22:Liam

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Vier Tage bis Weihnachten. Ich sitze in meinem Haus und baue das Kinderzimmer für meinen Sohn zusammen. Bear freut sich schon die Tage mit mir zu verbringen. Ich freue mich auch meinen Sohn zu sehen.

Die Geschenke habe ich schon. Ich habe Lia auch etwas geschickt. Auch wenn sie sich nichts wünscht, habe ich mich nicht abbringen lassen und habe ihr etwas besorgt. Es wird sie hoffentlich freuen.

Als ich das Bett aufgebaut habe, stelle ich es an seinen Platz und fange an den Schrank aufzubauen. Kindermöbel sind deutlich leichter aufzubauen als einen begehbaren Kleiderschrank.

Ich werde durch die Tür klingeln aus meiner Arbeit gerissen. Eilig laufe ich die Treppen runter und öffne die Tür. Harry steht davor. Er grinst wie ein Idiot. 

"Was willst du den hier?" Er grinst und drückt sich durch die Tür. "Louisa hat den Song veröffentlicht." Ich lächle und nehme gleich die Post noch mit rein. "Hören wir ihn uns an." Ich nicke und hole mein Laptop.

Ich gebe den Song ein und dann höre ich ihn mir an. Zum Teil gibt es da auch Rap Parts die von Stormzy übernommen wurden. Als ich die ersten Töne höre, bin ich richtig überrascht. Nicht nur das es mega geil klingt, sondern das es auch gute Laune macht. 

Ich bin wirklich überrascht, leicht nicke ich mit dem Kopf mit. "Das hat sie wirklich gut übernommen. Der Song verbreitet gute Laune." Harry nickt. "Ja, und er hat ein Message. Ich habe mit Louis gesprochen, sie ist der Meinung der Song ist ein Abschied. 

Sie ist davon überzeugt das dieser Song ein gutes Ende hat und es eine Vorstellung von etwas ist." Ich nicke. Was genau nun hinter den beiden Songs steckt und was Lia damit meint, kann nur sie wissen und ich glaube, ich will es auch nicht wissen.

Ich möchte zwar viel wissen, aber auch nicht alles. Manches sollte einfach Lias Geheimnis bleiben, denn sonst hat man nichts mehr was man entdecken kann. 

Harry lächelt und schaut sich um. "Du gibst dir echt mühe, hast du die Möbel selbst gemacht?" Ich schüttle den Kopf. "Nein, ich habe sie anfertigen lassen, zusammen bauen tue ich sie. Ich mache noch ein paar Feinarbeiten dran."

Somit laufe ich nach oben und baue den Schrank auf. Als dieser steht, geht es an die Kommode. Harry sitzt einfach auf dem Boden an der Wand angelehnt da und schaut mir zu. Er summt Take Me Home leise vor sich hin und schaut auf sein Handy. 

Er grinst vor sich hin. "Beth hat die Bilder von Lia geschickt." Ich schaue auf und er kommt zu mir. Lia sieht einfach wundervoll aus. Ihre Regenbogen Haare sind richtig klar und man sieht wirklich tolle Übergänge. 

Die Haare wurden auch gekürzt, wenn man ein Bild von vorher und nachher sieht, muss ich echt schlucken. "Sie gefällt mir mit den bunten Haaren viel besser. Es steht ihr und ihre Grünen Augen stechen richtig raus." 

Ich kann Harrys Meinung nur zustimmen. Lias bunte Haare stehen ihr einfach nur perfekt. Sie sieht nicht mehr so Unglücklich und Krank aus, sie wirkt wacher und lächelt, dass macht mich am meisten Stolz, wenn sie lächelt, dann geht es ihr soweit gut. 

Mich lässt das Hoffen. Hoffnung ist das einzige was in dieser Zeit hilft. Sie kann nur warten und wenn dann mal solche Tage sind, dann fällt es ihr leichter und sie kann vergessen in welcher Lage sie ist. 

