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93. Eintrag

Ich sehe die Vielfalt in jeden Ecken dieses Planetens, sehe die grauen Fassaden, die dreckigen Böden und ab und zu die Sonne. Doch was wichtiger zu sehen ist, sind die Menschen auf diesem Ball, die dafür sorgen, dass das Leben seinen Lauf nimmt. Wie eine Kettenreaktion.
Ich sehe die blassen Gesichter, traurig, nie bereit zu lächeln.
Sehe die Augen, matt und tot. Wie sie mit hängenden Schultern durch die Gegend irren, manche völlig in Eile, einige bloß, um das Haus einmal in der Woche zu verlassen.

Und dann bemerke ich, dass ich nicht anders bin. Ich merke, dass mein Lächeln nur vorgespielt ist verdammt und ja meine Augen leuchten nicht mehr. Ich sehe mich nicht mehr.

Vergesse wie man lebt, vergesse zu atmen. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt aufrichtig und von ganzem Herzen gelacht habe oder wann ich das Haus verlassen habe, um die Welt und das Leben in mich zu ziehen.

Menschen machen den Fehler, sich nicht zuerst zu lieben, bevor sie einen anderen versuchen zu lieben. Sie sind nicht in der Lage, einmal jemandem zu sagen, wie wertvoll sie sind.
Kreaturen. In meinen Augen bloß nur noch Kreaturen, die unter Egoismus leiden.

Irgend so ein Poet sagte, dass der Sinn des Lebens zu leben ist.

Also was mach ich falsch?

Dear melancholy Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt