Kapitel 4

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Mittlerweile waren schon 2 Monate vergangen. Das neue Pferd war da. Und ich bin immernoch nicht geritten. Ich weine manchmal noch, und gehe nur noch selten in den Stall. Meine Eltern und Hannah versuchen immer wieder mich aufzumuntern und mich zu überreden, wieder zu reiten. Doch ich streite immer wieder ab. Es hat mich so verletzt als Chayo nicht mehr da war. Ich fühlte mich so einsam.

Mein Vater kommt mit dem neuen Pferd nicht zurecht. Er meint, wenn ich möchte kann ich es haben. Aber ich möchte kein Pferd mehr. Ich will nie wieder reiten.

Heute ist Samstag, ich habe nichts mehr vor und deswegen wollte ich mir das neue Pferd mal anschauen. Eigentlich wollte ich nichts mehr mit Pferden zu tun haben. Aber die Neugier siegte, da ich unbedingt wissen musste wie sie aussieht. Also ging ich in den Stall und dort stand sie. Die wunderschöne Araberstute. Sie hat graues Fell. Ich öffnete die Box und begab mich zu ihr hinein. Sie ist ganz ruhig. Ich verstehe nicht warum mein Vater nicht mit ihr klar kommt. "Weißt du...vor 2 Monaten hatte ich auch noch ein Pferd... du bist fast so hübsch wie er. Es war ein Appaloosa und er hieß Chayo. Ich liebte ihn sehr. Er war mein Ein und Alles. Doch ich habe ihn leider verloren. Ich habe mir geschworen nie wieder zu reiten, was ich auch noch nicht getan habe." erzählte ich Soraya. Omg jetzt rede ich schon mit einem Pferd. Es half aber irgendwie. Ich fühlte mich nicht mehr so einsam. Ich setzte mich ins Heu und Soraya sank ihren Kopf zu mir. Ich streichelte sie und ihr schien es zu gefallen. Ich erzählte ihr noch mehr...über Hannah, über meine Eltern und natürlich auch über Jonas. Sie hörte mir zu, und das fand ich gut. Ich fühlte mich besser. Ich konnte jemandem einfach mal mene Meinung sagen, und alles was mich bedrückte. "Ich verstehe nicht warum mein Vater nicht mit dir zurecht kommt." flüsterte ich ihr ins Ohr. Ich hatte noch die Leckerlis in meiner Tasche, die eigentlich für Chayo waren. Aber da er sie nicht fressen wird, bekommt sie Soraya. Ihr scheint es zu schmecken, denn als die Leckerlis leer waren suchte sie in meinen Taschen nach weiteren Leckerlis. "Tut mir leid, das war alles!" lächelte ich sie an. Ich fühlte mich so verbunden zu ihr. Ich hatte das Gefühl ich kenne sie schon ewig.

"Hey Bea... lange nicht mehr gesehen...Wie geht es dir? Und das mit Chayo tut mir leid!" hörte ich eine Stimme hinter mir. Es war Jonas. "Hey...ja...nicht sehr gut, und danke." Antwortete ich. "Kann ich rein kommen?" fragte er. Zu meiner Überraschung sagte ich nicht nein, sondern klopfte einfach nur neben mich auf das Heu, was Jonas sagte, das er sich zu mir setzen kann. Er setzte sich also neben mich und wir erzählten ein bisschen. Was ich wirklich komisch fand, da wir noch fast nie mit einander geredet haben. "Wirst du Soraya behalten?" fragte er neugierig. Ich wollte ihm eigentlich nichts sagen, entschied mich aber dann für ein "Ich weis es noch nicht..". Soraya gibt mir so viel Vertrauen. Sie ist wunderschön. Sie hat mir zu gehört, als ich jemandem zum reden brauchte. Es fühlt sich so an, als würde ich sie schon ewig kennen. Aber warum kam mein Vater nicht mit ihr klar? Sie ist braf wie ein Lamm. "Wenn du reden willst bin ich für dich da.." sagte mir Jonas dann auf einmal. Das hätte ich nicht erwartet. Ich drehte mich um und schaute ihm genau in die Augen. Mir ist nie aufgefallen das er so wunderschöne Augen hatte. Sein Kopf kam langsam auf mich zu. Nurnoch wenige Zentimeter trennten unsere Gesichter. Und dann geschah es. Seine weichen Lippen lagen plötzlich auf meinen und es fühlte sich so gut. Ich erwiderte den Kuss, was ich selbst nicht glauben konnte. Ich löste mich von Jonas und sagte "Es ist besser wenn du jetzt gehst.." . Ich sagte es nicht mit einem bösen Ton, sondern ganz sanft. Er nickte kurz und ging dann. "Hast du das gesehen?" fragte ich Soraya mit einem Grinsen im Gesicht. Ich konnte Jonas doch garnicht leiden! Oder vielleicht doch? Er war so nett zu mir! Daraufhin gab Soraya ein leises Wihern von sich. Ich musste kurz lachen, was erstaunlich war, denn eigentlich war mir garnicht zum lachen zumute. Ich glaub, ich saß schon seit 2 Stunden bei Soraya. Aber es war toll. Ich fühlte mich so geborgen bei ihr. Vielleicht überlege ich es mir ob ich sie behalte. Immerhin gibt sie mir so viel Mut. Es war schon spät und ich wurde immer müder. Ich legte mich ins Heu neben Soraya, die sich mittlerweile auch hinlegte. Sie ging mit ihrem Kopf nochmal an meinen und schon schlief ich ein...

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Tut mir leid aber das Kpitel ist auch nicht wieder so lange :/ Ich versuche das nächste Kapi wieder länger zu schreiben! ;)

Tut mir leid wegen den Zeiten D: ich habe nämlich manchmal in Vergangenheit und manchmal in Jetzt-Zeit geschrieben :/ hoffe das es nicht so schlimm ist :)

Und wie findet ihr die Geschichte bis jetzt? Bitte kommentieren&voten :) freue mich immer riesig <3

Indem Fall wieder ein großes Dankeschön an Cavallio <3

Was meint ihr wie es Jonas jetzt geht??

Juhuuu schon 13 Leser :D

eure Annika- :*

Then he came...- eine PferdegeschichteWo Geschichten leben. Entdecke jetzt