Kapitel 2- leere Worte

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Saranas Sicht:

Ich stand hoch auf der eben entstandenen Klippe. Weit unter mir das Trümmerfeld des Verstecks. 

Sai sah emotionslos wie immer zu mir herauf. Ich musterte ihn abschätzig mit kalten Augen. Plötzlich hörte ich Schritte aus der Ruine kommen und keine Sekunde später kamen Sakura, Sasuke und Naruto aus dem Tunnel gestürmt. Zusammen mit noch jemanden, den ich als Yamato identifizierte.

Mein innerstes zog sich zusammen, als die Onyx Augen von Sasuke mich anschauten. Doch ich riss mich zusammen. Ich fühlte Ryus Präsenz hinter mir, und schon erhob er sich hinter mich.

Ich konnte Naruto meinen Namen hauchen sehen. 

Sakura hatte noch nichts bemerkt, sie stürzte sich nur regelrecht auf Sai.

„Sai! Du Verräter! Du wolltest sie töten, du…“

„Sakura!“ sagte ich. Das Mädchen erstarrte und drehte sich langsam zu mir um.

„S-Sa-Sarana?“ es war mehr eine Frage als eine Feststellung. Ich antwortete nicht. Alle Augen waren auf mich gerichtet. Ich zwang mich, unter den anklagenden Blicken nicht zu zerbrechen. 

„Sarana, wir sind hier, um dich zurück zu holen. Komm, Orochimaru ist nicht mehr hier! Du kannst wieder mit uns nach Konoha kommen!“ rief Naruto mit Hoffnung un Freude. Ausdruckslos richtete ich meine Augen auf meinen ehemals besten Freund. 

„Ihr seid naiv wenn ihr glaubt, das ich zurück kommen werde. Es war MEINE Entscheidung zu gehen. Es war MEINE Entscheidung stärker zu werden. Ich werde alles tun, um mein Ziel zu erreichen. Und ihr könnt nichts dagegen tun. Also, geht…“ sagte ich.

Mein Herz schlug rapide. Es tat weh, so etwas zu sagen. So weh…

Sai begann, sein Schwert zu siehen. Ich verengte leicht die Augen. Sakura riss die Augen auf. "Ich wusste es, Sai, nicht!" Alle Aufmerksamkeit richtete sich auf Sai. 

Ich schaute ihn ausdruckslos an. "Also ER ist mein Ersatz? Er hat irgendwas von Verbindungen mit Freunden gesagt"

Sakura schaute Sai überraschta an. "Ich dachte, du..."

"Ja, ich sollte sie töten. Aber ich habe entschieden, das es falsch ist. Ihr würdet alles tun, um sie wieder zubringen. Ich bin fertig damit, immer den Regeln zu folgen. Ich erschaffe meine eigenen! Naruto, du hast mir geholfen, Erinnerungen wiederzubringen, die ich längst verloren geglaubt hatte"

Sair richtete sich an mich.

"Ich weiß nicht viel über dich, Sarana. Aber ich weiß, das Naruto, Sasuke und Sakura alles tun würden um dich zurückzubringen. Sie wollen nicht ihre Verbindung mit dir verlieren. Sie wollen sie jeden Preis beschützen. Ich mag es vielleicht noch nicht so ganz verstehen, aber du, Sarana, du musst es verstehen!"

Gequält schloss ich die Augen. "Du hast Recht. Ich habe es verstanden..."

Ich schlug meine Augen auf und schaute kalt zu ihnen hinunter. "Und deshalb habe ich diese Verbindungen zerrissen!"

Naruto und Sakura keuchten erschrocken und traten einen Schritt zurück. Sasuke schaute zu Boden und ließ leicht die Schultern hängen. 

Ich kämpfte mit den Tränen.

„NEIN! Du bist meine beste Freundin! Ich werde dich niemals aufgeben!“ schrie Naruto und machte einen Schritt vorwärts.

Ich verengte meine Augen. „Ich bin nicht mehr die, die ich einmal war. Ich bin stärker. Gefühle sind eine Schwäche, und die Schwachen, müssen bekanntlich sterben!“

Für einen Moment war es totenstill. Ich sah, wie Sasuke die Hände zu Fäusten ballte. „Du willst uns sagen, das du uns einfach so töten würdest?! Wo ist die Sarana, die wir kennen? Du kannst unmöglich Sarana sein! Wo ist das Mädchen, das ich liebe!?“ rief er. 

