"Alter, ich geh nicht auf so eine bescheuerte Privatschule! Ich brauch keine extra Förderung. Ich komm auch so zurecht! Nein danke!", entschied ich in einem etwas lauterem Ton, als eigentlich notwendig wäre.

"Patty, du stehst in vier Fächern auf fünf und in zwei auf sechs. Klar brauchst du jemanden, der dir mal so richtig in den Arsch tritt und dich wieder auf die richtige Spur bringt.

Ich will, dass du die Schule abschließt. Und so schaffst du das wohl nicht. Also gehst du auf diese Schule. Punkt. Keine Widerrede. Und du triffst dich auch nicht mehr mit dieser Elina oder so. Diese Blondine lenkt dich nämlich total vom Unterricht und vom Lernen ab!", brüllte meine Mom zurück und bohrte mir ihren Zeigefinger in die Brust.

Es tat verdammt weh. Sie wusste, wie das geht. Aber heute nahm ich den Schmerz nicht so wahr. Ich war einfach nur wütend!

Ich sollte verdammt noch mal auf eine Privatschule?! Da, wo ich nur so ein Außenseiter und nicht so beliebt war? Nie im Leben!

"Verdammt, Mom! Ich geh nicht auf diese scheiß Schule! Ich krieg das schon wieder gerade gebogen mit den Noten. Außerdem ist Elina keine Ablenkung!"

"Doch, diese... Frau ist sehr wohl eine Ablenkung. Immer wenn sie hier ist, höre ich, dass ihr es miteinander treibt, und sehen kann man das auch! Schon vor einem halben Jahr hab ich gesagt, du sollst das wieder ausgleichen, aber jetzt? Jetzt sind deine Noten noch schlechter geworden! Kein Wort mehr, Patty, du wechselst die Schule!"

Und damit war es geklärt.

Schon am Anfang des Streites hab ich gewusst, dass ich verlieren würde. Ich war schlecht im Finden von Argumenten und erst recht, wenn ich wusste, dass Mom recht hatte.

Verdammt.

Ich könnte Mom wohl nicht sagen, dass ich an der Schule bleiben will, weil ich sonst nicht beliebt wäre. Das ist doch vollkommen bescheuert.

Also schwieg ich und ließ Mom den ganzen Scheiß machen, mit dem Schule abmelden und neu anmelden. All den Müll, der mich nicht interessierte.

Nur wegen ein paar schlechter Noten!

Gott, dass machte mich rasend.

Ich packte meine Jacke, die Sporttasche und machte mich mit dem Auto meiner Mom auf den Weg ins Fitnesstudio.

Der Weg war nicht lang, aber ich wäre fast auf ein anderes Auto drauf gefahren. Ich zwang mich zur Ruhe und verlangsamte mein Tempo.

Ich war fast da. Der große graue Kasten mit dem riesigen Panorama Fenster an der Seite stand mitten auf dem Parkplatz und wurde von den Autos der Besuchern umzingelt. Die Mittagssonne strahlte auf den farblosen Klotz und das Licht reflektierte auf den Fenstern.

Ich fuhr die schmale Einfahrt hoch und parkte den silbernen Mercedes. Ich schlug die Fahrertür wütend zu und packte meine Sporttasche.

Ich betrat das Gebäude, meldete mich bei der jungen, sehr heißen Dame an und zog mich in der Männerumkleide um. Mit einer schwarzen Short und einem weißem, eng anliegendem Shirt verließ ich die Umkleide und stürzte mich auf die Anstrengungen.

Die Minuten, Stunden vergingen. Ohne Pause arbeitete ich jedes Fitnessgerät zwei dreimal durch. Und ich vergaß für eine Zeit lang meine Mom und die Schulen.

Sport war mein Element. Wenn ich Sport trieb, konnte ich vergessen. Das gut war, ich war extrem sportlich und hatte eine ungewöhnlich starke Ausdauer. Ich ging täglich Sport machen, Fußball, Leichtathletik, Basketball, Rudern und eben Fitnesstraining.

Im Fitnesstudio trainierte ich von Mittag bis spät in den Abend. Da kam auf einmal die heiße Dame von der Anmeldung zu mir.

"Mister Brown, das Fitnesstudio schließt in einer halben Stunde. Würden Sie sich jetzt bitte in die Umziehkabienen begeben und sich abmelden?" Es klang, als hatte die Frau den Satz auswendig gelernt. So gekünstelt.

Ich nahm mein Handtuch, fuhr mir mit den Fingern durch das schweißnasse Gesicht und verließ ohne ein Wort den Sportraum.

Zwanzig Minuten später verließ ich das Gebäude und steuerte auf den silbernen Mercedes zu. Er war das einzige Auto auf dem Parkplatz. Ich sah auf mein Handy. 21:23Uhr, Fünf verpasste Anrufe und eine SMS von Mom:

PATRICK, KOMM SOFORT NACH HAUSE! DEIN ABENDESSEN IST HEUTE FÜR DICH GESTORBEN!!!

Ich nickte missmutig, obwohl Mom mich gar nicht sehen konnte und fuhr nach Hause. Die Lichter in der Wohnung des Blockes waren ausgeschaltet.

Meine verschwitzten Sportklamotten schmiss ich in die Wäsche und zog mir die hellgrauen Short und das weiße T-Shirt an. Und so legte ich mich schlafen, wohl wissend, dass ich bald in eine andere Schule musste und mein beliebter Platz hin war. Ich würde wohl ein Außenseiter werden.

Das war ich nicht gewohnt!

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Ja also das war jetzt das erste Chapter.

Das Bild an der Seite oder ganz oben zeigt Patty Brown, die Hauptperson. Joah, dass eigentlich alles, was ich schreiben wollte...

Süße Grüße,

die next-door-left xD

Love me, Boy!Lies diese Geschichte KOSTENLOS!