Shawns POV:

Ich spürte wie mein Schlaf immer leichter wurde.
Ich wurde öfters in der Nacht wach, doch jedesmal nur ganz kurz. Es war jedesmal nur eine Kontrolle ob sie auch noch da war. Ich liebte sie und ich hatte schreckliche Angst sie noch mal zu verlieren. Denn auch wenn sie so tat als würde sie mit allem klar kommen. Ich wusste, dass sie tief im inneren noch Zweifel hatte und dass die ganze neue Situation sie extrem mitnahm. Ich wusste was sie alles hintersich gelassen hatte, weswegen ich auch über diesen Monat froh war, den wir hier zusammen in Malibu verbringen werden. Es war kein Urlaub, doch es war eine kleine Auszeit von den turbolenten Wochen die wir nun hinter uns hatten.

Die seidigen Gardinen ließen schon etwas Tageslicht ins Zimmer scheinen, sodass ich alles schwarz-weiß wahrnehmen konnte. Ich sah an mir hinunter, immer noch lag ihr Kopf auf meiner Brust, ich spürte wie sich ihr Bein immer an meines schmiegte und wie ihre Hand auf meinem Bauch lag. Behutsam hob ich meine Hand an und strich vorsichtig durch ihr dickes, aber dennoch weiches schwarzes Haar. Ich hörte sie leise ausatmen, nun schlang sie ihren Arm um meinen Oberkörper, ihren Kopf neigte sie langsam weiter runter.
Ich wusste nicht ob sie noch schlief oder schon wach war, also schloss ich wieder meine Augen und drückte sie sanft, weiter an mich heran.

Doch dann bewegte sie sich plötzlich mehr. Sie zog ihren Arm zurück und rieb sich die Augen. Sie setzte sich aufrecht hin und verließ somit meine Arme. Ich strich mit meiner Hand, ihren Rücken entlang, damit sie sich zu mir umdrehte. "Was ist?" Fragte ich sie flüsternd. Sie stützte sich auf einen Arm ab und gab mir einen kurzen Kuss auf meine Lippen. "Wie viel Uhr ist es?" Hauchte sie gegen meine Lippen, bevor sie mich nochmals küsste. Ich streckte meinen rechten Arm aus und griff nach meinem Handy. Ich machte es an und sah auf die Uhrzeit. "9:15 Uhr."

Sie nickte leicht und sah mir direkt ins Gesicht. "Dann werde ich gleich schon mal Frühstück machen." Ich stellte meinen Kopf schief. "Und für wen?" Jetzt schaute sie mich fragend an. "Für uns alle? Für das Team?" Ich musste schmunzeln.
Ihre Mine zeigte Empörung. "Warum Grinst du so? Das ist eben eine meiner Aufgaben." Ich schüttelte lächelnd meinen Kopf und fuhr mit einer Hand durch ihre Haare. "Deiner Aufgaben?" "Ja?" Antwortete sie genauso Empört wie sie guckte. Meine Hand wanderte von ihren Haaren, nun zu ihrer Wange. "Du hast überhaupt keine Aufgaben mehr. Es tut mir leid dir das sagen zu müssen, doch du bist nicht mehr mein Au Pair Mädchen." Ein kleines verwirrtes lächeln huschte ihr über die Lippen. "Du bist keine Angestellte mehr, sondern meine Freundin und ich bin nicht mehr dein Chef sondern dein Freund. Du brauchst für niemanden mehr was kochen, oder für mich alles planen, oder meine Outfits rauslegen sowie es früher war." Ich streichelte ihre Wange während ich ihr dies sagte. "Das heißt dass du ruhig mit mir bis 12 Uhr im Bett liegen kannst und nichts machen musst. Es kontrolliert keiner mehr." Ich schlang meinen Arm nun um ihre Taille und legte sie auf ihren Rücken. Mit ihren Händen hielt sie sich an meinen Schultern fest, ich drehte sie so schnell auf ihren Rücken, dass sie vor Überraschung leicht kichern musste.

"Hast du das verstanden?" Fragte ich sie, doch sie kicherte nur leise. "Muss ich mich noch mal wiederholen?" Fragte ich sie, doch bevor sie etwas sagen konnte kniff ich ihr schon leicht in die Seite rein, dabei quiekte sie auf.
Ich legte meinen Zeigefinger an ihre Lippen. "Psst, die anderen schlafen bestimmt noch." Jetzt schüttelte sie ihren Kopf. "Du bist manchmal echt ein Idiot, Shawn." Mein Lächeln wurde breiter. Ihre Hände wanderten hoch, bis sie schließlich mein Gesicht in ihre Hände hielt. Ich schaute ihr tief in die Augen, das Grün war nicht zu sehen, nur das glitzern, und obwohl ihre Augen farblos schienen, strahlten sie immer noch diese Wärme aus, und ihre Augen waren hypnotisierend. Ich kam ihren Lippen näher. "Also bleibst du bei mir?" Ich spürte wie sich unsere Nasenspitzen berührten und sie kurz nickte, daraufhin fing ich an sie zu küssen.

Nach einigen Stunden, die wir damit verbrachten, einfach nur im Bett zu liegen und ein paar Küsse auszutauschen, entschieden wir uns dazu, aufzustehen, da man schon einige Schritten der übrigen Mitbewohner hörte, auf dem Flur, hörte.

Day zog meine Sweatshirtjacke über, danach gingen wir hinaus auf den Flur. Die Haustür stand weit offen, genauso wie die Tür die zur Veranda rausführte. Eine angenehme kühle Briese zog durch das Haus. Day hielt meine Hand. Zach lief durch das Haus, er gehörte mit zum Team, doch eigentlich hatte er sein Zimmer im zweiten Haus. Doch auch Andrew lief durch unser Haus, obwohl er hier gar nicht geschlafen hatte. Day und ich blieben erstmal stehen und sahen, warum sie nun alle hier waren. Sie trugen einige Toasts und sämtliche Brotbeläge nach draußen.
Man hörte etwas in der Küche brutzeln und es roch nach Rührei und gebratenen Speck.

Sofort ließ Day meine Hand los. "Warte, ich helfe euch!" Rief sie und wollte gerade zur Küche laufen, da hielt ich sie an ihrem Arm fest. "Du brauchst das nicht machen." Sie lächelte und gab mir noch einen kurzen Kuss auf meine Lippen, der schneller verging, als ich ihn überhaupt erst realisieren konnte. "Ich möchte aber und ich kann machen was ich möchte, du bist nicht mehr mein Chef, du kannst mir nichts verbieten."
Mit einen verschmitzten Lächeln drehte sie sich um und verließ mich wieder. "Ich glaube den Teil der neusten Situation überdenke ich nochmal." Rief ich ihr zu. "Da gibt es nichts zu überdenken!" Antwortete sie und ging weiter, ohne sich nochmal umzudrehen.

Ich lief weiter, durch die offenstehende Eingangstür, raus auf die riesige Terrasse. "Gute morgen." Sagte Geoff ironisch und zwinkerte mir zu. Er sagte es so ironisch, weil Day und ich die Letzten waren die aufgestanden sind. Ich musste verschmitzt lächeln und setzte mich schonmal an den, fast fertig, gedeckten Tisch. Geoff legte sein Handy hin und sah zu mir. "Und wie war die Nacht so?" Ich nickte. "Gut." Er musterte mich. "Du lächelst, das habe ich echt vermisst." Mein Grinsen wurde breiter. "Ich bin froh dass du wieder lächeln kannst, das hattest du in den letzten Monaten ausgelassen." Ich stimmte ihn zu. "Du hast recht..." Geoff nahm einen Schluck aus seiner Tasse. "Sie tut dir gut, Shawn." Er musterte mich grinsend.

Noch nie hatte ich mit ihm so, über eine Person geredet. Noch nie hatte ich mich mit ihm so unterhalten. Das bei Day war nun anders, er spürte dass sie mich stützte, warum ich sie brauchte. "Ich freue mich echt für dich, Shawn." Ich sah zu ihm, doch schien nicht wirklich ihn zu fokussieren, ich war auf meine Gedanken fokussiert, die ständig um Day kreisten. "Es ist einfach ihre Art..." "Ich weiß, es ist einfach Day." "Ja, es ist einfach Day..." Wir mussten beide schmunzeln, da kam Day auch schon mit einer Kaffeekanne raus und zwei Tassen für sie und mich. Mein Gelächter verstummte und mein Blick richtete sich wieder auf sie. "habt ihr wieder über mich gelästert?" Fragte sie. "ja, natürlich." Sie stellte sich wieder aufrecht hin und fuhr mir mit ihrer Hand durch meine zerzausten Haare. "Dir schütte ich keinen Kaffee ein." Gab sie zurück.

"Ich dachte du möchtest weiterhin mein Au Pair Mädchen bleiben." Sie streichelte über meinen Hinterkopf. "Du hast mir heute morgen deutlich genug klar gemacht, dass ich es nicht mehr bin. Also verabschiede dich schon mal von deinem Au Pair Mädchen." Daraufhin ging sie. "Oje, dann muss ich jetzt wohl meine Outfits selber aussuchen." Sie drehte sich im Türrahmen wieder zu mir um und ich sah ihr, über die Rückenlehne des Stuhls, hinterher. "Du meintest wohl 'weiterhin', kann das sein?" Ich schüttelte den Kopf und sah wieder zu Geoff und hörte wie sie weiter ging.

Als alle beim Essen saßen, fingen Geoff, Scott, Teddy und ich an darüber zu reden was wir als erstes machen wollten, worüber wir als erstes schreiben wollen und dann kamen wir auf die Idee spazieren zu gehen.
Einfach ein bisschen die Natur genießen...



Heia🐨

Hier bin ich wieder! Pünktlich wo bei mir die Herbstferien anfangen, komme ich wieder zum schreiben, es tut mir echt leid, aber ich hatte in den letzten 2 Wochen echt viel zutun, da das erste Vierteljahr echt an meiner Energie gezogen hat. (Ja, ich bin zum Rentner motiert)
Doch mittlerweile habe ich mich an alles gewöhnt und denke, dass ich das nach den Ferien mit dem Schreiben besser hinkriegen werde, als im vergangenen Vierteljahr.

Ich hoffe sehr dass euch diese "ruhigen" Kapitel gefallen, aber glaubt mir, wenn ich euch sage dass diese Kapitel eine sehr emotional werden, zwar nicht sonderlich dramatisch, aber dennoch mit vielen Emotionen.
Ich hoffe sehr dass es euch gefallen wird und dass euch dieses Kapitel gefallen hat.😘💋

Bis zum nächsten mal meine Schnuggis.💞

Eure Kiana🌹

Letters [Shawn Mendes FF]Lies diese Geschichte KOSTENLOS!