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"Also, es ist so....".
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Da lagen wir also nun. Beide von uns an die Decke starrend und ich darauf wartend, dass Tae endlich auf den Punkt kam, doch anscheinend wusste er selbst nicht, wie er das erklären sollte.

"Weißt du, bevor ich mit Jennie zusammen war, hatte ich irgendwie... also... Boah das ist so bescheuert das zu sagen".
Aus meinem Augenwinkel erkannte ich, wie er sich die Hand an die Stirn schlug und ich mich deshalb aufrichtete, etwas über ihn lehnte.

"Ist doch egal. Jetzt sag schon", drängte ich ihn mehr oder weniger dazu und er holte tief Luft.
"Ich war vor dieser Beziehung geiler aufs Vögeln aber seitdem jetzt irgendwie garnicht mehr. Also, doch irgendwie schon aber... Keine Ahnung! Vielleicht liegt es daran, dass ich Angst habe, dass ich zu... zu gefühlslos bin? Immerhin bin ich ja mit Jennie zusammen und muss ihr ja Gefühle zeigen oder so, verstehst du?", plapperte er wirr daher und sah dann zu mir rauf, während sich bei mir nur die Brauen verzogen.

"Für mich bist du grad ein einziges Fragezeichen", konnte ich dazu nur sagen und erneut schnaufte er laut.
"Ich versteh nicht ganz, was du damit meinst, Tae". Ich ließ mich wieder neben ihn fallen und wandte meinen Blick zu der weißen Decke.

"Ich versteh mich ja selbst nicht mal", murmelte er und schloss scheinbar die Augen.

"Das mit Jennie ist nun eine richtige Beziehung so wie ich sie zuvor noch nie hatte. Wahrscheinlich bin ich einfach ein bisschen unsicher. Aber ich glaube es ist echt das Beste, wenn ich mit Jenn mal darüber rede", sprach er ruhig und daraufhin nickte ich leicht.

"Das denke ich allerdings auch. Weil nur wegen zu wenig Sex oder soetwas soll euere Beziehung nicht kaputt gehen", erwiderte ich und hörte ein zustimmendes Geräusch seinerseits.

"Wie ist das eigentlich bei dir und Lisa? Also wie oft ihr es treibt, meine ich", fragte er und kurz lachte ich, ehe ich aber antwortete.

"Ich glaube, wir sind beide nicht so scharf darauf, jede freie Zeit zusammen bis aufs Äußerste zu gehen, also von dem her".
Mit einem Schwung richtete ich mich wieder auf und drehte mich dann zu meinem besten Freund, der seine Augen wieder aufmachte.

"Naja, wie gesagt. Ich glaub, ich muss mich erst noch an diesen ganzen Beziehungskram gewöhnen und mit Jennie darüber zu reden wäre dabei gut", fasste er eine Schlussfolgerung und ich nickte erneut.

Ich stand schließlich auf, wollte zu meiner Küche, um mir allmähnlich Frühstück zu machen, als aber Tae mir nochmal rief.

"Ey, Kooks". Ich blickte zu ihm um und langsam erhob er sich auch wieder vom Bett, fuhr durch seine verwuschelten Haare.

Ich hob die Brauen und merkte, dass ihm offensichtlich etwas unangenehm war.

"Ähm... Danke, dass du dich um mich gekümmert hast heute Nacht", nuschelte er, rieb sich dabei den Nacken und ließ mich breit grinsen.

"Schon gut. Nicht umsonst bin ich dein bester Freund".

Written by jeoonssi

boyslove [taekook]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt