You're in my veins 0

23 1 1

Wie jeden Morgen stand ich frühzeitig auf um mich ausreichend fertig machen zu können. Duschen, eincremen, schminken und so weiter. Das dauerte eben alles seine Zeit. Ja, ich gebe es zu, mein Aussehen war mir extrem wichtig. wirklich wichtig. Immerhin war es in der heutigen Zeit ein muss, gut auszusehen, egal in welcher Lage man sich befand. Es war doch wirklich so, das man als erstes bei einer Person nach dem Aussehen ging.

Da war es auch vollkommen egal, in welcher Branche man arbeitete, oder ob man noch zur Schule oder Uni ging. Aussehen war das A und O in der Gesellschaft. Und dem passte ich hervorragend an. So war das Leben nun mal. Ob man wollte oder eben nicht.

Also stand ich nun auf und ging als erstes in de Küche um mir einen starken Kaffee zu machen.

Den brauchte ich jeden morgen als erstes um richtig in die Gänge zu kommen. Da ich Studentin war und mich auf gute noten konzentrieren musste, lernte ich nach der Arbeit noch bis mindestens ein Uhr in der Nacht.

Das leben in Chigago war nämlich alles andere als billig. Aber mein Job war recht gut bezahlt und auch nicht anstrengend. Ich war Kellnerin in einer der angesagtesten Bars hier in der Gegend.

Grade als ich die Kaffeemaschine angestellt hatte, überlegte ich ob Bryan schon wach war. Er war mein Mitbewohner und mein absolut bester Freund. Immer war auf ihn Verlass. 

Zu jeder Tages- und Nachtzeit war er für mich da, half mir bei Problemen und war mein Fels in der Brandung.

ich tippte auf die Arbeitsplatte, während der Kaffee durch die Maschine lief. Das dauerte leider immer eine kleine Ewigkeit.

Nachdem der Kaffee dann endlich mal fertig war, trank ich schnell eine Tasse, mit viel Milch und Zucker und ging danach sofort rasch duschen. Mit nassen Haaren und nur einem knappen Handtuch um den Körper gewickelt ging ich nochmal in die Küche um Kaffee für Bryan zu holen. Er trank ihn immer nur Schwarz, was mich lächeln ließ.

Wir waren wirklich unterschiedlich. So sehr, das es an ein Wunder grenzte, dass wir uns noch nie gegenseitig den Hals umgedreht hatten.

Der größte Unterschied lag wohl auch darin, was er noch als zweiten Job hatte. Zum einen war er in der gleichen bar wie ich beschäftigt und zum anderen arbeitete er noch als Stripper. An und für sich stellte das wirklich absolut kein Problem für mich da, doch auf der anderen Seite mochte ich es nicht, das er sich vor fremden Leuten auszog. Auch wenn es nur bis zu einen gewissen Grad geschah.

Und gestern war einer der Tage gewesen, an denen er sein Hobby zum Beruf machen musste.

Er strippte immer mit ein paar seine Freunde, alles wirklich heißer Kerle, um genau wie ich besser leben zu können. Und dabei teilten wir uns sogar den Lohn. Sprich, alles landete in eine Kasse und wurde dann zusammen ausgegeben.

Mir der Tasse ging ich dann in sein Zimmer und rümpfte dort sofort die Nase.

Er schien völlig geschafft zu sein und lag wie tot in seinem Bett. Alle viere von sich gespreizt, fast wie ein kleines Hündchen. Haare verwuschelt, nur eine gammlige Chiller Hose an und oben nichts. Vermutlich hatte er sein Shirt gestern nach dem Auftritt, denn da tranken sie meistens noch, vollgekotzt.

Sein Bett war ein schönes großes Bett, für 2 Personen, aber wenn er sich wirklich breit machte, war da kein Platz mehr für eine andere Person. nicht mal für die Weiber, die er ständig hier anschleppte und die mir gehörig auf den Zeiger gingen. Immerhin benutzten sie das Bad. Und das war mein Reich!

Ich konnte auch überhaupt nicht verstehen, wie er ständig eine neue haben konnte. Das musste ihn doch selbst stressen die ganzen Namen im Kopf zu behalten.

You're in my veins 0Lies diese Geschichte KOSTENLOS!