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Kapitel 48

Hand in Hand liefen ich und er durch den Park. Seine Haare fielen ihm etwas wirr in die Stirn, also zog ich ihn zu mir und strich sie zur Seite, während er seine Hand an meine Hüfte legte und mir einen Kuss auf die Wange gab.

„Ich liebe dich, und ich bin froh, dass wir endlich alles geklärt haben, Jungkook." Ich könnte dahin schmelzen. Seine Stimme ist so samt weich, wenn er das sagt, doch dennoch so tief, dass er mir eine Gänsehaut am gesamten Körper beschert. Womit habe ich ihn nur verdient? Er ist ein Engel auf Erden. Ich sollte Lisa danken, dass sie mich und ihn unter einem Vorwand in den Park gelockt hat. Wir hätten uns sonst nie aussprechen können.

„Ich liebe dich auch, Taehyung." „Weiß ich doch!", grinste er mir dann mit seinem altbekannten Grinsen entgegen, woraufhin ich ihm auf die Brust haute. „Pabo! Sei mal nicht so überheblich!"

„Ach komm schon, my Kookie, ich weiß genau, wie sehr du das an mir magst. Deswegen sind wir damals Freunde geworden!" „... und jetzt sind wir zusammen!", lächelte ich und versteckte meine Hände in seinen Jackentaschen. Er legte seine an meine Wangen und zog mein Gesicht näher zu seinem.

„Jetzt sind wir zusammen, das stimmt. Und das werden wir auch bleiben." Lächelnd überbrückte ich den letzten Zentimeter zwischen unseren Lippen und berührte seine, nahm meine Hände aus seiner Tasche und legte sie um seinen Nacken, um ihn näher zu mir zu ziehen.

Ich spürte, wie er mit seinen Händen weiter nach unten strich und sich meinem Po näherte. Als er dann auch noch Spitzbübisch hinein kniff, keuchte ich auf und unterbrach den Kuss. „Taehyung..."

Er sah mir nur erschrocken an. „Kookie? Geht es dir zu schnell? Ich weiß, wir haben gesagt, wir wollen es langsam angehen. Oh man, es tut mir leid! Geh nicht okay?", ratterte er sofort runter, weswegen ich ihn einfach nur kurz wieder zu mir zog und küsste.

Die schönste Art, einen Menschen zum Schweigen zu bringen...

„Alles okay, Taehyung, beruhige dich... das... hat mir gefallen, aber wir sind immer noch in einem Park und werden sowieso schon schief angeschaut..." „Omo! Du bist ja ganz rot. Mein Freund ist verlegen!" Sofort zog Taehyung mich wieder nah an sich ran und raunte einen Satz in mein Ohr, der mir erneut Gänsehaut verschaffte und mich noch röter werden ließ.

„Dann lass uns doch auf schnellstem Wege ins Internat gehen, ich denke, da könnten wir unser Tun ungestört fortsetzen!", flüsterte er mit rauer Stimme in mein Ohr. Dass er es danach noch küsste, brachte mich natürlich überhaupt nicht aus dem Konzept. Gar nicht.

„Gern."

Schnell liefen Taehyung und ich nach Hause, es war inzwischen dunkel geworden.

Kaum hatten wir das Internat betreten, zog er mich an sich und küsste mich verlangend. Ich ging ein paar Schritte rückwärts, bis ich irgendwann eine Wand im Rücken verspürte, an die ich mich lehnte und Taehyung nur noch näher an mich zog. Seine Zunge strich über meine Lippen, gefolgt von einem leichten grinsen. Auch ich grinste etwas, bevor ich meinen Mund bereitwillig öffnete und nun gegen ihn und seine Zunge einen Kampf der Dominanz ausübte...

... den ich kläglich verlor.

„Jungkook! Taehyung! Was macht ihr denn da?!", rief auf einmal eine männliche, jedoch hohe Stimme. Jimin.

Taehyung und ich lösten uns, rückten jedoch nicht voneinander ab. „Ehm... knutschen? Wonach siehts denn aus?", fragte mein Freund dann grinsend unseren guten Freund, welcher etwas rot im Gesicht war und seine kleinen Finger verknotete.

„Hm... ihr solltet aber am besten nicht... von einem der Aufseher erwischt werden, wollt ihr nicht lieber in einem eurer Zimmer weiter machen?"

„Jimin, das ist eine fantastische Idee! Tschüüüss!", rief Taehyung auch schon aus, hob mich kurzer Hand hoch und rannte mit mir zu den Treppen. Ich war so erschrocken, dass ich dem Mochi nur noch winken konnte.

In meinem Zimmer angekommen, wurde ich gleich erneut an eine Wand gedrückt. Die Tür fiel hinter uns ins Schloss und ich kam beinahe sofort wieder mit seinen Lippen in Berührung. Nur diesmal begann er meinen Hals zu küssen.

„Taehyung... ah..." „Ja?", hauchte er und biss sanft in meinen Hals.

„Lass uns bitte zum Bett..." „Liebend gern."

Erneut hob er mich hoch, diesmal jedoch mit dem Unterschied, dass ich meine Beine um seine Hüfte legte und seine Hände ihren Platz an meinem Arsch fanden. So trug er mich zum Bett, ich schloss meine Augen, als er mich dort ablegte. Doch er folgte nicht. „Taehyung?", fragte ich verwirrt, doch keiner antwortete.

Als ich meine Augen wieder öffnete, war er weg, ich lag in meinem Bett, in Schlafsachen, die Sonne schien in mein Zimmer und ich sah mit geröteten Wangen an die Decke.

So hätte das Treffen vor ein paar Tagen eventuell Enden können, wäre er doch nur erschienen... Lisas Plan, Tae in den Park zu locken, war perfekt... Nur leider hatte sie die Rechnung ohne ihn gemacht..

Ich sah an mir herab, entdeckte die Wölbung unter der Decke und lief sofort rot an. Taehyung hatte etwas Anziehendes an sich, was ich nicht einordnen konnte. Das bestätigte mir dieser Traum.

Doch von Liebe konnte ich hier noch nicht ausgehen!, dachte ich mir, den Anfang meines Traumes komplett ignorierend.

Written by lgella

boyslove [taekook]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt