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Enttäuschung

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31. Kapitel - Enttäuschung

*Marie's Sicht*

Ich war wirklich froh, dass Cathy bei mir im Krankenhaus war. Sie blieb die ganze Nacht. Sie ist wirklich die beste Freundin die man haben kann. Am nächsten Morgen schickte ich sie nach Hause, dass sie sich frisch machen soll und am Nachmittag kommen soll um mich abzuholen. Ich bat sie darum, noch ein paar Sachen von mir aus dem Haus zu holen. Cathy und ich haben beschlossen, dass ich erstmal bei ihr und Mats wohne. Als ich mich von Cathy verabschiedete, ging ich ins Bad um mich frisch zu machen. Ich putze mir die Zähne, wusch mein Gesicht, kämmte meine Haare und Band sie zu einem unordentlichen Dutt. Ich zog mir noch etwas bequemes über und ging wieder nach draußen. Ich war etwas überrascht, denn Mario saß auf dem Stuhl neben dem Bett.

Ich: "Was machst du denn hier?"

Mario: "Mich nach deinem befinden erkundigen. Marco hat mich gestern ganz aufgelöst angerufen und hat mir alles erzählt."

Ich: "Ja das hat er sich selbst zuzuschreiben. Aber wie du siehst geht es mir besser, dann kannst du ja wieder zu ihm gehen."

Mario: "Marie, ich hab dir nichts getan. Du bist unfair mir gegenüber."

Ich brach in tränen aus, ich konnte einfach nicht mehr. Ich fühlte mich so hintergangen von Marco. Mario hatte recht, ich bin unfair zu ihm. Er sprang sofort auf und nahm mich in den Arm.

Ich: "Entschuldigung Mario, aber mir wird momentan alles zu viel."

Mario: "Ja ich verstehe dich. Aber in deinem Zustand, solltest du dich schonen. Das ist nicht gut für dein Kind."

Ich: "Du weist, dass ich schwanger bin?"

Mario: "Ja. Marco hat es mir gestern erzählt. Aber um mich geht es jetzt nicht. Sondern um dich und Marco. Er weis, dass er einen Fehler gemacht hat. Er hätte mit dir reden müssen. Aber er hatte einfach Angst, er hatte Angst dich zu verlieren. Er weis wie sehr du Dortmund liebst und was dir deine Freunde hier bedeuten."

Ich: "Trotzdem Mario, er hätte mit mir reden müssen. Natürlich wusste ich immer, dass irgendwann mal ein Wechsel kommen könnte und das hätte unsere liebe auch überstanden, aber dass er mich so hintergeht und er einfach nichts sagt, dass macht mich traurig und es enttäuscht mich. Er hat mich vor vollendete Tatsachen gestellt. Er hat mich nicht in seine Entscheidung mit ein bezogen, er entschied das alles alleine. Aber ich bin seine Frau, ich gehöre zu seinem Leben!"

Mario: "Marie glaub mir, er wollte dich nie verletzten. Rede bitte mit ihm."

Ich: "Nein Mario, ich bin noch nicht so weit. Die Enttäuschung sitzt zu tief. Ich brauche zeit. Irgendwann bin ich bestimmt bereit dafür, aber nicht jetzt und nicht Morgen und nicht in einer Woche. Es stellt auch mein Leben auf den Kopf. Ich muss darüber nachdenken."

Mario: "Ok, aber hör dabei auf dein Herz. Marco liebt dich, er wollte dass alles nicht."

Ich: "Geh jetzt bitte Mario. Ich will alleine sein."

Mario verabschiedete sich von mir und ich setzte mich ans Fenster. Ich musste anscheinend total in meinen Gedanken versunken sein, denn es war bereits Nachmittags und Cathy kam um mich abzuholen. Auf der Fahrt zu ihr nach Hause, erzählte ich ihr, dass Mario im Krankenhaus war und was er wollte. Sie war nicht gerade begeistert, da sie sich wirklich Sorgen macht um mich. Bei Cathy und Mats angekommen, brachte mich Cathy sofort zur Couch und zwang mich, mich hin zu legen. Sie kümmerte sich rührend um mich, genau so wie Mats.

Es vergingen einige Tage und ich war immer noch bei Cathy. Ich war ihnen wirklich dankbar, für alles. Die Tage hatte ich nichts mehr von Marco gehört, aber es war mein Wunsch, dass er mich erst einmal in Ruhe lässt. Mats kam gerade vom Training heim, während Cathy und ich nach Babykleidung im Internet suchten. Doch er war nicht alleine. Ich erkannte die Stimme hinter mir sofort.

"Marie können wir bitte reden?" Flehte Marco.

Ich stand auf und ging nach oben in das Gästezimmer, Marco folgte mir.

