Hey Leutis,

ja, hier kommt Kapitel 5. Öh ... Ja ... Was soll ich groß sagen ?? Wie immer bitte kommentieren & voten. Nochmal danke fürs Lesen !!
Viel Spaß beim Kapitel !! ;***

Eva xoxo

Kapitel 5

"Okay, dann sehen wir uns morgen!", verabschiedet Nina sich. Ich winke ihr zu und sehe ihr nach, bis ich sie nicht mehr zwischen all den Menschen hier am London Airport ausmachen kann. Einen Moment lang stehe ich einfach nur da und starre auf den Boden. Ist das nicht verrückt? Einfach mal so nach London zu fliegen? Zu einem Mann, den ich kaum kenne? Drehe ich jetzt total durch? Ich seufze. Es bleibt mir wohl nur, erstmal wohl oder übel zu meinem Vater zu ziehen. Ich zerre meine zwei schweren Koffer hinter mir her und schleppe mich zur Tube. Nach einer langen, nervenaufreibenden Fahrt ( wobei ich dreimal bei der falschen Station ausgestiegen bin) komme ich endlich müde und gereizt am Bahnhof King's Cross am. Ich setze mich auf meine Koffer und halte Ausschau nach Joe. Da tippt mich jemand von hinten an. "Entschuldigung", meint er mit einem starken Akzent, "weißt du zufällig welche Bahn ich zur Bakerstreet nehmen muss?" "Tut mir leid, ich bin aus Seattle. Ich bin praktisch erst gerade gelandet!", antworte ich höflich. Jetzt sehe ich erst in sein Gesicht. Und mir klappt der Mund auf. Mein Gegenüber ist etwa 16 Jahre alt, hat große, blaue Augen und blondes Haar. Sein Lächeln wirft mich um. Es ist so unglaublich freundlich und strahlend, dass ich fast nach Luft ringe. Seine Augen weiten sich als ich zu ihm hochsehe. Einen Moment lang sehen wir uns gegenseitig sprachlos an. Mein Kopf fühlt sich an als wäre er in der Badewanne gelandet. So warm wird mir innerlich, als ich in die Augen dieses perfekten Jungen blicke. Ich fühle mich so wohl wie schon lange nicht mehr. Ihm scheint es genauso zu gehen, denn er lächelt mit geöffnetem Mund und sieht mir die tief in die grünen Augen. "Hey", bricht er schließlich die Stille. "Hey!", bringe ich hervor. "Ähm, ich bin Rose. Und du?" "Ich heiße Niall", grinst der Typ. "Du hast gesagt, du kommst nicht aus London. Woher denn dann?", erkundige ich mich nun wieder etwas lockerer. "Ich komme aus Irland. Und du kommst aus Amerika? Wow, da wollte ich schon immer mal hin." Irland, das erklärt seinen starken Akzent. "Rose?" Was? Hat er gerade was gesagt? Äh, was hast du gesagt?", frage ich verwirrt nach. Er grinst wieder. "Ich habe dich gefragt, was dich nach London treibt." "Oh ... Ähm, das ist eine lange Geschichte... Ich will dich jetzt nicht damit nerven." "Ich hab Zeit", meint Niall schulterzuckend. "Gut ... Ich wollte schon immer mal bei X Factor mitmachen, und da mein Vater, der hier wohnt, vor ein paar Wochen überraschend aufgetaucht ist, habe ich die Gelegenheit eben genutzt. Und was macht ein Kobold in London so?", frage ich kokett. Er lächelt ein bisschen. "X Factor, hm? Na ja, dann haben wir wohl den gleichen Plan." "Echt?", frage ich überrascht. "Warum hast du dann nicht beim Casting in Dublin mitgemacht?" "Warum bist du extra nach London geflogen?", fragt er im Gegenzug. Okay, da hat er recht. Natürlich gibt es auch in Amerika X Factor, aber ich wollte immer schon mal nach London, und da Joe jetzt aufgetaucht ist haben die Dinge sich eben gewendet. Einerseits kann ich mir meinen größten Traum erfüllen, andererseits lerne ich auch Joe dabei ein bisschen kennen. "Gibst du mir deine Nummer?", fragt Niall mich plötzlich. Ich zucke zusammen und sehe ihn dann erstaunt an. Wie ein Player ist er mir noch nicht vorgekommen, eher jemand, der schüchterner ist. Aber gut, dann sparen wir und das peinliche Schweigen. "Klar", lächele ich ihn an. Er wird ein bisschen rot und senkt den Blick. Ich grinse in mich hinein, die Typen waren doch alle gleich. Ich durchwühle meine Handtasche nach meinem Handy. "Okay ... Bereit?" Nachdem ich meine Nummer diktiert habe, gibt er mir auch seine, dann küsse ich ihn leicht auf die Wange und verabschiede mich. Ich drehe mich noch einmal verstohlen um: Niall ist tomatenrot angelaufen und grinst vor sich hin. Plötzlich werde ich von etwas total umgeschubst und gehe samt noch offener Handtasche mit einem leisen Aufschrei zu Boden. "Oh Mann, tut mir echt leid", entschuldigt sich eine recht dunkle Jungenstimme. Ich rappele mich wütend auf ud will dem Rüpel erstmal eine Standpauke halten, bis er an mein Kinn packt und mein Gesicht zu seinem dreht. Und zum zweiten Mal an diesem Tag werde ich schier überwältigt von einem Gesicht, das dem eines Gottes würdig wäre. Diesmal sind es süße braun Locken, die wild vom Kopf abstehen und unglaublich grüne Augen. Dieser hier ist auch etwa 16 Jahre