Verfolgungsjagd bis auf den Mond

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Ich diente schon lange dem türkischen Sultan als Sklave. Jeden Tag musste ich früh raus um die Ziegen zu hüten. Einmal saß ich ganz entspannt da und passte auf die Ziegen auf, als sie plötzlich alle davonrannten. Ich rannte ihnen hinterher um sie einzufangen. Ich vernahm ein bedrohliches Knurren hinter mir und mir lief ein eiskalter Schauer über den Rücken, denn nun verstand ich wovor die Ziegen solche Angst hatten. Ich schaute nach hinten und erblickte zwei riesige Bären, und von der Vorstellung dass sie mich fangen und auffressen könnten, fingen meine Beine von alleine an schneller zu laufen. Das ging auch einige Zeit lang gut, bis meine Beine zu müde waren um weiter zu rennen. Also musste ich sie hochnehmen und auf den Händen weiter laufen. Und wisst ihr was, auf diese Art war ich sogar noch schneller und ich schafte es die vor Angst rasenden Ziegen einzuholen. Die Ziegen allerdings rannten nicht auf den Beinen sondern auf den Hörnern, denn ihre Beine hatten genauso wenig Kraft wie meine, und so war ihnen nichts anderes übrig geblieben.- Diese Verfolgungsjagd konnte doch nicht ewig so weiter gehen!- dachte ich mir. -Oder etwa doch?- Endlich sahen wir vor uns einen Hafen wo sogar noch ein Schiff war. Es hatte allerdings einen komischen Namen, und zwar "Flugschiff". Dies jedoch war mir und den Ziegen gerade total egal. Und so rannten wir an Bord, wo ich in der Hektik unserer Flucht stolperte und gegen einen eigenartigen Hebel, direkt neben dem Steuerrad, stieß. Ihr werdet es nicht für möglich halten aber das Schiff hob ab und flog los. Ich dachte schon wir seien gerettet, doch zu meinem großen Bedauern schafften es die Bären noch an Bord zu kommen. Lieber leser hier muss ich deinen Lesespaß allerdings kurz unterbrechen um dir noch einen wichtigen Tipp zu geben. Und zwar: Flieg niemals auf einem Flugschiff ohne Kotztüten! Die Ziegen wurden nämlich Flugkranck, obwohl ich das nicht für möglich gehalten hätte, und sie mussten die ganze Zeit über der Rehling hängen und kotzen. Die Bären versuchten sich einige der Ziegen zu schnappen und mit ihnen abzuhauen, dies durfte ich aber unter keinen Umständen zulassen. Also musste ich mit einer Hand das Schiff lenken und mit der anderen gegen die Bären kämpfen. Bis wir endlich einen Hafen erreichten verging eine gefühlte Ewigkeit. Wir alle stürmten sofort vom Schiff, doch ich blieb noch kurz an einem Schild stehen dass direkt neben dem Anleger war. Auf dem Schild stand in großen Buchstaben geschrieben: Willkommen auf dem Mond! Wir wünschen ihnen noch viel Vergnügen! Da stand zwar noch etwas geschrieben, ich hatte aber keine Zeit mehr um dies auch noch zu lesen, da ich ja noch meine Ziegen einholen musste. Wir rannten über den Mond, als die Bären plötzlich verschwanden. Ich hatte aber keine Zeit darüber nachzudenken was wohl mit den Bären passiert sein könnte, denn nun waren auch die Ziegen nicht mehr da! Aber was war das? Ich traute meinen Augen kaum als ich die Ziegen auf einer fliegenden Untertasse sah. Geschickt sprang ich zu ihnen hinauf und wir lenkten die Untertasse gemeinsam Richtung Erde. Doch schon wieder trafen wir auf ein Hindernis, denn wir standen zwei unglaublich lange Stunden im Untertassenstau. Danach verflogen wir uns auch noch, und wir landeten nicht auf der Erde sondern auf dem Mars. Meiner Meinung nach ein schrecklicher Ort. Dort gab es kein Wasser und die Einwohner waren schrecklich unfreundlich. Wir beschlossen keine Zeit mehr zu vertrödeln, also folgen wir bald weiter. Aber nach all diesen Strapazen kamen wir doch noch wohlbehalten wieder auf der Weide an. Und als wir von der Untertasse heruntergestiegen waren löste sie sich einfach in Luft auf.

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