Mir geht es nicht darum sie zu beschenken damit sie ruhe gibt, mir ist sehr wichtig das sie lacht und sich für kurze Zeit mal entspannen kann und vergessen kann wieso sie in der Klinik ist.

 Es muss bei ihr kein riesen Goldring zu Weihnachten sein, es reicht wenn man da ist und ihre Hand hält. 

Ich frage mich wie ihre Hand sich anfühlt. Wie es ist in ihrem Zimmer zu stehen und sie wirklich da Leben zu sehen. Es ist was anderes wenn man Persönlich dabei ist. Ich hoffe einfach drauf das sie zum Ball kommt. 

Ich werde jeden Song singen, egal wie lange ich dafür auf der Bühne stehen muss. Wenn sie kommt, zeigt es wie stark sie wirklich ist. Niemand würde einem fremden vertrauen und nur wegen ihm dahin gehen.

Ich kenne ihr Gesicht, sie aber meins nicht. Ich bin jetzt schon gespannt, ob sie kommen wird. Harry rüttelt an meiner Schulter. "Hör auf zu Träumen." Ich schaue ihn an und er grinst bloß. "Du träumst." Ich lächle leicht.

"Ich freue mich bloß auf Januar und hoffe einfach das sie kommt und ich sie mal live sehen kann." Harry nickt und ich widme mich der Kommode wieder. Ich freue mich auf heute Nacht, da kann ich dann endlich wieder in einem Bett schlafen. 

Harry grinst bloß vor sich hin und ich schraube weiter die Kommode für meinen Sohn zusammen. "Dir steht diese Holz arbeiten wirklich gut. Du siehst dabei so entspannt aus." Ich nicke und schraube die nächste Schraube ins Holz.

"Es hilft mir auch und mach spaß." Harry grinst. "Was hast du vor wenn das Haus fertig ist?" Ich zucke die Schultern. "Keine Ahnung, ich versuche mich vielleicht an einer andern Handarbeit oder baue etwas." 

"Wie wäre es den mit Gartenarbeit, das würde dir auch gut stehen." Ich nicke. "Vielleicht. Ich muss mal schauen. Vielleicht baue ich ein Pool oder einen Grill. Der Garten ist groß genug." Harry grinst. 

"Dein Haus weckt Erinnerungen an den Anfang von One Direction. Ich weiß noch, wir saßen bei meinem Dad und spielten Fußball, lachten und saßen am Lagerfeuer, grillten Marshmallows, lachten und haben nicht mal daran gedacht überhaupt Musik zu machen. 

Niall klimperte auf seiner Gitarre herum und wir sprachen über Gott und die Welt. Dein Haus erinnert mich daran. Es riecht immer nach Holz wenn ich hier bin und es macht einfach Spaß hier zu sein. 

Du bist einfach hier und dann fühle ich mich wie als wären wir wieder Sechszehn, total Grün hinter den Ohren und haben noch kein Plan was auf uns zu kommt und dann wenn ich da Haus verlasse, dann weiß ich wieder wer ich bin. Ich bin Harry Edward Styles, der gutaussehende Modische Engel mit rauchiger Stimme."

Ich lächle vor mich hin. "Das ganze Haus besteht zu 75 Prozent aus Holz. Alles was ich hier mache ist mit Holz arbeiten. Ich mag diesen Geruch, dann denke ich an Schweden, wo wir Zetteln waren und Louis einen riesigen Baum als Lagerfeuer benutzen wollte, 

und ich schneller mit Zelt aufbauen war wie du und Niall zusammen. Sowas vermisse ich. Ich möchte manchmal die Zeit zurückdrehen und diese Momente genießen und einfach mich daran erinnern wie es war. 

Manchmal vermisse ich mein altes Leben, wo ich in einem klein Haus gewohnt habe und bei meiner Familie sein konnte. 

Ändern möchte ich es aber jetzt auch nicht. Wenn ich was verändern könnte in meiner Geschichte, ich würde alles so lassen wie es ist. Denn sonst wäre ich niemals hier und würde mit dir so ein Gespräch führen können." 

Briefe von Liam PayneWhere stories live. Discover now