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Kate schlug warme und noch feuchte Luft entgegen, als sie die Duschtür öffnete. Jason hatte offenbar selbst erst geduscht. Ihr fiel sofort auf, dass die Armaturen abgewischt und die Glasscheiben mit dem Abzieher getrocknet worden waren. Wie oft hatte sie ihm gesagt das er das nach dem Duschen tun sollte? Und nie hatte er es getan. Wie oft hatten sie darüber, und noch über viele andere Kleinigkeiten gestritten? Aber jetzt würde alles anders werden. Das wusste sie. Sie fühlte es.

Ihr Badezimmer war gerade groß genug, dass man sich mit zwei Leuten darin fertigmachen konnte. Es hatte kein Fenster, nur einen Abzug. Keine prächtige Badewanne, keine Marmorfließen und kein regulierbares Licht. Stattdessen drei gesprungene, ehemals weiße Fliesen, die von Matten aus dem Discounter verdeckt wurden.

Dennoch durchströmte sie ein unheimliches Glücksgefühl, als sie die Dusche betrat. Kate schaltete das Wasser ein und schloss sogleich die Augen als es warm, fast heiß, auf ihren Körper prasselte. Nachdem sie sich mit ihrem, nach Kokos riechenden Duschzeug eingeseift hatte, fühlte es sich beinahe so an, als würde sie in diesem Moment, alles, was passiert war, von sich waschen. Sie sah dem gut duftendem Schaum hinterher, wie er kreisend im Abfluss verschwand. Dass sie Jason alles erzählt, sich ihm anvertraut hatte, hatte ihre Seele irgendwie geläutert. Auch Jasons endlich erwachter Wille etwas zu ändern, tat ihr gut und ließ sie daran glauben, dass sie jetzt alles schaffen würden. Gemeinsam! Sie würde nicht mehr alleine kämpfen müssen. Weder um ihre Ehe noch gegen den Rest der Welt oder Mr. McIntire. Das Wasser rauschte und ihr langes schwarzes Haar klebte an ihrem Körper, in ihrem Gesicht. Sie blendete die Welt um sich herum einfach aus.

So bekam sie nicht mit, wie die Duschtür hinter ihr geöffnet wurde. Erst als sie einen kalten Lufthauch spürte, öffnete sie ihre Lider wieder. Sie drehte sich jedoch nicht um als sich ein nackter, warmer Leib von hinten gegen sie presste und die Tür wieder geschlossen wurde.

„Jason", wisperte sie, als sich seine starken Arme um sie schlangen. Eine Hand glitt über ihren nackten Bauch hinauf zu ihren Brüsten, umfasste diese und hielt sie sehnsüchtig fest.

Die andere Hand wanderte hinunter zu ihrer Taille, ergriff diese fest.

Besitzergreifend.

Kate drückte sich ihm verlangend entgegen. Seine Erregung war nun schon deutlich zu spüren.

Kate wurde von ihrem Mann mit Druck nach gegen die Fliesen geschoben, ehe sie selbst um sich nach hinten griff, um sein bestes Stück mit einer Hand zu reiben.

Das Ausmaß seiner Lust, wurde von ihr mit wahnsinnigen Glücksgefühlen aufgenommen und sie ließ sich nicht lange Zeit mit kleinen Spielereien. Verlangend, schnell und intensiv waren ihre Bewegungen. Obwohl er fast schmerzhaft fest um ihre Brüste griff, genoss sie seine verlangende Berührung. Auch die Hand an ihrer Taille wanderte nun weiter, bis sie zwischen ihren Schenkeln ihr Ziel fand und diese empfindliche Stelle zu streicheln begann. Kate keuchte auf, reckte sich ihrem Mann entgegen. Eingehüllt in die warmen Dampfschwaden und das heiße Wasser der Dusche und die innige Umarmung ihres Gatten.

Jason wäre allerdings nicht er selbst, wenn er das lange durchhalten würde. Plötzlich hob er sie hoch, als wäre sie leicht wie eine Puppe, drehte sie um und presste sie gegen die Wand. Sie hielt sich an der Aufhängung der Duschbrause fest und stemmte einen Fuß gegen die andere Seite. Jasons Hände hielten sie unter ihrem Po, während er sich zwischen ihre Beine drängte.

Kurz verharrten sie so und Kate blickte ihrem Ehemann in das Antlitz. Auch ihm hingen mittlerweile schwarze, nasse Strähnen in die Stirn. Er war so schön. Er war ein so wunderbarer, attraktiver Mann. Sie dachte in diesem, kurzen Moment nicht an seinen stählernen Soldatenkörper. Nicht an seine Muskeln. Nicht an seine Kraft. Sondern nur daran, wie wahnsinnig toll sein Gesicht war. Seine Augen, deren dunkles Braun wie heiße Schokolade schmolz und an deren Wimpern kleine Wassertropfen glitzerten, sein rabenschwarzes Haar, seine vollen Lippen, seine weiße Haut.

Sie konnte ein fast gequältes Aufstöhnen nicht unterdrücken, als er sie mit einem Mal kräftig auf sein Glied herab zog. Ein Brennen und Kribbeln breitete sich schlagartig von ihrem Unterleib in ihrem Körper aus. Er wartete nicht lang, sondern begann, schnell und kräftig in sie zu stoßen.

Kate wusste schnell nicht mehr, wo oben und unten war und hielt sich bald nicht mehr an der Stange fest, sondern schlang die Arme um den stählernen Nacken Jasons. Sie konnte sich nicht kontrollieren. Seufzte, keuchte und stöhnte ungehalten. Die Intensität, mit welcher er sie festhielt und sie immer wieder gnadenlos gegen die Fliesen donnerte, lösten in ihr das Gefühl einer Bestrafung aus. Eine befreiende, sie beide verbindende, wunderschöne Strafe.

Jason blieb ebenfalls nicht still, denn obgleich er einen trainierten Körper hatte, war diese Position selbst für ihn mit großer Anstrengung verbunden. Doch er würde es durchhalten. Kate wusste, dass ihr Mann es bis zum Ende so durchziehen würde, egal wie kraftraubend es war. Es war nicht einzuschätzen, wie lange diese wunderbare Tortur dauerte, als sie durch das Ausmaß, mit dem ihr Mann sie vögelte, laut aufschreiend den Höhepunkt erreichte. In aufzehrenden Wellen rollte er über sie hinweg, dass sie es mit letzter Kraft schaffte, sich seinem kommenden Orgasmus entgegen zu drücken.

Erschöpft seufzend hielt er sie noch kurz oben auf seinen Hüften, bevor er sie dann herabließ. Ihre Beine zitterten und da sie befürchtete, dass sie nachgeben würden, sank sie herunter, um sich in die Duschwanne zu setzen. Jason nahm die noch immer eingeschaltete Duschbrause und spülte sich kurz mit etwas kühlerem Wasser ab. Dann verließ er die vollkommen beschlagene Kabine wieder.

Kate saß dort und sah dem letzten Rinnsal hinterher, welches den Weg in den Abfluss fand. Konnte es besser sein? Ihr gutes Gefühl war immer noch da. Ihre Vorstellung davon, wie alles in Zukunft sein würde, wurde klarer und bestimmter. Ihre Hoffnung wich langsam aber sicher der Gewissheit, dass zwischen ihr und Jason alles wieder gut werden würde.

Vielleicht lag das auch nur an den ausgeschütteten Glückshormonen, aber selbst wenn, egal! Ab jetzt gäbe es nur noch Glück. Sie könnte nichts mehr trennen, kein Job, keine Musik, kein Gabriel.

„Hm?", leicht erschrocken hob sie den Kopf an, als sich ein warmes Handtuch um Kates Körper hüllte und Jason sie erst auf die Füße hochzog und dann gänzlich anhob. Wie ein Bräutigam am Tag der Hochzeit, trug er sie aus dem Badezimmer durch den Flur bis zu ihrem gemeinsamen Schlafzimmer. Dieses war bisher nur noch ein Raum voller Trauer, Frustration und Einsamkeit gewesen. Jetzt fühlte sich das Bett allerdings nicht kalt und einsam an wie all die Zeit. Nein, es war weich und offenbar frisch bezogen. Auch hier hatte sie ein Gefühl des Neuanfangs. Ihr Ehemann ließ sich mit ihr auf das Bett sinken und nahm sie dort, auch nur mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen, fest in seine Arme. Kate schloss die Augen, als sie ihr Gesicht gegen die warme Brust Jasons presste, und ihn selbst mit einem umarmte.

Sie holte tief Luft, hielt diese einen Augenblick lang an und genoss es, nichts zu hören außer Jasons Herzschlag und seinem ruhigen Atem. Dann seufzte sie wohlig und kuschelte sich so nahe an ihren Mann, wie es möglich war.

„Ich liebe dich", durchbrach dieser die Stille und Kate konnte nichts anders tun, als selig zu lächeln.

„Ich liebe dich auch."

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Addicted wäre nicht Addicted, wenn es nicht gleich mit ein paar heißen Minuten für Kate losgehen würde ;) Doch diesmal nicht als berauschende Affäre mit dem Chef, sondern als erfüllende Leidenschaft zu ihrem Ehemann!

Addicted  - Schuld und SühneLies diese Geschichte KOSTENLOS!