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"Bitte was hast du gesagt?!"
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Ich schluckte, verstummte sofort und wusste nun nicht, wie genau ich Jennie's Blick deuten sollte.

Es sah aus wie eine Mischung aus Ich werde dich umbringen und Ich hau dir eine rein.

Aber bevor es zu irgendetwas kommen konnte, rettete mich meine Freundin.

"Jetzt chill mal, Jenn. Jungkook hat recht, wir hätten nicht hier herkommen sollen und wenn du weiter so schreist, kassieren wir erst Recht fetten Ärger also gehen wir jetzt", meinte sie, packte ihre rumfuchtelnde Freundin an den Schultern und zog sie von mir und Tae die Stufen nach unten.

"Tae, du Arsch! Darüber reden wir morgen!", war das einzige, was sie noch knurrte, nachdem sie etliche Male fluchte und Lisa es schließlich schaffte, sie noch rechtzeitig wegzubringen, bevor Jennie lauter geworden wäre.

Ich seufzte tief aus, war zu überfordert mit dieser Situation und torkelte langsam zu meinem besten Freund, der seelenruhig an der Wand lehnte.

"Bro. Ich hasse dich manchmal", schüttelte ich meinen Kopf, nahm eine Hand an seine Schulter und ließ den silberhaarigen zu mir aufblicken.

Seine Haare überdecken beinahe seine müden Augen, seine Wangen waren rot wegen dem Alkohol und seine Haltung war schwach, dennoch grinste er mich an.

"Sorry", gab er von sich und ohne noch was zu sagen, warf ich seinen Arm um meine Schulter, schlang meine Hand um sein Gelenk und die andere um seine Hüfte, ehe ich ihm dann so die letzten Stufen zu unserem Stock rauf half.

Ich hoffte innerlich nur, dass uns keiner bemerkt hatte.

Taehyung ließ sich ganz schön an mir hängen und die restlichen Meter zu meiner winzigen Wohnung hielt ich fast nicht mehr stand, doch aufeinmal richtete er sich von selbst wieder auf....

... knallte aber dabei sogleich voll gegen die Tür eines Mitbewohners.

"Gott, Tae...", murrte ich und kramte dann so schnell wie möglich meine Schlüssel aus der Tasche.
Ich sperrte mein Zimmer auf, krallte mir den besoffenen Idiot und zog ihn in meine vier Wände, machte die Tür hinter mir sofort zu.

"Du legst dich jetzt schlafen", meinte ich und schob ihn zu meinem Bett.

"Bei dir?", entgegnete er nur säuselnd und ich nickte.
"In diesem Zustand kann ich dich wohl schlecht alleine lassen", nuschelte ich mehr zu mir selbst als zu ihm und wollte ihn dann sachte ins Bett schubsten, als er aber plötzlich nach mir griff, ich das Gleichgewicht verlor und wir dann beide in die Matratze knallten.

Während Tae lachte, fand das mein Lattenrost sicherlich weniger do amüsant.

"Du bist unausstehlich wenn du betrunken bist...", rollte ich die Augen und blieb schließlich einfach im Bett liegen.

"Das sagst du nur, weil du heute nicht besoffen bist", erwiderte er lallend und betatschte mich im Gesicht, so wie er es immer tat.

"Kann sein", schnief ich und drehte meinen Kopf zu ihm.

Er lag neben mir, hatte ein komisches Lächeln auf und kuschelte sich näher an mich ran.

"Tut mir Leid, dass ich das Versprechen gebrochen habe", faselte er daher und platzierte seine gesamte Hand an meiner Wange.

"Äh... welches Versprechen?", fragte ich verwundert und musterte ihn, doch er schloss seine Augen und bewegte sein Gesicht näher zu meinem.

Moment.

Meint er etwa...?

"Tae? Warte, wa..? ch bin nicht Jennie, falls du das meinst!", rief ich und von einer Sekunde auf die andere bekam ich Panik. Ich wich zurück, doch seine Hand ging zu meinem Nacken und drückte mich zu seinen Lippen.

Er hielt mich tatsächlich für Jennie.

"Nein! Hör auf! Ich bin Jungk-", doch weiter kam ich nicht, denn ich wurde zwanghaft zum Schweigen gebracht.

Von seinen Lippen.

Written by jeoonssi

boyslove [taekook]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt