60:Liam

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Neues Jahr neues Glück. Ich habe Lia seit Weihnachten nicht mehr gesehen oder gesprochen. Sie wollte das ich die Zeit mit meiner Familie und meinem Sohn verbringe. Ich habe eher das Gefühl sie hat was vor. 

Ich bin mit Harry auf ihrer Station, als ich in ihr Zimmer komme liegt alles zerstört da. Ihre ganzen Bilder sind zerschlagen, ihre Klamotten zum teil zerrissen. "Was ist den hier passiert?" Frage ich Dr. Collins sieht mich traurig an.

"Das ist der Zustand den sie hat. Sie hat über die Weihnachtstage stark abgebaut. Sie ist komplett durchgedreht und hat jeden angeschrien, sie wollte keinen mehr sehen. Dr. Winter ist auch noch nicht dahinter gekommen was das ausgelöst hat.

Sie hatte alle Aufgaben gelöst, wir hätten sie entlassen können, aber so geht das nicht. Dr. Winter war zuversichtlich. Sie wäre Anfang Februar entlassen worden, aber jetzt gerade wird es nicht der fall sein."

Ich schaue mich um. "Und wo ist Lia jetzt?" Dr. Collins zuckt die Schultern. "Wen wir das wüssten. Ihr Handy hat sie ihm Waschbecken ersoffen, Tailor und Bryan haben sie überall gesucht, aber niemand hat sie gefunden. 

Sie hat die Klinik verlasse. Wir haben ihren Vater informiert, vielleicht hat er eine Ahnung. Jack hat auch keine Ahnung wo sie sein könnte. Wen sie zurück kommt, muss sie in die geschlossene eingewiesen werden."

Ich schaue Dr. Collins an. "Machen sie das nicht. Sie kennen Lia, wann ist den schonmal sowas vorgekommen?" Dr. Collins schaut sich im Zimmer um. "Eigentlich in dieser form noch nie, aber als man diese Bilder von ihr Online gestellt hat, da war es sowas in der Art."

Harry ging sofort auf seine Social Media Plattformen. Er scheint wohl etwas gefunden zu haben. "Neue Freundin von Liam Payne ist eine schwerkranke Herzpatientin. Sie heißt Lia und ist 23 Jahre alt." Ließt Harry vor und zeigt uns ein Bild. 

Das stand nur auf Twitter, bei Instagram gab es noch deutlich schlimmere Bezeichnungen. Gestörte, Magersüchtige, verrückte, sind noch die netten Worte. Ich atme tief durch. "Wenn Lia diese Bilder gesehen hat, wird sie sich nicht zeigen." 

Harry nickt. "Es gibt Zwei Möglichkeiten wo sie sein könnte, entweder am Meer, wo wir mit ihr waren oder aber sie ist in der Kunstausstellung. Sie wollte unbedingt mal dahin und ich habe keinen Grund gesehen ihr nicht zu verraten das sie ihre Bilder bis Anfang März sehen kann."

"Wenn wir sie finden, was ist dann?" Dr. Collins schaut mich an. "Dann schlage ich vor das sie sich um sie kümmern. Erklären sie der Presse und euren Fans wer sie wirklich ist.

Ich werde hier Ordnung schaffen, bis heute um Mitternacht ist sie wieder da. Dr. Winter wird sie wahrscheinlich bis ende oder Anfang März hier lassen, länger auf keinen fall."

Wir nicken und ich nehme noch eine Jacke mit, dann eilen wir zu meinem Auto. Harry rief Niall an, da er am nächsten von uns allen am Meer wohnt. Dieser versprach sich auf den Weg zu machen und nachzuschauen ob sie da ist. 

"Entspann dich Liam. Sie hat wirklich jedes Recht wütend zu sein. Sie ist jetzt schon zum Zweiten mal so mies auf Social Media erschienen. Sie darf darüber sauer sein." 

Als wir vor der Galerie halten, springe ich schon fast aus dem Auto. Doch die Enttäuschung ist groß als heute Galerie zu hat. Super, da kann sie ja nur am Meer sein. 

