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Jungkook PoV.

Autsch, das hat wehgetan.

“Was willst du denn jetzt? Kann ich nicht einfach mit meinen Freunden was unternehmen? Ich kann ja auch nichts dafür, dass sie gerade dich mögen müssen.”

“Sag mal, was soll das denn jetzt heißen? Ich würde Mal sagen, dass ich zuerst eingeladen wurde!”, versuchte er zu kontern, doch ich grinste nur.

“Achja? Und wann?”

“Wann denn du?”

“Vierte Stunde! Hast du nicht gesagt! Hör auf, das Gleiche zu sagen, wie ich!”, riefen wir wütend gegeneinander, gleichzeitig aus. Unsere Freunde sahen uns wahrscheinlich gerade beim Streiten zu, das war mir aber egal. Ich kann Taehyungs angepisste Seite nicht mehr ertragen, vielleicht sollte man ihm dies Mal ordentlich mitteilen!

Taehyung starrte mich wütend an, ich starrte genauso zurück, bis ich das Wort wieder erhob: „Weißt du Taehyung! Ich würde dich heute echt ignorieren, damit unsere Freunde wenigstens etwas den Tag mit uns genießen können! Aber du fängst ja sofort an zu streiten! Alter das ist richtig beschissen von dir, Ja?!“

„Jetzt hör mir mal zu Jungkook, das ist doch das, was du am besten kannst! Ignorieren! Du ignorierst, was genau vor dir abläuft, du ignorierst, was du fühlst, du ignorierst, was bei uns passiert ist, du ignorierst, was ich zu dir gesagt habe und das schlimmste ist: Du ignorierst MICH!“

„Wer hat den angefangen, mit den eiskalten Blicken, HE? Ich garantiert nicht! Ich hätte ja sogar mit dir darüber geredet! Ich hätte über wirklich alles mit dir geredet! Weil mir klar geworden ist, dass wir vielleicht doch mal alles klären sollten, aber wer ist mir denn die ganze Zeit aus dem Weg gegangen? Überleg mal! Du! NUR DU WARST DER, DER IGNORIERT HAT!“, rief ich dann laut aus und trat näher an ihn heran. Wütend sah er mir direkt in die Augen.

„DAS STIMMT DOCH GAR NICHT! Du kleine Ratte! Ich wollte auf dich zugehen, aber du warst ja mehr damit beschäftigt, Lisa davon zu erzählen, wie FALSCH ALLES IST! WIESST DU, WIE SCHMERZHAFT ES IST, SOWAS ZU HÖREN? VERDAMMT JUNGKOOK, MEIN HERZ, ICH, MEIN KOPF, EMPFINDEN WAS FÜR DICH UND DU MACHST ES JEDES MAL AUFS NEUE KAPUTT!“

Nun trat auch Taehyung näher und packte mich an meinem Hemdkragen. „WEISST DU EIGENTLICH, WIE SCHMERZHAFT DAS IST?“

„TAEHYUNG. Betrachte doch mal die Fakten! Es ist falsch! Niemand sieht das so vor! NIEMAND WÜRDE UNS AKZEPTIEREN. NIE. ES IST FALSCH. VERSTEH DAS DOCH!

Ich konnte es mir nicht nehmen, kurz auf seine Lippen zu schauen... sie waren perfekt um ihn jetzt einfach… JEON JUNGKOOK! BEHALTE DEINE GEDANKEN IM ZAUN DU DARFST DIESE FREUNDSCHAFT NICHT GEFÄHRDEN!, rief mich meine innere Stimme zurecht.

Aber sie ist doch schon kaputt. Wie wäre es mit Einsicht?

Was soll ich denn einsehen?

Akzeptier Taehyung doch als deinen Freund!  

Er hasst mich! „ER HASST MICH!“, rief ich meinem inneren Ich zu, bevor ich mich überhaupt stoppen konnte. Taehyung sah mich kurz verwirrt an, änderte seinen Blick darauf gleich wieder zu einem verletzten.

„Jungkook…“, hauchte er und strich mit einer Hand über meine Wange, die andere immer noch an meinem Kragen. „Ich hasse dich nicht. Ich habe mich in dich verliebt und du hast mir mein Herz entrissen und es kaputt getrampelt.“, sagte er bedrohlich ruhig, ließ meinen Kragen los und rannte davon.

Tränen liefen über meine Wangen, eine nach der anderen.

"Kleiner...", begann Namjoon, wurde aber von Jin unterbrochen. "Schatz... Lass mich reden...", sagte er und richtete sich an mich. "Jungkook, ich kenne diesen Blick. Geh ihm hinterher. Akzeptier', was du fühlst. Es ist an der Zeit, dies zu tun."

Und irgendwie legte sich ein Schalter in meinem Kopf um.

Ich muss ihm hinterher.

Ohne noch ein Wort zu verlieren, lief ich los, ich wusste genau wohin ich musste.




Written by: lgella

boyslove [taekook]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt