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Wie mein Schlaf war?

Tha. Welcher Schlaf?

Bis fünf Uhr morgens blieb ich wach und betreute Tae, der nach dem ersten Mal Kotzen, noch ein paar weitere Male sich übergeben musste.

Und ja verdammt, ich machte mir echt Sorgen um ihn.

Vielleicht hatte er sich eine Alkoholvergiftung zugezogen? Vielleicht schlafe ich ein und er muss sich nochmal übergeben, kann sich aber nicht aufrecht erhalten und erstickt?
Vielleicht bekam er irgendwelche Tropfen ins Glas?

Es war normal, dass wir ab und an mal einen ordentlichen im Vollsuff waren, aber so wie es Tae in dieser Nacht ging, so artete dies noch nie aus und vorallem, ich wusste nicht, was ich dagegen tun hätte sollen.

Er war ja kaum bei Verstand und den Notarzt rufen war vielleicht doch noch etwas zu übertrieben?

Ich wusste es nicht.

Irgendwann schließlich fing er dann furchtbar an zu zittern und krümmte sich in meinem Bett, weshalb ich in meiner kleinen Wohnung umhereilte und meine paar Wolldecken zusammenfusselte.
Nachdem ich diese dann alle über meinen besten Freund geworfen habe, war endlich Feierabend für mich.

Er pennte ein aber trotzdem wusste ich nicht, ob das nun gut oder schlecht war.

Immerhin atmete er noch, also ließ ich ihn einfach schlafen, während ich fix und fertig mit den Nerven meinen Putzeimer mit allmöglichen Mitteln sauber schrubbte.

Dafür war er mir definitiv etwas schuldig.
Das garantiere ich ihm.

Gegen halb sechs kroch ich schließlich auch auf mein Sofa, konnte durch die frühe, dumpfe Morgensonne die Umrisse aller Gegenstände in meinem Zimmer erkennen, sowohl auch Taehyung, der tief und fest zu schlafen schien.

Ich war erleichtert, dass er endlich schlief, doch gleichzeitig wurde ich auch sauer auf ihn.

Es war seine Idee, die Mädchen nach der Sauferrei im Club der Stadt zu dem Jungenwohnblock zu bugsieren und dabei hat er offensichtlicht Jennie versprochen, eine leidenschaftliche Nacht mit ihm zu verbringen, was jedoch darin endete, dass er mich stattdessen abknutschte und anschließend um ein Haar mein Bett vollkotzte.

Manchmal war er wirklich anstrengend.

Sobald er wieder bei Sinnen war, hau ich ihm erstmal eine rein, bevor wir dann über diese Sache lachen können.

Mit diesem Gedanken also sank ich auch allmähnlich in den Schlaf, doch lange hatte ich diesen nicht, da wurde ich an der Schulter wachgerüttet.

"Kookie... hilf mir", hörte ich keine andere Stimme, als die heisere von Taehyung, woraufhin ich mich murrend auf dem kleinen Sofa wälzte, erst jetzt merkte, wie verkrüppelt ich da dalag und mir jegliche Gliedmaßen weh taten.

"Bitte... ich brauch Schmerztabletten, sonst explodiert mein Schädel", jammerte er schon fast weinerlich und rüttelte mich noch einmal schwach, bis ich mich dann etwas aufrichtete.

Mit müden Augen musterte ich den silberhaarigen, ließ meinen Kopf aber dann sogleich wieder in das Kissen fallen.

"Gehört dir nicht anders".

Written by jeoonssi

boyslove [taekook]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt