Days POV:

Ich knöpfte mir meine Bluse zu. "Und es ist okay dass du auf Davi aufpasst?" Fragte ich Nadine unsicher. Sie nickte ruhig. "Vollkommen in Ordnung." Ich atmete schwer aus, ich hatte ein schlechtes Gewissen, ich war eigentlich hier um auf Davi aufzupassen und nicht um mich um meine Familienprobleme zu kümmern. Doch was sollte ich denn machen? Die Angst dass diese Männer wieder kamen, wuchsen stätig und ich hatte echt jedes mal bange wenn ich morgens das Haus verließ. Zudem habe ich einen weiteren Brief meines Vaters erhalten, Doch so mysteriös diese Briefe auch sind, umso mysteriöser war die Tatsache, dass mich plötzlich anfingen Männer, die ich nicht kannte zu verfolgen.

Ich hatte sie seit dem einen Morgen nicht mehr zu Gesicht bekommen, ich atmete jedesmal tief durch und war einfach dankbar, dass ich sie nicht wieder gesehen habe. Wer weiß ob sie gefährlich sind. Und was das überhaupt für Typen sind.

Ich zog mir den schwarzen Blazer über und nahm mir meine Tasche. Ich musste seufzen, es war die Tasche die mir Shawn gekauft hatte. Ich packte alles ein was ich brauchte und was irgendwie wichtig war. Ich nahm die Briefe mit den Umschlägen davon, von meiner Fensterbank und verstaute sie ebenfalls in meiner Tasche.
Ich war echt extrem aufgeregt und keiner konnte auch nur erahnen wie schnell mein Herz am pumpen war. Ich konnte dieses Gefühl auch nicht beschreiben. Ich war angespannt, aufgeregt, nervös und wollte am liebsten sofort anfangen zu weinen. Mir ging tausend Dinge durch den Kopf. Ich dachte darüber nach zu kneifen und den Termin abzusagen, doch das wäre feige und das war ich schon oft genug in den letzten Monaten gewesen. Es wird so langsam Zeit das alles abzulegen. Es wurde höchste Zeit mutig zu werden.

Ich lief die Stufen hinunter und wurde noch ein letztes mal von Rafaela, Marcella und Nadine in die Arme genommen. "Du schaffst das Daylina, es wird schon alles gut." Veruschte mir Rafaela Mut zuzusprechen. Ich konnte nichts sagen, nicht mals ein Ton verließ meinen Mund. Ich nickte ihnen nur schweigend und dankend zu.

Ich startete eines der Autos und fuhr wieder behutsam aus der Tiefgarage raus. Ich war nun auf den Weg und das spürte mein ganzer Körper. Ich zitterte leicht und spürte wie mein Herz schlug. Ich konnte es schon praktisch hören. Auch die Gänsehaut an meinen Armen war nicht zu übersehen. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal in meinem Leben so unter Strom stand und ich mich so unwohl gefühlt habe.

Ich dachte darüber nach was wohl gleich passieren wird, welche Erklärung mein Bruder für das alles hat und ob er auch solche Briefe bekommt. Ich war so vertieft, dass ich nicht mals merkte dass ich wieder verfolgt wurde.

Ich fuhr auf den Parkplatz und schloss den Wagen ab. Vor mir erstreckte sich ein riesiger Glaskasten der zum Himmel hinauf ragte. Es war ziemlich imposant und einen wird erstmal so richtig klar, wie klein man eigentlich ist, obwohl ich ja weiß dass ich ziemlich klein bin.
Ich konnte nicht glauben dass MEIN Bruder dort wirklich drin arbeitet, ich meine das was er uns Jahre lang erzählt hat und das was nun wirklich stimmte, war wirklich Welten voneinander entfernt. Ich drehte mich nochmal um und schaute mir die Umgebung genauer an, es war echt in einem guten Viertel. Perfekt gelegen für so eine Luxus Agentur.
Doch dann durchfuhr mich wieder ein Schock. Mein Atem stockte kurz und ich fing an zu blinzeln um mich zu versichern das ich wirklich richtig sah. Da waren wieder 2 Männer mit Anzügen und Sonnenbrillen. Sie waren komplett in Schwarz gekleidet. Sie schauten stur gerade aus zu mir und der rechte von den beiden setzte sich schon langsam in Bewegung. Diese Begegnung mit diesen Fremden, ließ meine Situation nicht gerade besser werden.
Ich ging schnell durch die gläserne Karusselltür und kam daraufhin in das Foyer. Das Gebäude sah von außen schon Edel aus, doch nach innen wurde es immer edler. Der weiße Marmor war blitzblank, so blitzblank dass ich angst hatte ihn mit meinen Schuhen zu beschmutzen. Es liefen ziemlich gut betuchte Leute durch das Foyer und obwohl es viele waren, war es dennoch nicht überfüllt.
Die ganzen Menschen boten mir aber eine super Gelegenheit um mich vor diesen Typen zu verstecken.

