63:Tailor

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Drei Tage ist Lia nun raus und seid Zwei geht sie regulär, wie alle andern, in die Uni. Das sie viel besser in ihren Fächern ist wie alle andern, steht dabei außer frage. Lia hatte genug Zeit und kennt sich mit Wörtern sehr gut aus. 

Das merke selbst ich, der mit Literatur nichts zu tun hat. Ich habe das Glück und habe bereits in der Schule Latein gehabt, somit erspare ich es mir jetzt nach zu lernen. Bryan hat dieses Problem auch nicht. Er hatte auch Latein in der Schule. 

Ich sitze hier in der Cafeteria und schaue zu Lia. Sie sitzt Drei Tische weiter und starrt auf ihr essen, für sie ist es alles andere als leicht. Sie wirkt unglaublich müde und erschöpft, da hilft es auch nicht das sich ein Mädchen zu ihr setzt.

Ich brauche aber nicht lange um zu wissen das Lia von ihr genervt ist. Lia nimmt ihre Tasche und lässt ihr essen stehen. Sie geht einfach. Bryan schaut ihr nach und sieht wie ich, überhaupt nicht begeistert aus. 

"Wieso starrt ihr dem Mädchen so nach, steht ihr auf sie oder was?" Kommt es von Tom. "Nein, sie ist meine Beste Freundin." Sage ich und esse weiter. "Deine beste Freundin?" Fragt Tom nach. "Ja." Er lacht.

"Der Witz ist wirklich gut. Tailor du hast keine weiblichen Freund, die legst du höchsten flach." Ich ziehe die Augenbraune hoch. "Wenn du das sagst." Damit stehe ich auf und verlasse die Cafeteria. 

Ich schaue auf dem Campus nach Lia, finde sie aber nicht. Als ich am Musiksaal vorbei komme, sehe ich Bryan und Lia beim Flügel sitzen. Lia spielt einfach eine ruhig und eher traurige Melodie. 

Leise setzte ich mich auf einen Stuhl und höre einfach zu. Es ist schon so nicht einfach für Lia, aber durch die ganzen Bilder die man im Internet finden kann, ist es unmöglich Freunde zu finden. Die meisten sind nur darauf aus berühmt zu werden. Es ist echt krank.

Leise stehe ich auf und setzte mich neben Lia. Sie spielt einfach, das tut sie immer wen ihr alles Zuviel wird. "Ich mag die Leute nicht." Sagt sie und ich nicke. "War nicht schwer zu erkennen." Stellt Bryan fest.

"Was wollte das Mädchen von dir?" Frage ich nach. "Sie hat gemeint ich soll mich umbringen. Ich wäre eine schlampe." Ich starre sie an. "Wie bitte?" Fragt Bryan. Lia wollte es wiederholen. "Ich habe es verstanden, aber warum sagt man sowas?"

Lia zuckt die Schultern. "Ihr hattet recht, hier draußen ist nichts einfach. Alle sind gemein und sind geizig." Ich nicke. "So ist es nun mal. Mich nervt das auch, aber es gibt nun mal nicht so viele Menschen wie dich. Die meisten denken nur an sich."

Lia nickt bloß und schaut auf die Uhr. "Jack holt mich ab, wir sehen uns morgen." Damit geht sie und ich schaue ihr nach. "Wieso habe ich das Gefühl das sie das nicht lange durchhält?"

Bryan zuckt die Schultern. "Ich habe keine Ahnung. Gesund ist das aber nicht was sie macht." Damit geht es für mich in die nächsten Vorlesung und Bryan muss zum Sport. Footballtraining. 

Während ich mich ganz weit nach außen setzte, damit sich keiner neben mich hockt, sitzen alle andern da als würden wir gleich alle durchfallen. Unser Dozent kommt rein und verteilt wortlos Zettel. "Nur ein Stift werdet ihr brauchen."

Damit hole ich einen Stift und unser Dozent nickt. Ich drehe das Blatt um und fange an die Fragen zu beantworten. Unser Dozent geht durch die Reihen und schaut uns über die Schulter. 

Ich lasse mir nichts anmerken und schreibe einfach alles auf was ich weiß. Als ich fertig bin lege ich den Stift weg und drehe das Blatt um. Mein Dozent nimmt das Blatt mir ab und ich schaue schweigend nach vorne.

Er liest sich die Antworten durch und ab und zu sehe ich ihn lächeln. Er schaut auf und eilt nach oben. "Danke die beiden, sie sind durchgefallen, ihr dürft gehen." Sagt er zu Zwei Mädchen. Die Mädchen starren den Dozenten an. Sie packen ihre Sachen zusammen und verlassen den Saal.

Er schaut weiter durch die Reihen und achtet genau auf die Personen. Nach dem alle fertig sind, fängt unser Dozent an und spricht von Blut und wie es funktioniert und was man alles damit machen kann.

Er zeigt es uns anhand eines kleinen Films was Blut alles schaffen kann. Wirklich Idioten Sicher ist das erklärt. Ich schreibe mit, auch schon beim Film. 

