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Kapitel 198

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Die Idee, dass Julia zu ihm ziehen wollte, gefiel Jonas. Er hatte selbst bereits darüber nachgedacht, leider hatten die verfluchten Dämonen seine Aufmerksamkeit von diesem Thema immer wieder abgelenkt.

Der Sturm, der Deutschland und die Nachbarländer heimgesucht hatte, lag nun bereits drei Wochen zurück. Jonas Bruder hatte seinen sechzehnten Geburtstag gefeiert und Sebastian war wahrscheinlich zu den Kanarischen Inseln aufgebrochen.

Jonas und Julia schlenderten durch ein Möbelhaus und suchten nach einem neuen Küchentisch samt passenden Stühlen, als die Sprache auf Sebastiam kam.

„Der Ärmste tut mir wirklich leid. Es hat ihn alles so mitgenommen. Das war damals ja gar nicht abzusehen. Im Nachhinein fällt mir natürlich einiges ein, was vielleicht darauf hingedeutet hat. Aber....“, sagte Julia und Trauer schwang in ihrer Stimme mit.

Jonas unterbrach seine Freundin und legte einen Arm um ihre Schulter. „Mach dir da mal keine Vorwürfe. Wer rechnet auch mit so was? Und es ging ihm doch schon wieder besser. Zum Glück konnte er sich ja davon überzeugen, dass der Dämon nicht zurück gekehrt ist!“

Julia nickte. „Die ganze Sache liegt jetzt immerhin schon drei Wochen zurück und bisher ist nichts passiert. Ich hab jeden Morgen die Regionalnachrichten gesehen und die Zeitung durchgearbeitet. Frau Hellenberg wollte schon wissen, ob ich was Bestimmtes suche und war schon sauer, dass sie einen Teil meiner Arbeit mit machen musste. Aber über Tote vor der Kirche habe ich nichts gehört!“

„Zum Glück nicht,“ stellte Jonas fest. „Vielleicht hatte dieser Sturm ja wirklich nichts damit zu tun. Und meinen seltsamen, nörgelnden Vorruheständler habe ich auch nicht mehr gesehen!“

„Ich wüsste gerne, ob der dich gemeint hat, als er dich so angestarrt hat. Und woher weißt du, dass es ein Vorruheständler ist?“, erkundigte Julia sich mit einem Grinsen.

„Nun, er hatte Zeit, einen Wildfremden böse anzustarren. Wer außer einem Rentner, der sonst nichts zu tun hat, hat dazu Zeit? Vielleicht hatte ich beim ersten Mal meinen Wagen ein wenig schief geparkt. Es gibt ja diese Leute, die nichts Besseres zu tun haben, als so was zu notieren und dann zu glauben, sie würden der Polizei noch helfen,“ antwortete Jonas und deutete auf einen Tisch.

„Gefällt dir der?“

Julia schüttelte den Kopf. „Der ist schneeweiß! Der sieht aus, als würde er in eine Arztpraxis gehören! Der daneben, aus dem hellen Holz, ist viel schöner. Und die Stühle haben ein hübsches Polster!“

„Ich weiß nicht,“ erwiderte Jonas ein wenig zögerlich. „Meinst du wirklich, das passt zum Rest meiner Küche?“

Julia seufzte. „Ich glaube, du bist mit der üblichen Farbenblindheit geschlagen, unter der deine Geschlechtsgenossen leiden! Das ist mit meinem Vater ganz genau so. Der wollte schwarze Stühle zu einem hellbraunen Tisch kaufen! Und bestand tatsächlich darauf, dass das die gleiche Farbe sei! Vertrau mir einfach! Es passt zur Küche!“

„Na gut,“ gab Jonas schließlich nach. Im Grunde genommen gefiel ihm der Tisch schließlich auch. 

„Glaubst du wirklich, ich bin farbenblind?“

Julia nickte. „Natürlich! Das höre ich immer wieder, Männer sollte man niemals Farben zusammen stellen lassen!“

„Michelangelo war aber ein Mann und hat die Sixtinische Kapelle angemalt,“ verteidigte Jonas sich und seine Geschlechtsgenossen. 

Julia lachte. „Bestimmt hat sich seine hübsche Geliebte jeden Abend in die Kapelle geschlichen und ihn bei der Farbzusammenstellung beraten!“

„Hatte er eine?“, fragte Jonas scheinbar erschrocken.

Dämonische StatuenLies diese Geschichte KOSTENLOS!