Mein Herz flatterte vor Angst. Dass wenn, auch immer alles auf einmal kommen muss.

Ich ging zur Rezeption und meldete mich bei der Brünetten Sekretärin an. Sie betätigte einen Anruf und sofort kam eine weitere Angestellte aus dem Fahrstuhl gelaufen. Sie lief auf mich zu. "Schönen guten Tag Frau Wolf, folgen sie mir bitte in das Büro von Herrn Wolf." Dieser Satz schien einstudiert zu sein, jedoch lächelte sie mich breit an, sowie zuvor schon die Sekretärin.

Sie stellte sich mit mir in den Fahrstuhl und betätigte den Knopf "10". Der Fahrstuhl fuhr bis in das 10 Stockwerk und stoppte dann. Die Türen gingen auf und die Angestellte lief sofort auf die Flure hinaus, doch es dauerte nicht lange bis wir am Büro ankamen. Sie öffnete mir die Tür und teilte mir mit dass mein Bruder jeden Augenblick kommen wird. Ich bedankte mich bei ihr und sie ließ mich alleine. Sobald die Tür zu war, atmete ich nochmals tief durch. Ich spürte wie die Anspannung immer stärker wurde. Ich dachte darüber nach, wie ich mich verhalten sollte, was ich tun sollte. Obwohl ich auf viele Dinge eine Antwort weiß, oder es mir wenigstens vorstellen kann. In dieser Situation hatte ich überhaupt keine Ahnung was ich tun sollte. Es war etwas worauf niemand in vorhinein eine Antwort weiß, da man es nicht kontrollieren kann und den eigenen Bruder nach so einer langen Zeit und so einer großen Lüge, nicht einschätzen kann.

Von Minute zu Minute wurde es immer schlimmer und meine Gedanken spielten verrückt. Es war echt eine schreckliche Situation.
Doch dann wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Die Tür ging auf.

Ich drehte mich zu ihm um. "Einen wunderschönen guten Tag Schwesterherz, schön dich wieder zu sehen."


Es ist so schön wieder zu schreiben!🐨

Ich habe heute meine letzte Zentraleabschlussprüfung geschrieben und bin so unbeschreiblich froh wieder schreiben zu können. Ich habe mich echt die ganze Zeit auf diese blöden Prüfungen konzentriert und dieses schreiben echt vermisst. Ich hatte sogar leichte Entzugserscheinungen (ja man kann sagen dass ich krank bin).😅

Ich weiß nicht ob ich heute auch noch ein Kapitel posten werde, doch morgen kommt auf jedenfall wieder eins, es wird jetzt sowieso wieder Regelmäßiger Kapitel kommen, da ich nun von diesem Stress befreit bin und unendlich viel Zeit habe! Und das werde ich auch ausnutzen!💕

Ich hoffe natürlich dass auch alle anderen die in NRW die ZPs geschrieben haben, diese auch gut geschrieben haben! (Bei sowas muss man zusammen halten, egal welche Schulform!) Und auch alle anderen die demnächst eine Prüfung schreiben oder geschrieben haben!💋

Ich hoffe aber auch, dass euch dieses Kapitel gefallen hat, weil es wieder das erste nach einer echt langen Zeit ist! Feedback ist immer gerne gesehen! ❤❤❤

Also dann, ich Lebe noch und bin wieder voll und ganz da und bis zum nächsten Kapitel meine Schnuggis 💞

Eure Kiana 🌹

Letters [Shawn Mendes FF]Lies diese Geschichte KOSTENLOS!