53:Tailor

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Es ist Mitte September. Bryan hat Praktikum in der Klinik und darf sich mit Dr. Winter die Patienten anhören. Lia ist dabei aber echt der härteste Fall. Sie wird echt an ihr Limit gebracht und Dr. Winter seine Ergebnisse sind alles andere als beruhigend. 

Als ich auf der Herzstation bin schaue ich kurz nach Lia, aber sie sitzt einfach da und malt. Ihr ganzes Zimmer ist voller Leinwände und gemalter Erinnerungen und unglaublicher Detailreicher Arbeit. Sie hat wirklich Talent. 

Leise geht die Tür auf. Dr. Winter schaut sie schweigend an. Er sieht mich an. "Sie hat Talent." Ich nicke. "Ja, aber was sie da machen hat doch echt Grenzen." Dr. Winter nickt. 

"Ja, aber solange Lia nicht einsieht das schweigen nichts bringt, muss man mit detaillierten Fragen sie aus der Reserve locken. Ich mache das nicht gerne, lieber würde ich mit ihr ein normales Gespräche führen als sie mit Fragen zu löchern bis wir an diesem Punkt sind, wo sie sein sollte."

Ich nicke. "Ihnen ist aber bewusst das Lia das nicht kann. Sie spricht offen mit ihnen, aber nicht so wie es sich vorstellen. Schauen sie sich mal um, Detailreiche Bilder, Songs, Bücher, dass alles sagt Lia.

 Wenn sie sich die Bilder genauer anschauen, werden sie wissen worauf Lia hinaus will, mit detaillierten Fragen kommen sie nicht weit. Lia macht nur mehr zu. Vielleicht irre ich mich ja und sie kommen mit der Groben Methode weiter, aber ich bezweifle es sehr. 

Ich gebe ihnen mal einen Rat, an unser alten Schulen hängen bis heute ihre Bilder. Schauen sie sich die mal an, dann fragen sie genau Zwei Lehrer nach Lia. Mister Johnson ihr Englisch Lehrer und Mrs. Ross ihre Kunstlehrerin. Sie wären erstaunt was sie da zuhören bekommen."

Damit lasse ich beide alleine und Besuchen meinen Dad. Er grinst bloß und ich setzte mich zu ihm in die Cafeteria. "Was verschafft mir deine Besuch?" Ich grinse und nehme einen schluck Kaffee aus meinem Papbecher. 

"Habe Lia besucht, sie ist derzeit ein wenig durch den Wind." Mein Dad nickt. "Ich habe es schon mitbekommen. Sie wird aber wieder, sie braucht einfach jetzt ein wenig Veränderung um wieder klar zu denken." 

Ich nicke. "Ja, habe Dr. Winter ein paar Tipps gegeben. Damit er ein paar Anhaltspunkte hat." Mein Dad nickt und dann muss er auch wieder los. Ich mache mich auch auf den Weg zu mir nachhause.

Letzte Woche habe ich alles bei Bryan abgeholt. Ich muss es nur noch einräumen in meinen Schrank. Mein Dad hatte nichts dagegen das Bryan bei uns wohnt.

Vorerst können wir uns sowieso keine Wohnung leisten und da die Uni bei uns in der Nähe ist, ist es gut das ich noch bei meinen Eltern wohne. 

Sobald die Haustür hinter mir geschlossen ist, ziehe ich meine Schuhe aus und hänge die Jacke auf. Ich laufe nach oben und packe die letzten Sachen von Bryan in meinen Schrank. Die Tür geht wieder auf und Bryan schaut mich an. 

Ich legt meine Lippen auf seine. "Ich schwöre es dir, dass ist manchmal echt ein Alptraum." Ich lache. "Was ist den dieses mal passiert?" Er schmeißt die Jacke aufs Bett und zieht seine Hose und sein Shirt aus. 

"Dieses Mädchen aus der Magersuchts Station ist einfach der Wahnsinn, wegen jedem scheiß jammert sie und du kannst nicht sagen, Halts maul. Dann gibt es diesen Daniel aus der Herzstation, Alptraum!

Ich könnte schwören der Typ ist not Geil und gafft mir die ganze Zeit auf den Arsch. Ich schwöre es dir, ich gehe schon rückwärts aus dem Zimmer raus und drehe ihm nie den Rücken zu. Ein richtiger Alptraum dieser Wixxer."

Ich lache. "Ja Daniel ist not geil und er hat mir auch schon an den Arsch gepackt. Ich kann ihn nicht wirklich leiden." Bryan schaut mich an und zieht mich zu mich. "Mein Arsch, der soll sich einen andern suchen. Du gehörst mir und ich teile nicht gerne was mir gehört."

Ich lache und setzt mich auf ihn. "Du brauchst nicht eifersüchtig zu sein." Bryan schaut mich an und mit einem mal liege ich runter ihm. "Bin ich aber, ich teile nicht gerne und vor allem nicht jemanden den ich mag und dich teile ich schon gar nicht!"

Seine raue Stimme macht die Aussage ziemlich deutlich und mich irgendwie an. Er legt seine Lippen auf meine. Das er jetzt den Ton angibt, ist mir deutlich bewusst. Irgendwie gefällt mir das.

Seine Lippen sind verlangend und lenken mich ab. Er hat ein kleines Eifersuchts Problem, was er in der Öffentlichkeit nicht sonderlich zeigen kann, aber daheim sagt er mir deutlich was er davon hält, aber er lässt mir auch Freiraum. 

Dennoch bin ich seins so wie er meins ist. Ich mag es genauso wenig wen ihn andere anschaue oder betatschen.

Bei Lia ist das was anderes, ich weiß das sie mir Bryan nie ausspannen würde, die beiden kann ich allein lassen ohne am nächsten Morgen meinen Freund Nackt und unter Drogen in einem andern Bett zu finden. 

Als Bryan von mir ablässt, legt er seine Stirn man meine. "Meins." Ich nicke. Er küsst meinen Hals und zieht mich an sich. Er drückt sein Gesicht in meinen Rücken. 

"Es ist ein einziger Alptraum. Lia hat so viele stellen wo man auf lange Zeit dran arbeiten muss, aber wir wollen sie nicht länger drin behalten. Sie soll endlich raus in die Welt." 

Ich nicke und drehe mich um, sein Gesicht drückt er in meine Brust. "Sie wird das schaffen. Ihre Bilder sind eine stütze für sie." Bryan nickt und küsst meine Brust, er spielt mit meiner Hand.

Es erinnert mich an damals, wir hatten unseren Abschluss und als ich von einer Party wiederkam lag Bryan einfach schlafend in meinem Bett. Auch am nächsten morgen hat er kein Wort mit mir gesprochen, er sah mich einfach nur an. 

Ich lege meine Hand an seine Wange, er schließt die Augen. "Alles wird wieder gut werden." Er nickt. Für ihn ist das alles nicht so leicht, er wollte Psychologe werden, weil seine Mutter sich umgebracht hat kurz nach der Scheidung von seinem Vater. 

Für ihn ist eine Welt zusammengebrochen und Lia gibt ihm das Gefühl seine Mutter ist nah bei ihm. Lia ist die einzige, die neben meiner Mutter und meiner kleinen Schwester, zu ihm durchdringt. 

Lia ist für Bryan ein halt und jemand auf den er bauen und vertrauen kann. Für ihn geht es nicht um ansehen oder Anerkennung durch Frauen, er will nur seiner Mutter so nah wie möglich sein. Ihm fehlt sie jeden Tag und es macht ihn kaputt, aber durch Lia findet er einen halt.

"Tai?" Ich schaue ihn an. Sein Blicke gilt dem Fenster und der Aussicht. "Hmm?" Er lächelt und drückt seine Lippen auf mein Sixpack.

"Lieb dich." 



Briefe von Liam PayneWhere stories live. Discover now