Kapitel 14-Die Fahrt

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Am Morgen wurde ich schon um 9:47 Uhr wach und merkte, dass ich in meinem Bett lag. Amir Abi hat mich wohl gestern hierhin getragen.

Ich hatte keine Lust mein gemütliches, warmes Bett zu verlassen, also nahm ich mir mein Handy und ging auf "WhatsApp" und schrieb mit den Leuten, die zu diesem Zeitpunkt aktiv waren.
Ich fragte mich, weshalb sie so früh wach waren, denn es war gewöhnlich so, dass die nicht lange schlafen, was ich gar nicht verstand, denn ich liebte es zu schlafen.

Serkan hat mir geschrieben.

"Jasmin wie du hast keine Zeit? Ich hab dir gesagt, dass ich dir das sagen werde, also werde ich das auch tun. Dann wirst du dir Zeit nehmen müssen .Ich kann ja nichts dafür, wenn mein Freund kommt und uns unterbricht ."

"Ja du kannst nichts dafür, aber du hättest ihn wegschicken können und ich fahre heute weg komme wahrscheinlich Sonntag wieder.

"Ja hätte ich getan nur unsere Prinzessin musste ja sofort abhauen. Wohin fährst du? Wenn es sein muss, komme ich dahin und erzähle es dir dort, wenn Madame jetzt keine Zeit hat." schrieb er mir mit einem genervten Smiley.

"Ja ich war sauer und wütend. Ich sag dir doch nicht wohin ich fahre sonst kommst du wirklich noch ."

"Jasmin, dann gib mir mal bitte wenigsten einige Tipps."

" Es muss dir ja sehr wichtig sein, wenn du sogar kommen möchtest. Also gut ich gebe dir Tipps, die Stadt ist von hier vielleicht zwei Stunden entfernt und ist eine kleine Stadt."

"Naklar ist es mir wichtig und danke für die Tipps. Wird nicht schwer sein, dies heraus zufinden Jasmin, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg." schrieb er mit einem Smiley, der zwinkerte.

Ich schrieb ihm nicht mehr zurück und legte mein Handy weg.

Ich stand auf und machte das Fenster in meinem Zimmer auf und nahm mir die Sachen, die ich gestern vorbereitet hatte, wie frische Unterwäsche.Ich ging dann in das Bad und duschte eine Weile. Als ich fertig mit dem duschen war putzte ich mir die Zähne und ging in die Küche. Dort bereitete ich das Frühstück vor. Dannach weckte ich alle auf und wir frühstückten gemeinsam. Mein Vater und Amir Abi hatten sich heute frei genommen. Nachdem wir gefrühstückt hatten, räumten meine Mutter und ich auf und packten uns noch einwenig Essen für die Fahrt ein.

Mohamed Abi und Amir Abi nahmen unser Koffer und steckten sie in den Kofferraum.

Mohamed Abi umarmte mich feste.

"Schwesterherz mach keinen Mist.Ruf an oder schreib mir, wenn ihr angekommen seid." sagte mein Bruder liebevoll.

"Alsob und ja werde ich machen."und umarmte ihn noch einmal und gab ihm ein Kuss auf die Wange.

Das selbte tat ich bei Amir Abi und bei meinem Vater.

Während der Autofahrt bekam ich Bauchschmerzen.

"Was ist los?"fragte sie mich besorgt.

"Nichts, ich habe nur einwenig Bauchschmerzen."

"Dann trink Cola und iss Salzstangen."

Ich aß dies und meine Bauchschmerzen vergingen langsam. Ich versuchte zu schlafen, was einwenig funktionierte.

Als ich aufstand, tat mein Nacken weh.

"Wie lange noch?" fragte ich müde.

"Vielleicht zehn Minuten."

Wir waren schon in der Stadt angekommen und es war sehr sauber hier.

"In 100 Meter nach links abbiegen und sie haben ihr Ziel erreicht."sagte unser Navigationsgerät.

Ich bekam wieder Panik, mein Herz schlug schneller, das Gefühl hab ich nur, wenn gleich was passieren würde.

Meine Mutter parkten an einem großen Mehrfamilienhaus.

