Zoé Pilar Perez

Am nächsten Morgen war ich schon früh aufgewacht, da ich meinem Dad versprochen hatte, die anstehenden Einkäufe zu erledigen.

Harry hatte ich gestern Abend gut bei einem der vielen Hotels abschütteln können, sodass er es nicht mal geschafft hatte, meine Handynummer herauszufinden.

„Kann ich vielleicht deine Handynummer haben?", hatte er gefragt, worauf ich nur geantwortet hatte:

„Nein, ich gebe Briten nicht meine Nummer."

„Woher willst du wissen, dass ich aus Großbritannien komme?"

„Ich habe mich zwischen Vampir und Brite entscheiden müssen, aber du glitzerst in der Sonne nicht, weshalb du wohl ein Brite sein musst."

„Und was bist du? Eine Spanierin oder eine von den Werwölfen?"

Doch diese Frage hatte ich ihm nicht mehr beantwortet.

Mit einem Blick auf den Einkaufszettel stellte ich fest, dass ich am besten einen kleinen Markt inmitten Barcelona besuchen sollte. Dank ein paar touristenfreien Abkürzungen war ich auch schnell dort angekommen und lief die Stände der Reihe nach ab, wobei sich mein Einkaufskorb immer mehr füllte.

Ich bezahlte gerade ein paar Cherimoyas, eine herzförmige Frucht aus Spanien, als ein Arm um mich gelegt wurde. Ein mir bekannter Duft von Aftershake stieg mir in die Nase und ohne zu dem Mann neben mir aufzusehen sagte ich:

„Hey, Alessandro."

Alessandro Valdéz war ein guter Freund meiner Familie, den ich schon kannte, seitdem das erste Wort meinen Mund verlassen hatte. Er war ein halbes Jahr älter als ich und somit sowas wie der große Bruder, den ich nie hatte, für mich.

„Guten Morgen, Zoé. Großeinkauf?"

Ich nickte und lief mit Alessandro an meiner Seite weiter zum nächsten Stand, an dem Eis verkauft wurde und an dem es deshalb natürlich von Touristen nur so wimmelte.

„Willst du ein Eis?", fragte Alessandro mich und meine Entscheidung war mit einem Blick auf die riesige Schlange vor der Theke schnell getroffen.

„Eigentlich ni-..."

„Stell dich schon mal an, ich bin gleich wieder da."

Und schon war er verschwunden und ließ mich alleine zwischen unzähligen Leuten, die vermutlich alle eine andere Sprachen sprachen, zurück.

„Eine Kugel Vanille im Becher für mich und eine Kugel Pfefferminze für die hübsche Frau da drüben bitte.", drang eine Stimme zu mir durch, was vermutlich daran lag, dass der Mann, der gesprochen hatte, einer der wenigen war, der Englisch und laut sprach.

Ich wendete meinen Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kam, und beobachtete kurz die ründliche Eisverkäuferin, wie sie das Eis aus den silbernen Behältern kratzte, ehe mein Blick auf den Mann vor der Theke fiel.

Es war Harry Edward Styles. Natürlich.

Wirklich, es liefen hier täglich so unglaublich viele Leute herum, dass man normalerweise gar nicht die Chance hatte, jemandem zwei Mal über den Weg zu laufen, doch ich hatte natürlich das Glück, dem britischem Vampir gleich zwei mal in weniger als 24 Stunden zu begegnen.

Ich drehte mich schleunigst um in der Hoffnung, nicht von ihm entdeckt zu werden, und tat so als würde ich mit meinem kleinen Armband spielen, das ich wirklich immer trug, doch mein Schicksal schien es mal wieder nicht allzu gut mit mir zu meinen, da er bereits auf mich zugelaufen kam.

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