Denn unser Dozent schreibt nichts an die Tafel, wir müssen uns selbst Notizen machen und schauen wie wir das erklärt in den Schädel bekommt. Unser Dozent schreibt bloß ein Paar Seiten immer auf, wo wir im Buch Sachen nachlesen können. Mehr macht er nicht. 

Er will das wir auf unsere weiße lernen und nicht dumm auswendig lernen. Am ende kommt es nicht auf die Theorie an sondern auf die Praxis. Der Patienten braucht keinen Wikipedia Eintrag, was er nun hat und wieso er krank ist, man soll ihm helfen Gesund zu werden. 

"Vielen Dank fürs zuhören, ihr dürft gehen." Sind die letzten Worte von unserem Dozenten, bevor alle aufspringen und nach draußen eilen. Ich schreibe meinen Satz noch fertig und packe dann alles ein. "Du hast einen guten Sinn für die Anatomie." Ich nicke.

"Ja, mein Dad ist Chirurg." Mein Dozent nickt. "Ich weiß. Ich kenne deinen Vater. Guter Arzt, guter Mann." Ich nicke. "Darum geht es mir aber nicht. Du hast die Fragen alle richtig beantwortet. Du hast keine halbe Stunden dafür gebraucht."

Ich nicke. "Ich habe eine Freundin die hat ein Spenderherz bekommen. Ich habe sehr viel Zeit mit ihr verbracht." Mein Dozent lächelt. "Lia Hathaway." Ich nicke. "Ich sage dir mal etwas, Lia hat einen starken willen. Zwölf Jahre sind keine Leichtigkeit. Sie wird wieder." 

Ich nicke und damit verabschiede ich mich. "Alter, ich bin mal schneller fertig wie du." Ich muss lächeln. Bryan steht mit Rucksack und frisch geduscht an einer Wand gelehnt da. Wir laufen aus der Uni raus und steigen in meinen Wagen. 

"Ich hasse die Uni." Beschwert sich Bryan und ich grinse. "Du meinst wohl du hasst es, weil du dich verstellen musst." Bryan nickt. "Ich meine, dass ist scheiße. Jeder starrt dich an und Toms aussagen, da hätte ich ihm fast eine verpasst."

Sein Handy piept und er lächelt. Er zeigt mir ein Bild. Lia und Riven liegen schlafend auf der Couch bei Jack daheim. Ihm fällt es deutlich leichter sich einzugewöhnen, aber er war auch nur ein Jahr in der Klinik, Lia zwölf. Das ist ein großer Unterschied.

Sobald ich geparkt habe, steigen wir aus und ich schließe die Tür auf. "Sind wieder da." Meine Mum lächelt uns an. "Hey ihr beiden, essen steht in der Küche." Ich nicke und schnappe mir einen Teller und hole mir die Nudeln aus dem Topf.

Bryan nimmt gleich den ganzen Topf und schüttet die Soße drüber. Als meine Mum rein kommt lacht sie. "Und wie war es?" Ich nicke. "Gut, zwei Mädchen wurden erwischt wie sie geschummelt haben, jetzt dürfen sie das Jahr nochmal machen."

Bryan hält den Daumen nach oben. Meine Mum verschwindet und kommt mit Lia wieder. Sie sieht ein wenig verpennt aus. Ich nehme meiner Mum die Kleine ab und setzte sie mir auf die Schoß.

"Sie ist genauso verpennt ihr wie ihre Namensvetterin." Bryan nickt und lacht. "Als ich Jack fragt was er macht, sagte er, Ich bin heute auf einem Date. Fünf Minuten später schrieb er, Date ist hübsch. Wird noch interessant. 

Ich habe ihm dann bloß viel glück gewünscht, seine Antwort war. Liege Nackt in meinem Bett, Date war geil." Ich grinse bloß. "Der hat ja einen Knall." Bryan nickt und lacht. Ich schaue nach unten, Lia ist eingeschlafen und hängt mit einer Hand in meinem Teller Nudeln.

Meine Mum lacht. "Ach Gottchen. Sie ist in Sachen essen wie du, immer am essen und selbst beim schlafen denkt sie noch daran." Ich gebe Lia einen Kuss und lege sie dann nach oben in ihr Bett und mache vorher ihre Hand sauber.

Leise gehe ich nach unten und esse meinen Nudeln auf. Bryan hat den Topf leer gegessen. Ich kann einfach nicht fassen wie viel der futtert. Er macht zwar Sport, aber ich wiege genauso viel wie er und ich bin nicht im Footballteam.

Als wir oben sind, ist mein Zimmer aufgeräumt. Was mal ein wunder ist. Bryan hängt seine Jacke auf und schmeißt sich dann ins Bett. Ich lege mich zu ihm und er zieht mich an sich. "Ich bin müde." Ich grinse und fahre ihm durch die Haare. "Dann schlaf eine Runde."

Bryan grinst. "Mit oder ohne dich?" Ich lache und lasse mein Zimmer dunkler werden. Ich ziehe meine Jeans und meine Shirt aus und lege mich einfach hin.

 Bryan tastet meinen Körper ab. Ich höre das seine Klamotten auch fallen und dann spüre ich nur noch Zwei Arme die mich an ihn ziehen, schon bin ich in Land der Träume. 




Briefe von Liam PayneWhere stories live. Discover now