1:Liam

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Liebeskummer ist scheiße. Man fühlt sich allein gelassen und alles ist einfach beschissen. Dennoch sitze ich hier im Büro von Sony. Harry und die andern neben mir verteilt. Sie hat einfach Schluss gemacht. 

Wir hatten in der letzten Zeit ziemlich viel streit, aber man hätte es klären können. Ich meine wir sind alt genug. Cheryl und ich hätten eine Chance gehabt, hätte sie mit mir gesprochen. Ich habe sie geliebt und tue es immer noch. Es tut einfach nur weh. 

Als es an der Tür klopft schaue ich auf. "Kommen sie rein." Höre ich Simon sagen. Als eine Frau mit kurzen Braunen Haaren den Raum betritt schaue ich nur kurz auf. Sie arbeitet sicher für Simon. 

"Miss Sanchez, eine Freude sie begrüßen zu dürfen. Bitte setzten sie sich doch." Die Dame nickt und setzt sich mir gegenüber. "Also das ist Miss Sanchez sie kommt von der Wish Foundation Magic Happy und hat ein anliegen an euch, besser gesagt an dich Liam." 

Ich schaue auf. "Wieso an mich?" Die Dame lächelt mich an. "Ich erkläre es mal etwas besser. Unsere Foundation hat ein Projekt ins Leben gerufen das heißt Write Secret. Wir haben viele Schwerkranke die noch Hoffnung auf ein gesundes Leben haben, bis dahin müssen sie hart kämpfen. 

Damit wir ihn die Zeit etwas angenehmer machen, haben sich viele Prominente bei uns gemeldet, die sich dazu bereit erklärt haben mit diesen Kindern und Jugendlich Briefe zu schreiben. 

Dies wird so ablaufen, ihr bekommt ein Brief zugeschickt wo Informationen drin stehen. Wie ihr die Briefe zu verschicken habt und was ihr beachten müsst. Zum Beispiel Harry schreibt einem Jungen ein Brief, ihr bekommt die Umschläge und Briefmarken von uns und wir achten darauf das ihr euch nicht beim ersten Brief verratet. 

Das Kind wird euch sein Leben beschreiben und euch fragen stellen zu euer Person, wenn es euch erraten hat, trefft ihr euch. Dann ist es eure Entscheidung ob ihr mit dem Kind weiter schreibt oder es bei dieser Aktion bleibt. Wenn das Kind während der Zeit stirbt, wo ihr mit ihm Briefe schreibt, werdet ihr benachrichtigt.

Auch wenn das Kind im Koma liegt oder sonst irgendwie keine Zeit mehr hat zu schreiben, werdet ihr auch benachrichtigt. Weshalb ich jetzt hier bin ist, weil Liam eine Anmeldung für sich abgegeben hat für das Projekt." 

Ich schaue die Frau vor mir an. "Ich habe gar nichts gemacht und mich bei sowas angemeldet auch nicht. Das würde ich wissen, für sowas habe ich gerade echt keinen Nerv." Die Dame vor mir schaut mich fragend an. "Sie sind doch Liam James Payne, der Sänger." Ich nicke. 

"Ja, aber dennoch habe ich mich da nicht angemeldet. Ich habe davon noch nie etwas gehört, bevor sie gerade aufgetaucht sind." Ich schaue neben mich, Louis und Harry schauen genauso sprachlos zu der Dame. "Wer ist den Karen Payne?" Fragt sie.

"Meine Mutter, wieso?" Sie zeigt mir ein Zettel und deutet auf die Unterschrift. "Ihre Mutter hat sie angemeldet. Vielleicht sollten sie mal mit ihr sprechen." Das kann doch nicht wahr sein. "Ähm, Ja. Ich spreche mit ihr und was genau muss ich da jetzt machen oder kann man da sich noch abmelden?"

"Abmelden kann man sich nicht. Sie werde von ihrem Brieffreund ein Brief erhalten und dann schreiben sie einfach zurück. Ihn wird es mit ziemlicher Sicherheit gefallen. Es gibt auch keine Zeit Begrenzung für dieses Projekt. Lassen sie sich einfach überraschen."

Die hat gut reden. "Und wie sollen die Briefe zu mir kommen, wenn ich auf einer Tour bin?" Die Dame lächelt. "Ihr erhaltet auf Tour sehr viel Post, euer Sicherheitsdienst wird sich wohl was einfallen lassen müssen. Versuchen sie es erstmal, sie können immer noch ihren Namen irgendwann auf den Brief schreiben. 

Bitte denken sie aber dran, dass dieses Kind schwerkrank ist. Wir nehmen jetzt kein Kind was sich den Fußgebrochen hat. Sondern schon welche die Schwerkrank in der Klinik liegen und das für einige Monate oder Jahre. Somit ist es für diese Kinder eine Abwechslung wenn sie mal mehr als nur das Klinikpersonal zu Gesicht bekommen."

Die Dame hatte irgendwo ja schon recht. Dennoch kann meine Mutter sich was anhören. Ich meine, hätte sie nicht vorher fragen können oder mir wenigstens bescheid sagen? Nein, man muss mich gleich überrennen. 

"Na schön und wie werden die Kinder dann verteilt?" Miss Sanchez lächelt. "Wir losen sie aus. Wir nehmen Zwei Schüsseln und schmeißen in eine die Promis und in die andere die Kinder dann wird ausgelost."

Ich nicke. "Okay. Schön ich mach da mit und wenn mich das Kind erraten hat, dann treffen wir uns und dann sind sie raus aus der Nummer." Miss Sanchez nickt. Damit stimme ich zu und Miss Sanchez verlässt das Büro. 

"Ich muss wohl mal mit meiner Mutter sprechen." Harry lacht bloß und Niall ist wie immer nur am essen. "Ich finde die Idee eigentlich ziemlich cool." Gibt Louis zu. Ich nicke und damit besprechen wir unsere Tour weiter.

Sobald wir den Vertrag unterschrieben haben, verlasse ich das Sony Gebäude und eile zu meinem Auto. Jetzt kann sich meine Mutter etwas anhören. Sowas kann sie echt nicht bringen. 

Ist ja echt nett gemeint, aber ich habe für sowas keine Zeit. Am ende beleidige ich mein Brieffreund noch oder schlimmeres. Ich will echt nicht das er oder sie verletzt wird.

 Ich meine diese Menschen haben es so schon nicht leicht, da sollen die sich auch noch mit einem Promi herumschlagen, der ihnen ein Leben erzählt was sie vielleicht nie erreichen werden. 

Ich finde es sowieso schon schlimm genug das Kinder unter solchen Krankheiten leiden müssen. Sie leben ein leben lang mit dieser Krankheit oder der Erinnerung daran. 

Sobald ich geparkt habe, steige ich aus und drücke die Klingel durch. Mein Vater reißt die Tür auf und ich eile an ihm vorbei. "Mum!" Schreie ich durchs Haus und sie kommt mit entgegen. 

"Was zum Teufel hast du dir dabei gedacht mich für eine verdammt Wish Foundation anzumelden und dann kein Sterbens Wörtchen zu sagen?"

Als ich ins Wohnzimmer komme, sitzt Cheryl mit Bear auf der Couch. "Ich wollte dir etwas gutes tun." Sagt sie. "Hast du aber nicht. Diese Kinder bekommen doch eine Backpfeife von uns.

 Was soll ich ihr überhaupt erzählen, soll ich meinem Brieffreund erzählen wie ich die Welt sehe und auf Bühnen stehe und er darf in einem verschissenen Krankenhaus drauf warten das er vielleicht gesund wird, mach dich nicht lächerlich mum. 

Diese Kinder müssen den ganzen Tag kämpfen damit sie Leben können und ich solle ihn dann auch noch sagen, dass ich Millionen auf dem Konto haben und vielleicht ihren Lieblings Promi gesehen habe? Das zieht die auch überhaupt nicht runter oder so." 

Meine Mutter lächelt. "Warte es doch mal ab." Ich verdreh bloß die Augen. "Und was will sie hier?" frage ich und zeige auf Cheryl. "Sie wollte mir meinen Enkel bringen." Ich laufe in die Küche und hole mir ein Glas Wasser.

Ich höre Absätze und sehe Cheryl. "Deine Mutter meint es nur gut." Ich schaue sie an. "Wolltest du nicht meinen Sohn zu meiner Mutter bringen? Du hast mich sitzen lassen, jetzt tue ja nicht so als wäre nichts gewesen. Mach das du weg kommst, sonst vergesse ich mich." 

Damit stelle ich das Glas ab und nehme meinen Sohn auf den Arm und verlasse das Haus. Ich setzte mein Kleinen ins Auto und steige dann ein. Ich fahre so schnell wie möglich weg, sollen die mir alle gestohlen bleiben.

Als ich vor meinem Haus ankomme, trage ich meinen schlafenden Jungen rein und ziehe ihn um, damit er in seinem Bett weiter schlafen kann. Ich setzte mich unten auf die Couch und schaue die Wand gegenüber an. 

Das alles kann doch nicht wahr sein. Ich meine, ich freue mich über diese Sache aber das alles hätte man mir auch sagen können. Ist ja nicht so, dass die Mutter meines Kindes und ich uns einfach getrennt haben wegen Gründen, die man hätte klären können. Hätte man mit mir gesprochen, aber ich wurde einfach vor die Tür gesetzt. 

Ich fühle mich allein gelassen und verraten. 







Briefe von Liam PayneWhere stories live. Discover now