44:Liam

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Ich schaue zum OP. Lia liegt da, mein Mädchen. Ich sehe eine Kühlbox, dann öffnet sie eine Schwester und Dr. Collins nimmt das Herz raus. "Amanda." Flüstert das Mädchen und wischt sich die Tränen weg. 

Ich schaue hinter mich. "Sie wird helfen, so wie sie es wollte." sagt die ältere Frau. Der Junge schaut schweigend zum OP. "Zwölf Jahre hat sie gewartet um ein Herz zu bekommen. Sie hat Vier Kindern den Vortritt gelassen." Höre ich den Jungen sagen. 

"Wenn sie es nicht verdient, dann keiner." Höre ich den Mann sagen. Der Unterschied zu Lias altem Herz und ihrem neuen Herz ist gewaltig. Ich habe angst das sie nicht mehr aufwacht. Das sie es nicht schafft. 

Ich drücke die Hand von Louis und Harry. "Liam, alles ist gut. Sie kommt durch." Ich nicke. Zu mehr bin ich nicht im Stande. Als Harry anrief, war ich gerade aufgewacht und dann sagt er, sie hat ein Herz. Sie bekommt ein Spenderherz.

Die Musik beruhigt nicht nur Lia, sondern auch mich. "Darf man sie eigentlich auf der Intensiv dann besuchen?" Fragt Niall. "Nur Familienangehörige oder Ehemann. Verlobte auch noch, Freunde sind aber verboten." Höre ich den Jungen sagen.

Super, also kann ich sie nicht mal sehen. "Ich mache da aber die Ausnahme bei Liam." Höre ich den Vater von Lia sagen. Ich könnte ihn gerade wirklich küssen. Ich bin so angespannt, Nervös und habe ein Gefühlschaos in mir, dass ist nicht mehr normal. 

Sie setzen das Herz ein und dann drücke ich fester. "Was passiert jetzt?" Fragt Louis. "Sie verbinden das Herz mit dem Körper, den Arterien, dem Gewebe. 

Das war auch damals der Fehler bei ersten Transplantation, dieser Arsch hat nicht alles verbunden und somit wurde aus einer gesunden Lia, eine Totkranke. Dieser Arzt soll mir in Finger kommen und ich Prügel ihn Windel weich." 

Ich schaue weiter zu Lia. Sie sieht so friedlich aus. So unglaublich erleichtert und ich sehe sie hoffen. Hoffnung ist das einzige was mir derzeit bleibt. Ich würde am liebsten schreien, weinen und einfach durchdrehen, aber das wird Lia nicht helfen. 

Somit bleibe ich ruhig. Ich schaue auf die Uhr, Sechs Stunden sitzen wir schon hier. Ich habe das Gefühl ich sitze Sechzig Sekunden hier. Alles geht so schnell und dann wieder nicht. Es macht mir einfach nur eine Heiden Angst.

Ich zerdrücke die Hände von Harry und Louis. Jetzt wissen sie wie es sich anfühlt die Hand von einer Frau zu halten, wenn sie ihr Kind auf die Welt bringt. Zwar drücke ich nicht ganz so fest, aber schon ordentlich. 

Ich schaue zu Lia. Die Musik beruhigt mich ein wenig, ich achte auf die Musik und lockere meinen Griff, damit Louis und Harry keine gebrochene Hand haben. "Niall, das nächste mal ist deine Hand dran. Ich spüre meinen Mittelfinger nicht mehr." Höre ich Louis flüstern. 

Ich schaue zum Arzt. "Okay, gleich schalten sie das Herzgerät wieder ein. Halten sie den Defibrillator bereit." Höre ich Dr. Black sagen. In seiner Haut möchte ich nicht stecken.

Ich würde durchdrehen, wenn ich so eine unglaubliche Aufgabe hätte. Ich würde zittern und alles falsch machen, was nur geht. Ich schaue nach vorne. Die Wunde wird zusammengenäht und dann heißt es Phase Fünf. 

"Schalte sie die Maschine ein." Höre ich Dr. Black sagen. Als die Maschine hochgefahren ist, hören wir nur ein durchgehendes Piepen. "Soll das so sein?" Fragt Niall und Tailor spannt sich an. "Nehmen sie das künstliche Herz weg." 

Wir alle spannen uns an. Ich falte die Hände zusammen und gebe eine Stoß Gebet ab. Lieber Gott, bitte, bitte lasse sie sie Leben. Lass Lia Leben. Jetzt heißt es warten. Das durchgehende Piepen macht mir Angst. 

Briefe von Liam PayneWhere stories live. Discover now