Sakura und Naruto schauten Sasuke traurig an.

Für einen Moment weiteten sich meine Augen etwas. Er-er l-liebte m…Nein, das Mädchen gab es nicht mir.

Ich fing mich wieder und rief mir in Erinnerung, was als nächstes passieren würde.

Ich erschien vor Sasuke und legte ihm einen Arm auf die Schulter. Ich war etwas kleiner als er, aber es ging trotzdem. Ich beugte mich vor, zu seinem Ohr. Ich konnte sein Herz unregelmäßig schlagen fühlen. 

„Sie ist tot!“ flüsterte ich in sein Ohr. Seine Augen weiteten sich.

Mit einem rauen Kreischen zog ich langsam mein Katana. Ich hoffte, das Sai, oder wer auch immer mich aufhalten würden. Mit einem zischen ließ ich die Klinge auf Sasuke niedersausen, nur um auf Wiederstand zu treffen.

Sai hatte meinen Arm aufgefangen, bevor mein Katana Sasuke berühren konnte. Innerlich atmete ich erleichtert auf, äußerlich verengte ich die Augen.

Ich erschien wieder auf der Klippe neben Ryu. 

„Ich bin fertig hier!“ rief ich kalt und hob meinen Arm gen Himmel. Doch bevor ich ein Jutsu vollführen konnte, packte jemand meinen Arm. Ich schielte zu Seite und sah meinen Vater.

„Genug, Sarana.“ ich ließ meine Hand sinken. Ich schnaubte abfällig. 

"Sie ist nicht euers!" zischte Orichimaru zu meinem ehemaligen Team.

"Sprech nicht über sie, als ob sie dir gehört!" rief Naruto wütend. Mein Vater kicherte nur. "Aber das tut mehr oder weniger!"

Ich rollte die Augen. 

Zitternd holte ich Luft.

'Du darfst, keine, Schwäche, zeigen!' bläute ich mir ein. 

"Sarana, töte sie jetzt noch nicht. Sie könnten noch nützlich sein!" sagte mein Vater. Ich neigte meinen Kopf.

Plötzlich erschien Kabuto neben mir. "Es ist alles vorbereitet, my Lord!"

"Gut! Kommt!" 

Mit diesen Worten wendete ich ein Jutsu an. Es sah so aus, als ob ich von unten nach oben verbrannte. Kurz bevor die Flammen mein Gesicht erreichen, leif mir eine einzelne Träne über die Wangen. 

Wenn all das vorbei ist, Sasuke, schwöre ich, das du derjenige sein darfst, der Rache nehmen darf, für das, was ich euch angetan habe....

 

Sasukes Sicht:

Geschockt und unbeweglich stand ich da. Das, das konnte nicht Sarana gewesen sein. Das war unmöglich...

Ihre Augen, in denen sonst immer so viele Emotionen geschwirrt waren, ob es nun Trauer oder Verzweiflung oder Freude war, dort war nun nichts mehr. 

Sie sagte, wir würden ihr nichts bedeuten und doch habe ich etwas um ihr Handgelenk glitzern sehen als sie den Arm gehoben hatte.

Konnte es sein, dass sie das Armband immer noch hatte.

Unwahrscheinlich. 

Ich fühlte Wut meinen Rachen hinaufkriechen. Wir hatten alle so sehr gelitten wegen ihr. Nur wegen ihr. Ich ballte meine Hände zu Fäusten. 

Wäre ich auch so geworden wenn ich statt ihr zu orochimaru gegangen wäre? Wenn Sarana nicht in den Weg gesprungen wäre, würde ich dann genauso sein?

Nein, ich mochte kalt sein. Aber kein Idiot und auch kein kaltherziges Monster.

Ich hatte sie geliebt. Und sie hatte mich verlassen. Verraten. Genau wie... er...

Und zum ersten Mal fragte ich mich, ob es mir genugtuung verschaffen würde, wenn ich sie tötete...

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Cuuuuuuut! 

Also, wie fandet ihr es???? ^^

Danke an alle Leser! :D

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I DO NOT OWN NARUTO ! 

(Meine) neue Welt- Gefrorene HerzenLies diese Geschichte KOSTENLOS!