -klischeehaft, nicht?- und deshalb begleitete sie ihn jedes Mal, wenn wieder ein Meeting oder eine Konferenz in einer anderen Stadt oder Land stattfand. Maras Vater Bruno arbeitete sehr viel, deshalb bekam er nur die Hälfte ihres Lebens mit. Er kompensierte das mit Geld und großen Geschenken. Als könne man Liebe erkaufen! Aber sie nahm es ihm nicht übel, er hatte sich erst in die Arbeit gestürzt, nachdem ihre Mutter verstorben war.

Mara zog sich gemütliche Klamotten an und ging nach unten, wo ihr Vater und Elaine schon auf sie warteten.

"Hallo mein Engel", begrüßte Bruno sie und gab ihr einen Kuss auf den Scheitel.
"Ich habe eine Überraschung für dich."

Eine Überraschung? Na hoffentlich war es kein Auto, so wie alle jungen Leute in den Büchern bekamen, deren Eltern mehr Geld hatten. Mara schaute zu ihrem Vater auf.

"Und? Was ist es?"

Ein wenig neugierig war sie, denn ihr Vater hatte ihr bisher immer tolle Sachen geschenkt.

"Mach die Augen zu und gib mir deine Hand."

Mara tat wie ihr gesagt wurde und wartete, was passierte. Sie spürte etwas in ihrer Hand, das etwa so groß war wie ein Stift, nur war es dicker und hatte ein paar Spitze Kanten.

"Jetzt kannst du die Augen öffnen", sagte Elaine und Mara machte es.

Sie hatte ein kleines Spielzeugflugzeug in der Hand und schaute verwundert zwischen Elaine und ihrem Vater hin und her.

"Ein Flugzeug?"

"Ja!" warf ihr Vater gleich ein. "Das steht symbolisch für einen Urlaub deiner Wahl und einer Begleitung deiner Wahl. Du musst nur ein paar Wochen vorher Bescheid sagen und dann buche ich alles für dich und die Person, die du mitnehmen möchtest. Ihr bekommt dann natürlich auch noch ein wenig Taschengeld mit."

Maras Vater lächelte bis über beide Ohren und Mara war erstaunt.

"Dankeschön!", brachte sie heraus und umarmte beide.

Bad Boy in love? Never! -Abgeschlossen- // wird überarbeitet!Lies diese Geschichte KOSTENLOS!