Erschrecken

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„Ach komm, das hat sie verdient", dachte sich Ramon und versteckte sich im linken Gang. Er wartete ganze 5 Minuten, aber das einzige, was er bemerkt hatte, war eine Maus oder sonst ein Getier, das in den rechten Gang gehuscht war. Als sie sich dann immer noch nicht blicken ließ, wurde es ihm zu blöd und er eilte den rechten Gang entlang, während er sich überlegte, was er antworten solle, falls sie ich fragen würde, wo er war. Er entschied sich, einfach zu sagen, er habe sich verlaufen und lief vor lauter Gedanken fast in eine Tür im Fels, unter der Licht hindurchschien und er die Stimme eines Mannes vernahm. Jetzt wurde ihm schlagartig klar, dass die Maus die vorher in den rechten Gang abgebogen war, gar keine Maus war sondern ein Mensch und da es vorher keine Abzweigungen gab, musste Valerie auch da drin sein. Ramon wollte die Tür öffnen, zögerte dann aber doch, denn was wäre, wenn der Mann bewaffnet wäre, dachte sich Ramon und ließ den Türknauf wieder los. Ramon entschied sich, erst mal zu lauschen und hielt sein Ohr an die Tür, bemüht, seine Füße weg vom Türspalt zu bekommen, damit der Mann ihn nicht unter der Tür durch sehen konnte. Die Stimme wurde deutlicher, als Ramon angestrengt zuhörte, „Warum lügst du mich an, du keines Gör, so wie du aussiehst, hast du doch keinen Freund, der bei dir ist, also brauchst du gar nicht mehr weiter zu behaupten, dein kleiner Held sei da draußen und würde dich retten, sonst wäre der schon lange hier!". Ramon sog scharf Luft ein, als er das hörte, hielt sich aber sofort die Hand vor den Mund. Jetzt plötzlich auf irgendeinen fremden Mann zu treffen, der eventuell sogar gefährlich war, wollte er in dieser Situation echt nicht, also hörte er erst mal weiter zu. Jetzt hörte er seine Freundin protestieren „Nein, sie ekliger Typ, er wird sie erwischen und dann bin ich es, der lacht, wenn ich sie wäre, würde ich jetzt schnell abhauen, bevor die Polizei hier reinstürmt". Plötzlich hörte er ein Klatschen und Valerie schrie auf, „Autsch, was soll das?!", wurde aber schnell von der fremden Stimme unterbrochen. „Das hast du nun davon du Biest, so und jetzt bleibst du hier, wenn du es so unbedingt willst, suche ich deinen kleinen Freund, dann kann er gleich zuschauen, wenn ich dich... Ok ist jetzt auch egal, aber wenn der nicht da ist, dann setzt's aber was, da kenn ich keine Gnade", hörte Ramon ihn sagen und bevor er überhaupt reagieren konnte, wurde schon die Tür geöffnet und er fiel direkt auf den Boden des kleinen Raumes. „Na wen haben wir denn da, deine kleine Freundin hat also doch nicht gelogen", grinste er und hob drohend seine Pistole an. „Nur zu schade, dass du jetzt dabei zusehen musst, wie ich mir deine vorlaute Gesellin vorknöpfe", fuhr er fort und griff mit seiner Hand Richtung seiner Hose. Jetzt fiel es Ramon siedend heiss wieder ein, „stupratore", also Vergewaltiger, das war doch das, was sie am Morgen im Radio gehört hatten. Die Beschreibung traf genau auf ihn zu. „Na toll, alleine mit einem Mörder und Vergewaltiger in einem fremden Land, versteckt tief unter der Erde, wo mich nie jemand finden wird, besser könnte es nicht laufen", dachte er sich und rollte mit den Augen. Valerie schrie, als er ihr viel zu stark an ihrem Oberteil riss, sodass plötzlich ihr zerrissener Bikini auf der Seite runterhing und sich ihre linke Brust offenbarte. Ramon kochte vor Zorn, als der Typ auch noch begann, an ihrem Unterteil rumzuzerren. „Das reicht!" schrie er und warf sich gegen den grausam grinsenden Verbrecher, der überrascht schrie: „Was zur?! Warst du nicht gefesselt?" und erst dann sah, dass er das bei ihm wohl vergessen hatte. Leider brachte das Ramon nicht besonders viel, denn schon fing er sich einen harten Schlag mit der metallenen Waffe und taumelte rückwärts. Während er ihn immer noch mit der Waffe bedrohte, fesselte er ihn an ein Regal. Doch als er sich wieder Valerie widmen wollte, schrie er plötzlich „so, jetzt wird's mir umso mehr Spass machen... warte, wo bist du hin?" und rannte in die Höhle zurück. „Selber schuld" schrie Ramon hinterher, bereute diese Aussage aber schnell wieder, als der Typ mit vor Zorn funkelnden Augen zurückkehrte und ihm entgegenblaffte „Und du, mein Kleiner, provozierst mich nicht weiter", während er seine Hand zornentbrannt zur Faust presste. Zu spät merkte er, dass er ja noch mit der Waffe auf Ramon zielte, denn schon löste sich ein Schuss, der Ramon direkt in den Oberkörper traf. „Ach, auch egal, biste selber schuld, hier unten findet dich eh keiner", lachte er, „so und jetzt suche ich das blöde Gör, besonders weit weg kommt sie eh nicht". Und schon war der Typ wieder weg, Ramon stöhnte vor Schmerz und sah, wie die rote Pfütze auf dem Boden immer grösser wurde. Während seine Kraft ihn verließ, starrte er auf das abgerissene Oberteil und hoffte, wenigstens seine Freundin würde heil nach draußen kommen, doch diese Information bekam er nie, denn als seine Freundin mit den Polizisten zurückkam, glücklich vor dem Typen entkommen zu sein, war Ramons Lebenslicht schon lange erloschen.

ENDE! Warum musstet ihr euch auch trennen...

Mit dem Mörder in den Ferien - EntscheidungsgeschichteRead this story for FREE!