"Niall schrieb das sie am Meer nicht ist. Er hat alles abgesucht und Passanten gefragt. Lia ist nicht dort." Toll, Harry schaut mich an und dann zur Galerie. Als die Tür sich hinter mir öffnet schaue ich einen Mann an.

"Kann man ihnen helfen?" Ich nicke. "Ja, wir suchen das Mädchen. Schon mal gesehen?" Ich zeige ihm ein Bild von Lia. "Ja klar. Sie ist mit Miss Sanchez heute hier." Ich bin gerade mehr als erleichtert. 

"Kommt rein." Der Mann lässt uns durch und ich laufe wie ein gestörter durch die Ausstellungen bis ich bei der von Lia angekommen bin. Sie sitzt vor dem Bild was dieser Armani Anzug Typ gekauft hat.

Ich bleibe einfach da stehen wo ich gerade stehe und schaue zu Lia. Sie trägt ein schlichten Pullover und würde in eine Menge aus Menschen nicht auffallen. 

Langsam laufe ich auf sie zu und setzt mich neben sie. Sie schaut einfach das Bild an. Sie greift nach meiner Hand und verschränkt unsere Hände miteinander. Schweigend schauen wir einfach das Bild an. 

Manchmal ist es besser einfach nichts zu sagen, als ein Wort zu sagen. "Tut mir leid." Ich schaue sie an. "Was den?" Frage ich. "Das ich meine Entlassung hinausgezögert habe, aber es ging nicht anders." 

Ich nicke. "Willst du mir sagen wieso?" Sie schaut einige Sekunden Stumm zum Bild, drückt meine Hand ganz fest. 

"Wegen meiner Mum und auch wegen der Bilder im netz, wegen allem. Meine Angst ist einfach groß und ich bin so ziemlich das größte Weichei was du jemals gesehen hast."

Ich spiele mit ihrer Hand. "Ist nicht wahr. Du bist die stärkste und die schönste. Lass die doch reden, die haben keine Ahnung was du alles geleistet hast und ganz im ernst, die sind alle bescheuert. Deine Mum hat keine Ahnung was wirklich abgeht, die ist einfach nur blöd."

Lia legt ihren Kopf in meinen Schoß und schaut das Bild vor uns an. Ihre Beine liegen angewinkelt auf der Holzbank auf der wir sitzen. Irgendwie wirkt sie so normal, dabei ist sie alles andere als Normal.

Ich spiele mit ihrer Hand, sie wirkt gesund von außen, aber von innen ist alles dunkle und schwarz. Sie ist nicht Gesund und das wird sie auch nie sein. Sie hat immer eine Narbe über ihrem Herz und sie wird gezeichnet sein.

Das ist Okay, sie hat ihre Geschichte. Jeder hat eine Geschichte, ohne die wären wir alle gleich und somit Langweilig. Ich schaue auf das Bild vor mich, es spiegelt Lia in ihrem inneren wieder und ehrlich gesagt habe ich keine Lust mehr.

Sie soll endlich zu mir, ich möchte ihr die Welt zeigen. Dieses ständige und penetrante warten ist einfach nur noch ein Alptraum. Ich will morgens neben ihr aufwachen und mit ihr auf Konzerte gehen. Ihr ein Leben zeigen was sie sich wünscht. 

Ich möchte mit ihr zusammen sein, sie liebe und für sie da sein. Ich will mit ihr raus und ihr die Welt da draußen zeigen und nicht ständig mit ihr in ihrem Zimmer sitzen. Sie soll endlich raus aus diesen weißen Klinik Wänden.

Ich weiß nicht wie lange wir einfach hier gesessen haben und das Bild angesehen haben. Lia und ich haben einfach diesen Moment genutzt und waren nur für uns. Draußen aus der Klinik, aus dem ganzen Mittelpunkt ihres Lebens. 

Sie bedeutet mir so viel und ich kann es einfach nicht mit ansehen wie sie leidet. Wie sie jeden Tag nur darauf hofft endlich raus zu können. Ich werde an diesem Tag wo sie entlassen wird bei ihr sein und vor stolz platzen. 




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