Taddl.

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Jamies Pov.

Kapitel 2

Am nächsten Morgen, wachte ich wie immer auf: genervt. Nur heute war es zigmal schlimmer, weil ich wusste es würde morgen zu Taddl gehen. Taddl. Taddl.

Sein Name ging mir zehnmal durch den Kopf. Was er wohl zurzeit macht?

Der einzige Grund, ein wenig glücklich zu sein, war der, jetzt erstmal 6 Wochen Sommerferien. Langsam raffte ich mich auf, und lief zum Fenster. Es regnete.

Soviel zum Thema "Sommerferien".

Unmotiviert lief ich runter in die Küche und schnappte mir einen grünen Apfel.
Darauf ging ich in den Keller und suchte einen Koffer. Er stand ganz oben auf dem Regal. 'PAPA!' schrie ich hoch. Er kam runtergelaufen. 'Was denn?' Fragte er. ich deutete auf den Koffer.

Gernevt holte er ihn mir runter und verschwand wieder.

Ich trug ihn rauf in mein Zimmer und legte ihn aufs Bett. Was ich wohl alles brauche..? Hmh, egal 'pack alles ein was du findest' dachte ich mir. Ich ließ eine Jogginghose und ein längeres einfaches Weißes Shirt übrig, was ich morgen auf der Fahrt anhaben wollte. 

Mittlerweile war 11:37 Uhr.

Mein halber Kleiderschrank war hier drin.
Ich machte mich selbst schnell im Bad fertig und band mir ein Bandana um den Kopf.

Der Tag verging ohne weitere Ereignisse. Ich packte in eine andere Tasche das wichtigste für die Fahrt ein. Handy, Ladekabel, ein Pulli, Kopfhörer usw.

Der Abend rückte immer näher und ich überlegte wieso ich Taddl nicht sehen wollte. Die Gründe waren meiner Meinung nach verständlich. Nach Taddls 18.Geburtstag ist er einfach gegangen. Nicht dass das Problem wäre, nein, sondern dass er mich alleine ließ.

Unsere Eltern haben sich sehr heftig gestritten. Jahrelang, und immer wieder drohte unsere Familie daran zu zerbechen. Tat sie aber nicht. Das war uns da in dem Moment noch nicht bewusst.

Mit Taddl konnte ich reden. Und ich liebte ihn sehr. Er war der beste Bruder den man haben kann. Doch von einem Tag auf den anderen war er weg. Jetzt wollte er auf einmal dass ich zu ihm gehe? Jetzt suchte er Kontakt?

Jetzt, wo er doch auch ohne uns, geschweige den mir, glücklich sein?

Ich stellte den Koffer vom Bett ab und legte mich hin. Ein Teil von mir liebt ihn. Mehr als jeden anderen Menschen auf der Welt. Aber auf der anderen Seite hasse ich ihn.

Langsam schloss ich meine Augen, doch vorher schaute ich auf die Uhr. Acht Uhr abends. Und somit schlief ich schnell ein.
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Geschwisterliebe. [Taddl FF]Lies diese Geschichte KOSTENLOS!