"Nehmen wir die Koffer jetzt mit?"

"Nein gleich."

Wir klingelten, wo der Name "Dogan"stand.

Sie wohnten in der dritten Etage und ich war aus der Puste, ich war es nicht gewohnt soviele Treppen zu steigen.

Dieses mulmige Gefühle was ich vorhin hatte, wurde immer schlimmer.

Oben angekommen machte uns eine Frau, mitte 40, die Tür auf. Das muss wohl Özlem Teyze gewesen sein.

"Hosgeldiniz."bittete sie uns rein.

"Hosbulduk."

Wir zogen uns unsere Schuhe,wie unsere Jacken aus und bekamen Hausschuhe.

"Geht weiter durch in das Wohzimmer." bittete sie und freundlich.

Im Wohnzimmer saß ein Mädchen, ungefähr in meinem Alter auf der Couch. Ihre langen, glatten Haare waren zu einem hohen Zopf gebunden wurden und ihre schönen vollen Lippen stachen direkt einem in das Gesicht.

Anne umarmte das Mädchen und stellte uns gegenseitig vor.

"Jasmin das ist Pinar, Pinar das ist Jasmin."und zeigte jeweils auf uns.

"Freut mich dich kennen zulernen." lächelte sie mich an.

"Mich ebenfalls."

Wir setzen uns hin, tranken Tee und aßen etwas Knabberzeug dazu.

"Sollen wir in mein Zimmer gehen?" fragte sie mich nett und ich nickte.

" Könntest du mir evtentuell das WLAN-Passwort geben?"

Sie gab es mir und ich schrieb Mohamed Abi, dass wir angekommen waren.

"Erzähl mal was von dir." forderte sie mich auf.

Ich stellte mich kurz vor und sagte ihr alles wichtige über mich, ich kam mir vor, als wäre ich auf einer neuen Schule gewesen, wo die neuen Mitschüler alles wissen wollten, weshalb ich leicht lächeln musste.

"Bist du jetzt Türkin oder Marokkanerin? Weil deine Mutter ist ja Marokkanerin, aber du sagt Abi."

"Ja meine Mutter ist Marokkanerin und mein Vater Türke." beantwortete ich ihr die gestellte Fragen.

"Also, meine Name Pinar, bin 17 Jahre alt, mache gerade mein Abitur und habe zwei Brüder.Der eine ist verheirate und der andere lebt noch hier.Und meine Eltern sind geschieden."

" Also hast du noch Konatakt zu deinem Vater?" fragte ich sie interessiert.

"Nein, garnicht.Der ruft nur an, wenn wir Geburtstag haben, sonst nicht.Ich hatte nie wirklich Zeit ihn kennenzulernen und deshalb hasse ich ihn. Er hat nie versucht etwas mit mir beziehungsweise mit uns zu unternehmen."sagte sie ohne Emotionen.

Da ich nicht wusste, wie ich mit dem Thema umgehen sollte, versuchte ich es zu wechseln.

"Und hast du einen Freund?"

"Nein, single bleiben, Stress vermeiden." sagte sie lachend.

"Da hast du recht."

Wir lernten uns besser kennen bis Pinars Mutter uns zum Essen rief.

Nachdem wir gegessen hatten? gingen wir in das Wohnzimmer und ich sah die Playstation dort stehen.

"Darf ich Playstation spielen?"

"Jaklar darfst du. Welches Spiel?"

"Fifa14."

Wir bauten es schnell auf und spielten gemeinsam. Sie war sehr schlecht, da sie nur irgendwelche Knöpfe drückte.

"Du spielst nicht oft oder?" fragte ich lachend, dennoch schaute ich konzentriert auf den Fernseher.

"Nein, mag es eigentlich nicht."

Natürlich gewann ich das Spiel hoch. Wir schaltenen die Playstation nach einer Zeit aus und setzten uns einfach auf die Couch und hörten unseren Müttern zu, wie sie gerade lästerten, bis es klingelte. Niemand hörte glaubig das Klingeln, weshalb ich aufstand um die Tür zu öffnen.

Der Junge von ASKLies diese Geschichte KOSTENLOS!