Kapitel 3

39 5 20

"Was steckt noch dahinter?" Er wäre ja nicht der Mensch, den ich lieben würde, wenn er nicht wüsste, dass mir noch was auf dem Herzen liegt. Ich hole tief Luft, versuche die Tränen zu unterdrücken und sage leise: "Dein Lächeln. Ich vermisse es. Ich vermisse deine Stimme, deine Umarmungen und vor allem vermisse ich die Zeit mit dir zusammen." Am anderen Ende wird es ruhig. Ich bekomme ein beklemmendes Gefühl, denn auch ein paar Minuten später ist noch nichts von ihm zu hören. "Seokjin..." Endlich erklingt etwas, doch was erklingt, bricht mein Herz entzwei. Ein leises Schluchzen ist zuhören. Nun kommen auch mir immer mehr die Tränen. Ich will ihn nicht mehr leiden sehen oder hören müssen, ich möchte ihn glücklich sehen. "Haru... Ich brauche dich so sehr, dich und deine Liebe... Es tut weh, dich nicht hier haben zu können, dich nicht in die Arme schließen zu können. Ich weiß nicht, ob ich die nächsten Stunden es schaffen kann. Wir werden uns zwar sehen, aber irgendwie auch nicht. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe..."

Wenn er nur wüsste, dass es mir ebenso geht, dass ich genauso leide wie er. Doch einer von uns muss gerade stark bleiben, diese Person bin ich im Moment. "Wir schaffen das, nicht mehr lange, dann sind wir vereint. Mir ist egal, ob wir uns ständig sehen oder nicht. Wir finden die Zeit."
Nun kommen auch die Worte von ihm wieder in den Kopf. Kurz bevor wir damals beschlossen haben, uns zu daten, meinte er zu mir: "Wir werden nie Zeit haben, wir werden andere Leben leben und doch wirst du immer an erster Stelle stehen." Ich wusste damals ja nicht, wie sehr wir leiden werden. Doch ist es wirklich ein Leid, wenn man sich trotzdem immer wieder freut, den anderen zu sehen. Wir können es schaffen, auch wenn es dauern wird. Ich bin aber bereit alles für ihn zu tun.

Wir führen noch ein paar kleinere Gespräche und etwas später legen wir auch schon auf, da er noch etwas erledigen muss. Außerdem höre ich heraus, wie müde er ist. So sitze ich nun am Flughafen, Kopfhörer in meinen Ohren und warte darauf, dass das Boarding endlich beginnt. Wenn es nach mir gehen würde, wäre ich schon längst unterwegs und würde bald bei ihm sein. Aber ich bin nun mal keine Pilotin, die sich mal eben ins Cockpit setzen kann und los fliegt. Ich muss, wie alle anderen brav warten, auch wenn es immer unerträglicher wird. Warten ist noch nie meine Stärke gewesen, deswegen bin ich einfach nur glücklich, alles das Flugzeug zum Boarding bereit ist.
Nun kann mich nichts mehr aufhalten und ich bin endlich bald bei ihm.

Kurz darauf sitze ich im Flugzeug. Nun kann es endlich los gehen. Während das Flugzeug langsam los rollt und schließlich abhebt, schließe ich meine Augen und stelle mir einfach vor, wie ich bald bei Seokjin bin und ihn in meine Arme schließen kann. So schlafe ich dann auch langsam ein.

>> Damit melde ich mich auch mal wieder zurück. Zwar mit einem kleinen Kapitel, aber es liegt mir mehr am Herzen als alles andere.
Viel Spaß beim Lesen und noch eine wunderschöne Woche,
Eure Sin

Just One DayLies diese Geschichte KOSTENLOS!