alt. Offenbar weiß er genau, wie er aussieht, denn er grinst mich an und hat ganz offensichtlich den Flirtmodus angestellt. Auch hier fehlen mir zunächst die Worte, dann nimmt er mir den hässlichen Anfangspart ab ( auch zum zweiten Mal heute) und stellt sich vor. "Hallo. Ich bin Harry Styles. Das tut mir echt leid, dass ich dich umgeworfen habe." Das ist so zweideutig, dass ich mich für einen kurzen Moment nicht mehr unter Kontrolle habe. "Du bist auch so ein Flirter wie wir sie in Seattle zu Dutzenden haben." Er sieht mich etwas komisch an, dann realisiere ich gerade erstmal was ich gesagt habe. Meine Augen weiten sich und ich entschuldige mich schnell:" Oh, tut mir leid wenn ich dich gekränkt habe, ist nur so ne Angewohnheit aus Seattle." Na toll, jetzt denkt er auch noch dass ich damit prahle aus Amerika zu sein. Anscheinend bringt dieser Harry mich total aus dem Konzept. Ich rette die Situation mit meinem Namen. "Ich bin übrigens Rose. Schön dich kennen zu lernen, Harry." "Warum bist du aus Seattle hierhergekommen? Das ist doch sicher ein ziemlich langer Flug gewesen, oder?", fragt er ohne Umschweife. "Äh, nun ja, ich ... Ich nehme an X Factor teil." Harry hebt etwas belustigt die Augenbrauen. Jetzt, müde und fertig vom langen Flug, bin ich etwas empfindlicher als sonst. "Was ist daran so witzig?", fahre ich ihn scharf an. "Na ja, abgesehen von der Tatsache, dass du lieber modeln gehen solltest, nehme ich auch teil", antwortet er trocken. Mir klappt der Mund auf. Harry nimmt auch teil? "Wow, dann habe ich schon heute mit dir drei Konkurrenten kennen gelernt", murmele ich. "Ach ja? Wer sind denn die anderen?", will der Lockenkopf wissen. "Also, die erste war Nina Duffteal, dann gerade vor fünf Minuten Niall, und jetzt du." "Nina Duffteal?", hakt er erstaunt nach. "Aber..." "Ja ich weiß. Aber sie will was ohne Daddys Hilfe schaffen, sagt sie." Mit hochgezogenen Augenbrauen nickt Harry langsam. "Und ... wie steht‘s mit deiner Nummer?", frage ich charmant. "Na ja ... So etwas Wertvolles musst du dir verdienen ..." Ich glaube der hat den Schuss nicht gehört. Verdienen? Soll das ein schlechter Scherz sein? Er soll mir gefälligst einfach seine Nummer geben und weg bin ich. "Und wie soll ich mir die deiner Ansicht nach verdienen?" Er grinst mich an, und plötzlich weiß ich was jetzt kommt. "N-", versuche ich zu protestieren, doch Harry, die Player, hat schon seine Lippen auf meine gelegt. Erstaunlicherweise küsst er mich sanft, nicht etwa drängend oder aggressiv. Ganz sanft küssen wir uns. Er löst sich, doch ich schlinge meine Arme um seinen Nacken und ziehe ihn näher zu mir heran. Wieder legt er seine Lippen auf meine, und ich spüre wie er grinst. Da durchfährt mich ein Ruck, und ich werde von Harry weggerissen. Zwei starke Arme haben sich um meine Hüfte gelegt und halten mich fest. "Hey!", schreie ich und trete um mich herum. Wider erwarten werde ich auf den Boden abgesetzt und drehe mich blitzschnell um. Dem Angreifer gebe ich eine schallende Ohrfeige. Niemand stört mich beim Knutschen! Das ist etwas was ich überhaupt nicht leiden kann. Erst jetzt erkenne ich wer sich da die Wange reibt. Joe! "Was sollte das denn werden?", brülle ich herum. Die Passanten werfen mir komische Blicke zu, aber das bin ich inzwischen gewöhnt. Auf einmal geht mein Daddy zu Harry und packt ihn am Kragen. "Du. Fasst. Nie. Wieder. Meine. Tochter. An. Verstanden?!", knurrt er. Ich springe auf ihn zu und reiße ihn weg von Harry, der mit offenem Mund dasteht und die Szene beobachtet. "Sag mal, geht‘s noch! Was führst du dich hierauf wie ein wilder Stier!", schreie ich und stemme entschlossen die Arme in die Seiten. "Du wolltest das?", fragt mein supertoller Vater verdutzt. "Denkst du, ich hätte ihn sonst heilgelassen? Ich bin aus Seattle und nicht aus einem kleinen Dörfchen! Bei uns geht auch schon so manches ab!" Joe starrt mich noch einige Sekunden an bevor er sich an Harry wendet. "Wie gesagt: Wage dich nie wieder so nahe an meine Tochter ran, sonst wünscht du dir mit Sicherheit, nie geboren zu sein!" "Bist du betrunken? Was schnauzt du hier so rum! Oh Mann, du bist so was von peinlich!" Mit diesen Worten schubse ich ihn weg. "Warte am Snackautomaten auf mich", weise ich ihn funkelnd an. Joe grummelt noch ein paar unverständliche Worte bevor er Gehorsam beweist und zum Automaten schlurft, gerade so außer Reichweite. Kaum ist er weg, zieht Harry mich schnell an sich und drückt mir einen letzten Kuss auf die Lippen und einen Zettel in die Hand. Dann geht er ohne ein weiteres Wort davon.

First Love Narry (1D FF)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!