Kapitel 4- Erinnerst du dich noch an mich?

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Saranas Sicht:

"Wann sind wir endlich daaaaaaaaaa!?" jammerte Suiegtsu während er hinter uns durch den heißen Wüstensand stiefelte. Ich unterdrückte ein genervtes Stöhnen und antwortete monoton "Bald"

"Sag mal wurde dir einprogrammiert die ganze Zeit so gefühlslos zu sein!? Meine Fresse, du bist soooo langweilig! Als du mich fast gekillt hast, DA hast du gelacht, das war wohl das erste mal in deinem ganzen Leben, hä!?"

Ich antwortete nicht.

"Sei vorsichtig, was du sagst!" drohte Kimimaro. 

"Kein Spaß!" grummelte Suigetsu und nahm einen großen Schluck aus seiner Wasserflasche. Ich fühlte wie Ryu sich um meinen Hals bewegte und schließlich den Kopf in die Luft streckte. Er zischte leise. "Ryu, was...?" ich erstarrte. 

Die Vibrationen in der Luft wurden abnormal hoch und ich schaute allarmiert hinter mich. Suigetsu und Kimimaro zankten sich immernoch, doch ich hatte meinen Blick auf die riesige Sandwand hinter ihnen gerichtet, die rasend schnell auf uns zukam. "LAUFT!" rief ich über das plötzliche Brüllen des Windes hinweg und endlich bemerkten es auch die beiden Idioten. 

Ich sprintete über den weichen Sand und sorgte mit Chakra dafür, das ich nicht einsank. Das Donnern hinter mir wurde immer lauter und ich fluchte als ich hinter mich sah und bemerkte, das der Sandsturm zu uns aufgeholt hatte. 

"RYU!" rief ich im Kommandoton und augenblicklich glitt die weiße Schlange von meiner Schulter und wuchs zu ihrer wahren Größe heran, was der Größe von Manda entsprach. Ryu wickelte sich um uns und schirmte uns von dem Sandsturm ab. 

"Ich hasse Schlangen!!!" jammerte Suiegtsu und ließ sich mitsamt seinem Schwert auf den sandigen Boden nieder. Kimimaro tat es ihm gleich. Ich wusste das die beiden in dem dunklen Raum nichts sehen konnten und ließ daher eine kleine Kugel aus Feuer in die Luft schweben.

"Wie lange werden wir hier bleiben müssen, Sarana-sama?" fragte Kimimaro. Ich schloss die Augen und ließ mich im Schneidersitz zu Boden sinken. "Ein paar Stunden vermutlich" antwortete ich. 

"WAS!?" schrie Suigetsu erschrocken, doch ich blendete ihn aus und schloss die Augen. Ich würde wertvolle Zeit verlieren. Grr...

'Minoru'" rief ich in die Tiefen meines Gedächtnisses. Fast augenblicklich befand ich mich vor einem riesigen Käfig in Knöcheltiefen Wasser. Hinter den Gitterstäben bewegte sich etwas riesiges und schließlich sahen mich die Augen eines riesigen, schattenhaften Drachens an.

"Minoru!" grüßte ich.

"Mensch, schön dich wiederzusehen" sagte der Dämon mit einem knappen Nicken. "Weswegen bist du hier?"

"Wie viel Zeit habe ich noch bis die Krankheit ihn unwiederruflich zerstört?" fragte ich und schaute ausdruckslos in die toten, roten Augen des Schattenwesens.

Besagtes Wesen verengte kurz die Augen und gab schließlich ein grollendes Lachen von sich. "Mach dir keine Sorgen, Prinzesschen. Du hast noch etwas Zeit!" 

Ich schnaubte und verschrenkte die Arme. "Zeit, Minoru, ist wohl so ziemlich das einzige was ich nicht habe! Außerdem, warum zur Hölle nennst du mich immer Prinzesschen!? Ich habe dir gesagt das ich das hasse!" stellte ich kalt fest. 

Der riesige Drache seufzte und sein Blick hielt plötzlich etwas trauriges. "Früher hättest du über so etwas gelacht, Sarana. Warum bist du so geworden?" 

Ich schlug meine Augen nieder und atmete tief ein. "Das weißt du ganz genau. Ich habe keine Zeit mehr hier. Ich mag eine zweite Chance in dieser Welt bekommen haben, aber mein einziges Ziel vom Start war, hier alles zum besseren zu wenden und am Ende wieder zu gehen."

(Meine) neue Welt- Gefrorene HerzenLies diese Geschichte KOSTENLOS!