6: Kennenlernen

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Langsam kommt er auf mich zu und setzt sich an das andere Ende des Bettes. Er war es nicht, der mich gerettet hat.

"Glück gehabt, kleines." Er sagt das mit so einem arroganten Tonfall, sodass ich einfach nicht anders kann.

"Ich bin tot! Ja klar, Glück gehabt!"

Mir fällt erst jetzt auf, wie zickig das klang. Es war ja nicht seine Schuld. Denke ich..

"Sorry..", Kommt es noch aus mir raus, dann öffnet sich erneut die Tür.

Wieder kommt ein Mann herein und lächelt.

Warte mal, ich sehe so viele Gesichter, aber wie kann es sein, dass ich noch keinen einzigen Namen kenne?

"Hey, kleines."

Okay? Ist das jetzt mein neuer Spitzname?! Warum habe ich gerade so eine schlechte Stimmung, sie haben mir nichts getan, oder? Ich versuche mich zu beruhigen.

"Hallo..?" ich schaue ihn fragend an und er versteht sofort.

"Oh, entschuldige. Mein Name ist Kyle."

Kyle also. Er hat kurze braune Haare und schmale graue Augen. Nicht mein Typ, aber auch nicht hässlich.

Jetzt verraten mir auch die anderen beiden ihren Namen. Erst der Typ an meinem Fußende. Er heißt Nial und auch er sieht gut aus, aber ebenfalls nicht mein Typ. Er hat wuschelige blonde Haare und ein ziemlich rundes Gesicht. Aber seine Augen *.* Groß, gelblich, einfach außergewöhnlich und wunderschön.

Jetzt meldet sich die junge Frau zu Wort.

"Ich bin Sone."

"Toller Name", sage ich freundlich zu ihr und sie lächelt mir zu.

Ich richte mich auf, um sofort wieder schwarz vor Augen zu werden. Doch das legt sich schnell wieder und ich versuche mich hin zu stellen.

"Vorsichtig." Nial steht schnell auf und hält mich fest. Ich lächle als Danke und drohe kurz danach aber zu fallen. Zum Glück hat Nial gute Reflexe und fängt mich auf. Langsam macht er noch einen Schritt auf mich zu und hebt mich dann hoch.

"Soll ich dich zu deinem Haus bringen?"

"Ja, danke.", stimme ich zu und kann die Verwirrung in meiner Stimme aber wohl nicht so gut unterdrücken.

Er lächelt und blickt zu Sone. Sie nickt nur und bewegt sich zur Tür, um sie für uns zu öffnen. Ich genieße die Wärme von Nials starken Armen und seinem Oberkörper, an dem ich angelehnt bin.

Kyle ist schon zur Tür raus, doch als wir auf einem Gang stehen, den ich noch nie vorher gesehen habe, erblicke ich ihn auch nirgends. Er ist wohl schon weg.

Nial läuft ruhig an Sone vorbei. Mehr bekomme ich nicht mit. Denn ich bin eingeschlafen.

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