Hilf ihm

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Diesmal ließ sich Ramon nicht von seiner Freundin beeinflussen uns sagte bestimmt „Nein, ich lass ihn jetzt nicht hier liegen", riss sich einen Ärmel von seinem T-Shirt ab und drückte den Stoff auf die Wunde. Mit dem zweiten Ärmel, den er ausserdem einmal mittig einriss, um ihn zu verlängern, band er den Stoffballen am Kopf fest. „So, das sollte auch schon reichen, mehr kann und wollte ich nicht machen, und jetzt lass uns hier weggehen", sagte Ramon bestimmt, als er wieder vom Boden aufstand. Valerie war die Erleichterung anzusehen, endlich von diesem Typen weg zu können und zusammen gingen sie zurück in den Gang, möglichst schnell weg von dem Mörder. Vor lauer Dunkelheit und noch immer geschockt von den Ereignissen vor wenigen Minuten übersahen sie völlig die Abzweigung, wo sie hergekommen waren und liefen immer tiefer in den Berg hinein, bis der Pfad plötzlich anstieg und sie unter einem alten Beton-Raum rauskamen, dessen Boden bereits längst eingestürzt war. Ramon half Valerie hochzuklettern und kam dann selbst hinterher. Sie fanden sich in einem staubigen, kaum beleuchteten Raum wieder, in dem nichts war, außer einem alten Bett und paar Werkzeugen. Zögerlich schauten sie sich im Raum um, nahmen alles genau unter die Lupe, konnten aber nichts Brauchbares finden. Valerie war die Erste, die sich traute, die eiserne Tür zu öffnen und einen Blick in den Gang zu erhaschen, dicht gefolgt von Ramon. Vorsichtig spähten sie um die Ecke, konnten aber niemanden entdecken und traten in den Gang raus. Der Raum war noch düsterer als der Lagerraum mit dem Loch im Boden, in dem wenigstens ein paar Kerzen rumstanden. Immerhin roch es in dem Korridor nicht mehr ganz so muffig. Als sie nach 15 Minuten wieder beim selben Raum ankamen, vor dem sie vor kurzem noch gestartet waren, nahmen sie sich vor, ein bisschen geplanter vorzugehen. Ramon ging wieder in den Raum zurück und nahm sich eine Kerze. Während er das tat, sagte er zu Valerie: „Komm, schnapp dir auch eine Kerze, mit dem Wachs können wir markieren, welche Gänge wir schon durchsucht haben". Valerie war einverstanden, nahm sich eine rote Kerze und wieder liefen sie los, eine fast unsichtbare Spur aus roten und weißen Wachstropfen hinterlassend. Als sie nach 5 Minuten noch immer in den Gängen herumirrten, wurde es Valerie zu doof und sie machte einen Vorschlag; "Ach komm schon, wir finden den Ausgang nie, eher findet uns der Typ wieder, wenn wir nicht schneller machen, jetzt komm, geh du links und ich rechts und wenn wir unseren Gang erkundet haben, treffen wir uns wieder hier!". Ramon wusste nicht so recht, sollten sie sich wirklich aufteilen? Er überlegte, besonders viel Zeit konnte er sich aber nicht nehmen, denn er wurde scharf von Valerie beobachtet.

"Hmm, gut, teilen wir uns auf, ist effizienter" → Weiter zum nächsten Teil.

"Aufteilen, damit er sie danach alleine erwischt? Nein Danke" → Weiter zu "zusammen suchen"

Mit dem Mörder in den Ferien - EntscheidungsgeschichteRead this story for FREE!