Amy's POV

Ich konnte Stimmen hören, doch bewegen war für mich unmöglich. Meine Augen waren wie zugeklebt. Meine Hände bleischwer. Die Stimmen waren so sehr weit weg und doch so nah. Sie sagten was wie, "sie wird nicht sterben und wenn ist es doch auch egal!", oder "Wiso hast du ihr eigentlich geholfen?", oder wie "Schmeiß sie raus ich will sie nicht mehr hier haben, sie ist uns nur im Weg!".

Ich glaubte es waren alle fünf Jungs im Raum, weil immer wieder Stimmen durcheinander reden. Zayn's Stimme war nicht zu überhören. Ich wollte ihnen noch weiter zuhören, doch meine Hand verreit mich. "Sie wird wach! Ich bin weg!", maulte Harry und man konnte die Tür knallen hören. "Ich bin auch weg wer kommt mit?", Niall's Stimme hallte durch das Zimmer. "Ich". - "Ich auch". Dann war es still.

Die Tür knallte ein letztes Mal. Waren jetzt alle aus dem Raum? Doch dann setzte sich jemand neben mich auf das Bett oder Couch. "Mach die Augen auf!", befahl mir diese eine Stimme. "Los!", er kam mir näher. Seine warme Hand striff meinen Arm hoch. Ich konnte meine Augen nur sachte öffnen, da genau über mir eine Lampe hing. Dieser Jemand schien das gemerkt zu haben und knipste es aus. Ich öffnete mein Augen ganz und sah mich im Zimmer um. Es war hell, aufgeräumt und in schwarz-weiß gehalten. Die Person zog die Decke weg und sah mein Bein an. "Harry hat tief geschnitten!", er schmunzelte etwas dabei. Meine Augen wanderten nach links um die Person anzusehen. "Zayn?", fragte ich vorsichtig. "Wer denn sonst!? Hm?!", seine Augen verengten sich.

"Vielleicht Louis", stotterte ich mit Unsicherheit. Langsam blickte er zu mir herab und hatte schon wieder dieses monströse Lachen auf den Lippen. Immer wenn er das aufsetzte, konnte ich nur ahnen was gleich passierte. Schnell griff er nach meiner Hand und zog mich hoch. Ich setzt mich auf. Sein Gesicht war meinem schon wieder so nahe. Zu nahe. "Du wirst das machen was ich dir sage! Sonst wird das schlimmere Folgen als das haben-", er blickte kurz auf mein Bein.

"Du gehörst mir ... ganz allein mir. Du bist mein!", er starrte mir streng in die Augen. "I-ich bin nicht de-", bevor ich weiter reden konnte, hatte er mich georfeigt. Ich legte meine Hand auf die Stelle. Es kribellte vor schmerz. Bestimmt war sein Handabdruck zu erkennen. Er ginste mich schmierig an und stand auf. "Später kommen Louis und Liam zu dir, sie werden dir Essen bringen, bis dahin fass nix an und sei still!", nach den Worten knallte er die Türe zu und schloss ab. Ich lies mich nach hinten ins Kissen fallen und weinte schon wieder. Ich wollte es nicht. Ich wollte stark sein, stark um mir zu bewiesen das ich hier weg kommen könnte. Doch vergebens, ich bin einfach ein kleines, braves, Mädchen, das nach jeder Kleinigkeit los heult. Luke meinte noch ich soll nichts mit mir machen lassen was ich nicht möchte aber bei Ryless habe ich keine Chance! Wieso haben sie mich entführt, ich habe doch nichts besonderes. Was soll ich hier denn!? Warum ich?! Sowas wünsche ich keinem aber ..... warum ausgerechnet ich und warum haben sie mich mitgenommen? Ich bin ein ganz normales Mädchen, mit normalen Problemen! Ich kann Ryless einfach nicht verstehen und vorallem Zayn nicht!

Schlägt mich einfach so! Gehts noch!?

Ein paar letzte Tränen quollten noch nach. Ich setzte mich auf und sah zum Fenster. Es war schon dunkel.

Liam und Louis würden bald kommen, aber ich habe sowas von gar keinen Hunger. Die können mir auch gestohlen bleiben, auch wenn ich Louis eigentlich gern mag. Liam war wieder ein anderes Thema. Er war immer still und grob. Irgenwie auch unberechenbar. Langsam und vorsichtig, wegen meinen Bein, bewegte mich auf das Fenster zu. Vor Schmerz beim auftreten zischte ich kurz auf. Um mein Beim etwas zu entlasten stützte ich meine Hände auf auf dem Fensterbrett ab und sah verträumt heraus. Heute war wohl eine Sternenklarer Nacht. Leichter Nebel schlich sich auf die große Wiese vor mir und einzelne Sterne schienen um die Wette zu strahlen, so wie sie leuchteten.

Plötzlich ging die Türe auf und ich drehte mich mit Schwung um. Liam stand in der Tür. Er trat näher zu mir ran. Louis ging hinter ihm und hielt was zu essen und trinken in der Hand. Louis schenkte mir ein kleines Lächeln, während Liam es sich auf dem Stuhl bequem machte und mies drein schaute. "Hey, wie geht's deinem Bein?", erkundigte sich Louis. Ich nickte. "Ja es geht", ich strich über den Verband. "Soll ich ihn wechseln? Er sieht schon total blutig aus". Liam sah ihn entgeistert an. "NEIN! Sie ist unsere gefangene, du darfst ihr

nichts gutes tun! Gehts no-". Louis unterbrach ihn. Angespannt sah ich mir das Geschehen an. "-Liam! Du kannst doch auch mal ein Herz zeigen, das bist doch nicht du! Du bist lieb und nett. Immer der Daddy von uns! Immer total fürsorglich. Du machst jetzt nur auf böse weil Amy hier ist-", er sah zu mir. "-Liam hat sich ins negative verändert seit er hier bei uns Ryless ist. Ich habe ihn vor dieser Zeit auch schon gekannt", er lächelte mich sanft an. "Jetzt erzählst du auch noch aus unserer Vergangenheit! Was ist los mit dir ... halt deine .... deinen Mund!". Liam richtete sich auf. "Siehst du", sagte Louis lachend. Liam sah zuerst beleidigt und böse, doch dann grinste er mit. "Du Arsch", Liam sah mich mit gehobenen Mundwinkeln an. "Hey ich bin Liam. Bin seit 3 Jahren hier bei Ryless und war früher schon mit Louis und Harry befreundet", er stand auf und kam auf mich zu. Sein gegrinse macht mich etwas nervös. Sobald er mich erreichte und vor mir zum stehen kam, verharrte er einen Moment in seiner Position. Seine Adern am Arm kamen zum Vorscheinen und sein Atem war ruhig.... Was hat er vor? Nervös blickte ich in seine Augen die mir keinerlei Informationen gaben was er machen würde. Plötzlich hoben sich seine Arme und er umarmte mich. "O-okay also em ja ich em...", etwas unbeholfen stand in den Armen von Liam. Vorsichtig legte ich meine Arme um ihn rum. So schnell konnte ich gar nicht reagieren und schon packte Liam mich am Po und hob mich hoch. Einmal musste ich leicht aufquwietschen weil mein verletztes Bein nicht hinterher kam. "Lass sie bitte leben", Louis belustigte sich an unserem Bild. Mit meinem Bein war jetzt soweit alles ok es ging auch gut, wenn Liam mit trug. Er schmunzelte nur und setzte uns zu Louis aufs Bett. Louis sah uns grinsend an.

Was hatten die vor?!

Different Life (Zayn. Malik.)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!