Ich: "was willst du?" sagte ich kalt

Marco: "Ich möchte, dass du zu mir zurück kommst, ich bin nichts ohne dich. Marie, du fehlst mir."

Ich: "Marco, das hättest du dir vorher überlegen müssen. Du hast mich enttäuscht. Du hast mich einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Und wer weiß, wann du es mir überhaupt gesagt hättest. Marco ich bin deine Frau, du hättest das mit mir besprechen müssen. Ich bin ein Teil deines Lebens. Als ich mit dir zusammen gekommen bin, wusste ich schon, dass es irgendwann mal so sein kann, dass du wechselt. Ich hätte es in Kauf genommen, dass hätte unsere liebe auch überstanden. Ich würde überall hingehen, nur um bei dir zu sein. Aber nicht so! Du hast mich sehr enttäuscht."

Marco: "Ich weis Marie, ich habe den Fehler gemacht, dich in meine Entscheidungen nicht mit ein zu binden. Doch ich hätte es tun müssen. Dir, als meine Frau, hätte ich das als erstes mit dem Wechsel sagen müssen, doch ich hatte Angst dich zu verlieren. Es hat mich fast zerfressen, es vor dir geheim zu halten, aber bitte glaub mir, ich hab es nicht getan um dir weh zu tun."

Ich: "Wieso hast du es dann getan? Bist du so Geld geil? Willst du deinem Verein, deinem Fans die immer hinter dir stehen, auch den Rücken kehren, so wie Mario? Willst du das auch alles durchmachen?"

Marco: "Marie mir gehts es dabei nicht ums Geld, sondern um die Karriere. Ich wechsele nicht, so wie Mario, zum FC Bayern, sondern zu Arsenal London. Das werden meine Fans schon verstehen."

Ich: "Um deine Karriere also. Marco, du hast eine Frau und in nicht mal mehr 8 Monaten ein Kind. Wir hätten das als Familie entscheiden müssen! Aber deine Karriere ist wichtiger als deine Familie. Du verlangst von mir, dass ich hier alles aufgeben."

Marco: "Um Gottes Willen, nein. Du und unser kleines, seit mir das Wichtigste auf der Welt. Es tut mir so unendlich leid, dass ich dich nicht gefragt habe. Ich wollte dich nie vor vollendete Tatsachen stellen. Aber ich kann es nicht mehr Rückgängig machen. Bitte Marie, gib mir noch eine Chance. Ich werde dich nie wieder enttäuschen. Du bist mein Leben, ich liebe dich."

Ich: "Marco vielleicht tu ich jetzt das Falsche, aber ich werde dir noch eine Chance geben. Aber du musst mir versprechen, mit mir alles zu besprechen und mich nie wieder zu enttäuschen."

Marco: "ich verspreche dir, alles was du willst, nur damit du glücklich bist. Ich werde dich nie wieder enttäuschen."

Ich: "ich liebe dich. Aber eines solltest du wissen."

Marco: "Und das wäre?"

Ich: "ich kann vergeben, aber nicht vergessen."

Marco: "ich weis, aber glaub mir ich werde dich nie wieder enttäuschen."

Marco nahm mich in seine Arme. Ich habe ihn wirklich vermisst. Es tut so gut einfach wieder in seiner Nähe zu sein, ihn wieder um mich zu haben. Ich packte meine Sache. Zusammen, bedankte mich bei Cathy und Mats und fuhr mit Marco wieder nach Hause. Ich war froh, wieder in meinem eigenen vier Wänden zu sein.

Ich: "ich bin froh, wieder daheim zu sein."

Marco: "ich bin auch froh, dass du wieder da bist. Ohne dich ist es leer hier."

Ich: "Wann müssen wir nach London?"

Marco: "in 2 Monaten."

Ich: "Ok. Aber können wir bitte trotzdem dieses Haus hier behalten? Ich möchte es nicht hergeben."

Marco: "natürlich. Wenn dir das wichtig ist, behalten wir es."

Ich: "Danke Marco. Es ist mir sehr wichtig."

Wir suchten im Internet schon einmal nach ein paar Häusern oder schönen Wohnungen in London. Ich konnte mich mit dem Gedanken, bald in London zu wohnen, noch nicht wirklich anfreunden. Cathy, Tugba und die ganzen anderen nicht mehr oft zu sehen, macht mich traurig. Aber ich liebe Marco und ohne ihn will ich nicht Leben, deshalb werde ich mit ihm gehen. Irgendwann schlief ich an Marcos Schulter ein. Ich merkte noch wie er mich ins Bett trug und sich an mich kuschelte ....

Für immer, vielleicht! (Marco Reus, Mario Götze)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!